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Tierschützer zurück von den Färöer-Inseln - Grindwale gerettet

Pressemitteilung   •  Aug 05, 2014 08:35 CEST

Ende Juli 2014 waren der Geschäftsführer Jürgen Ortmüller für seine gemeinnützige Tierschutzorganisation Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) und der Geschäftsführer der Organisation ProWal, Andreas Morlok, auf den Färöer-Inseln. Alljährlich werden dort rund Tausend Grindwale und andere Delfinarten grausam und blutig an den Stränden der autonomen Inselgruppe im Nordatlantik abgeschlachtet.

Nach seinem letzten Besuch im Jahr 2010 hatte der hauptberufliche Steuerjurist/Steuerberater Jürgen Ortmüller sich intensiv mit den Rechtsgrundlagen der Färöer-Inseln für den Walfang befasst. Die Färöer-Inseln gehören nicht zur Europäischen Union und haben ihre eigene Gesetzgebung. Das ehemalige Mutterland Dänemark ist nur noch für die Bereiche der Verteidigung und Justiz zuständig. Ortmüller und Morlok konnten etliche Gesetzesverstöße bei der Waljagd aufdecken und eine Grindwalschule vor der Abschlachtung retten. 

Die beiden Tierschutzorganisationen hatten anlässlich ihres jetzigen Aufenthaltes zur ersten offiziellen Demonstration in der Geschichte der Färöer-Inseln gegen das Abschlachten der Grindwale am Färöer-Nationalfeiertag St. Olav am 29. Juli aufgerufen. Die ARD hatte anlässlich der WDSF und ProWal-Aktion ein Filmteam geschickt. Ebenso führte der amerikanischen TV-Sender Vice Media umfangreiche Interviews mit den beiden Tierschützern bei der Demonstration. Auf großen Bannern kritisierten die beiden Tierschutzorganisationen die grausame und unzeitgemäße Grindwaljagd, die Anlandung von deutschen Kreuzfahrtschiffen und den Lachsimport von den Färöer-Inseln für die deutsche Lebensmittelkette LIDL. 

Fleisch und Speck der Grindwale sind gesundheitsgefährdend mit Quecksilber und PCB belastet. Der wissenschaftliche Leiter des Hauptstadt-Krankenhauses in Tórshavn, Pál Weihe, hat davor gewarnt, dass die Walprodukte nicht für den menschlichen Verzehr geeignet sind. Die meisten Restaurants und Märkte verzichten aufgrund des Drucks der Tierschützer inzwischen auf ein Angebot des Grindwalfleischs, wie Ortmüller und Morlok bei einer Inspektion feststellen konnten. 

Ortmüller befürchtet, dass deutsche Kreuzfahrt-Touristen von AIDA, TUI und HapagLloyd bei ihren mehrfach jährlichen Färöer-Anlandungen unwissentlich das kontaminierte und nicht deklarierte Fleisch bei Restaurantbesuchen zu sich nehmen. Ebenso beanstandet er, dass das Risiko für Gäste mit ihren Kindern Augenzeugen der blutigen Walgemetzel zu werden, außerordentlich hoch ist. Ortmüller: „Kinder können lebenslänglich traumatisiert werden, wenn sie solch eine blutige und grausame Abschlachtung direkt im Hafen oder Strandbereich sehen. In einem Gespräch mit Polizeichef Sörensen wurde uns mitgeteilt, dass aufgrund mehrfacher Strafanzeigen des WDSF gegen unlautere Walfangaktionen neue gesetzliche Regelungen beschlossen worden sind.“

Einen Tag nach ihrer Demonstration erhielten die beiden Tierschützer unmittelbar nach einer Bootsinspektionsfahrt gegen 14:30 Uhr den Hinweis, dass eine Grindwalschule mit etwa 80 Tieren im  Inselfjord von Haraldssundigesichtet worden war. Später wurde die Angabe über die Anzahl der Grindwale in den Färöer-Medien mit etwa 20 Grindwale angegeben. Ortmüller und Morlok setzten sich sofort mit einer Helikopterfirma in Verbindung, weil sie die Absicht hatten, die Grindwale zurück ins Meer zu geleiten. Die Grindwalschule war gegen 17:00 Uhr im Ortsbereich von Haraldssundi erwartet worden. Aufgrund der guten Ortskenntnisse und der Rechtsgrundlagen stellten die Tierschützer fest, dass dieser Bereich nicht zu einem der 22 gesetzlich genehmigten Walfangorte gehört. Nach entsprechendem Hinweis gegenüber dem dänischen Polizeichef Sörensen wurde die bereits vorbereite Waljagd sofort gestoppt. Die Walfänger hatten aufgrund schlechter Wetterverhältnisse mit der Jagd noch nicht begonnen, aber diese bereits vorbereitet. Sie wollten die Grindwale ursprünglich in einen anderen Fjord zur Stadt Hvannasund mit einer Walfanglizenz treiben

Nachdem feststand, dass die Grindwale in Haraldssund keiner Gefahr durch Walfänger ausgesetzt waren, buchten die beiden WDSF- und ProWal-Aktivisten den ursprünglich vorgesehenen Helikopterflug in einen preiswerten Linienflug (á 30 Euro) nach Vagar um, dessen Flugweg zwei andere offizielle Walfangbuchten in Sandavagur und Midvagur überquert, die von den Tierschützern auf weitere Grindwalsichtungen kontrolliert wurden. Fakt ist, dass durch die Hinweise der WDSF- und ProWal-Aktivisten gegenüber der Polizei auf die Rechtslage, die vorgesehene Abschlachtung der Grindwale nicht stattgefunden hat. Durch die erschwerten Wetterverhältnisse hatte sich der beabsichtigte Beginn der Bejagung glücklicherweise verzögert.

Die beiden Organisationen sprechen von historischen Erfolgen ihres Einsatzes und werten nun ihre Erkenntnisse vom Inselbesuch aus. 

Im Walfangort Klaksvik fanden die Tierschützer ein nicht deklariertes Walfangschiff, dass sie der Polizei meldeten. Polizeichef Sörensen sagte zu, den Eigner zu verhaften, falls er sich illegal an einer Waljagd beteiligen würde.

WDSF und ProWal wollen nun verstärkt die dänische Regierung mit dem Ziel unter Druck setzen, dass Abschlachtungen von Grindwalen und anderer Delfinarten auf den Färöer-Inseln endgültig gesetzlich verboten werden. --

Frei verfügbare Fotostrecke und Gesamtbericht der Aktion auf Facebook:

https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10152316058843736.1073741838.215061988735&type=1

Homepage WDSF mit aktuellem Video von der Aktion:

http://www.wdsf.eu/index.php/aktionen/faeroeer-walfang

Homepage ProWal:
http://www.walschutzaktionen.de/2132801/2318201.html

Das WDSF kooperiert international mit WissenschaftlernPolitikernanderen Organisationen und Wal- u. Delfinschützern. Das WDSF ist keine Mitglieder/Spenden-Organisation und unabhängig von anderen Institutionen. Zahlreiche ehrenamtliche Helfer unterstützen die WDSF-Aktionen. Aufgrund des notariellen Gesellschaftsvertrages beziehen weder die WDSF-Geschäftsführung noch andere Personen Gehälter oder Zuwendungen. Das WDSF arbeitet ausschließlich mit ehrenamtlichen Helfern, Fachleuten, Wissenschaftlern und (Meeres-)Biologen zusammen.

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