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TUI Cruises in der Kritik von Udo Lindenberg wegen Walmassaker auf den Färöer-Inseln

Pressemitteilung   •   Aug 21, 2017 07:15 CEST

TUI Cruises-Demo in Hamburg gegen Anlandung auf den Färöer-Inseln (WDSF-Foto)

Am vergangenen Freitag veranstaltete das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) mit Tierfreunden eine Kundgebung vor der TUI Cruises-Zentrale in Hamburg gegen die Anlandungen mit Mein Schiff auf den Färöer-Inseln. Jedes Jahr finden dort an den Stränden blutige und grausame Waltötungen statt, so auch in der Nähe von TUI Cruises Anlandungshäfen. Alleine in den letzten drei Monaten seien bei 16 Treibjagden über 1.200 Meeressäuger massakriert worden, sagt das WDSF.

Das WDSF hatte bereits mit den Kreuzfahrtunternehmen Aida, Costa Crociere und HapagLloyd vereinbart, dass sie die Inselgruppe im Nordatlantik aus Tierschutzgründen nicht mehr anlaufen und um die Gäste vor dem Anblick der Walmassaker zu schützen.

Bei der Demonstration der Tierschützer in Hamburg bekräftigte die TUI-Cruises Pressesprecherin Godja Sönnichsen gegenüber dem WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller die Entscheidung der Geschäftsführung mit Wybcke Meier (CEO) und Frank Kuhlmann (CFO), dass das Kreuzfahrtunternehmen weiterhin die Färöer-Inseln anlaufen wird. Für die Gäste habe man ein Informationsblatt ausgelegt, dass die touristischen Angebote vor Ort mit insgesamt 17 Landausflügen nichts mit dem Walfang zu tun hätten. „Die Sicherheit und Gesundheit unserer Gäste und der Crew haben für uns immer oberste Priorität“, sagt Sönnichsen.

Am 1. September 2017 startet Mein Schiff 3 mit Udo Lindenberg und seinem Panikorchester zu einer 5-tätigen Kreuzfahrttour von Kiel aus in Richtung Aarhus, Göteborg und Kopenhagen. Anlässlich der Demo in Hamburg teilte Lindenberg auf seiner Facebookseite unter seinem Beitrag vom 01. August "in nur einem monat legt unser ROCKLINER endlich wieder ab, jahuuu" mit, dass er mit der TUI-Reederei unbedingt sprechen werde, um der Sache mit den Anlandungen auf den Färöer-Inseln auf den Grund zu gehen und dass es so nicht weitergehen könne.

Am vergangenen Samstag legte Udo Lindenberg in einem Statement nach und schrieb: „werde im namen von euch allen meine ganze power dafür einsetzen, dass tui, so schnell wie möglich, die färöer nicht mehr anfährt.“ Er habe in ein paar Tagen ein Treffen mit den TUI-Verantwortlichen und wolle sich dann mit einem Ergebnis melden. Bezüglich der Proteste heißt es von ihm: „Ja, ich unterschreibe das.“



Das WDSF berichtet auf seiner Homepage über die Hintergründe der jährlich mehrfachen Anlandungen von TUI Cruises auf den Färöer-Inseln.

Das WDSF kooperiert international mit Wissenschaftlern, Politikern, anderen Organisationen und Wal- u. Delfinschützern. Das WDSF ist keine Mitglieder/Spenden-Organisation und unabhängig von anderen Institutionen. Zahlreiche ehrenamtliche Helfer unterstützen die WDSF-Aktionen. Aufgrund des notariellen Gesellschaftsvertrages beziehen weder die WDSF-Geschäftsführung noch andere Personen Gehälter oder Zuwendungen. Der Verwaltungsaufwand ist daher äußerst gering. Das WDSF arbeitet in seinem Kuratorium ausschließlich mit ehrenamtlichen Helfern, Fachleuten, Wissenschaftlern und (Meeres-)Biologen zusammen.

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