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Profitänzerin Motsi Mabuse mit Kreuzfahrtschiff auf den Färöer-Inseln - Walschützer protestieren

Pressemitteilung   •   Sep 10, 2014 14:32 CEST

Motsi Mabuse, Profitänzerin und RTL-Jurorin bei Let's Dance, und RTL-Trainerkollege Christian Polanc treffen auf Unverständnis von Wal- und Delfinschützern. Mabuse und Polanc sind derzeit mit AIDA auf einer Kreuzfahrt mit dem Schiff AIDAbella, das heute auf den Färöer-Inseln im Anlandungshafen Klaksvik eingelaufen ist. Klaksvik ist ein offizieller Schlachtort für Grindwale. Das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) und andere Tierschützer protestierten auf den Facebook-Seiten der beiden Prominenten, dass sie ihren Färöer-Besuch beschönigen würden, ohne auf die weltweiten Proteste gegen die Wal- und Delfintreibjagden einzugehen.

In einem Fanblog von AIDA hieß es, dass Mabuse kurz vor der Anlandung auf den Färöer-Inseln mit Tanztrainer-Kollege Christian Polanc noch Autogramme geschrieben hat. Auf Mabuse's Facebook-Seite schreibt sie selbst: "A little time to relax." Und Christian Polanc, aktiver Tänzer der RTL-Tanzserie, auf seiner Netzwerkseite: "Liebe Grüße von den Färöer Inseln! Unglaublich schöne Landschaft...".

Tierschützer kritsieren, dass die beiden Prominenten bei AIDA eine Reise "zu der Inselgruppe der Walmörder" gebucht haben und fordern sie auf, bei AIDA zu intervenieren, die Färöer-Inseln nicht mehr anzulanden bis die Walfanggemetzel gestoppt sind. Im letzten Jahr wurden nach Angaben des WDSF 1.534 Meeressäuger in Anlandungshäfen und an den Stränden grausam abgeschlachtet. Kreuzfahrtgästen würde bei Landgängen das mit Methyl-Quecksilber und PCB's belastete Walfleisch an Ständen zum Kauf angeboten. In Restaurants wäre das Fleisch auf Fischbuffets gar nicht als solches deklariert und die Gäste liefen in Gefahr, sich unwissentlich mit den Umweltgiften zu belasten, kritisiert das WDSF.

Auch dass die AIDA-Gäste dem Risko ausgesetzt würden, Augenzeuge solch einer brutalen und blutigen Walschlachtung zu werden, stösst bei den Tierschützern auf Unverständnis.

Mabuse und ihr Tanzkollege sollten als Botschafter für den Schutz der Wale auftreten und gegen solche Anlandungen protestieren, fordert WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller.

AIDA war bereits im Vorfeld der Anlandung auf den Färöer-Inseln intensiver Kritik des WDSF und anderer Tierfreunde ausgesetzt. Unliebsame Kritiken löschte AIDA jedoch sofort auf ihrer Facebook-Seite und Ortmüller wurde gänzlich blockiert. Für die Gäste hätte AIDA Informationsmaterial gedruckt, um die Gäste vor dem Verzehr des Walfleischs zu warnen, teilte die Umweltdirektorin von AIDA, Monika Griefahn, dem WDSF mit.

Das WDSF kooperiert international mit WissenschaftlernPolitikernanderen Organisationen und Wal- u. Delfinschützern. Das WDSF ist keine Mitglieder/Spenden-Organisation und unabhängig von anderen Institutionen. Zahlreiche ehrenamtliche Helfer unterstützen die WDSF-Aktionen. Aufgrund des notariellen Gesellschaftsvertrages beziehen weder die WDSF-Geschäftsführung noch andere Personen Gehälter oder Zuwendungen. Der Verwaltungsaufwand ist daher äußerst gering. Das WDSF arbeitet in seinem Kuratorium ausschließlich mit ehrenamtlichen Helfern, Fachleuten, Wissenschaftlern und (Meeres-)Biologen zusammen.



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