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Nach Zyklon Fani in Odisha (Indien): Umfangreiche Tiernothilfe in stark betroffenen Gebieten gestartet

Pressemitteilung   •   Mai 14, 2019 13:16 CEST

Berlin/Odisha, 14. Mai 2019 – Nach den schweren Verwüstungen, die Zyklon „Fani“ Anfang des Monats im indischen Bundesstaat Odisha hinterlassen hat, ermöglicht die Welttierschutzgesellschaft (WTG) umfangreiche Hilfsmaßnahmen für notleidende Tiere. Einsatzgebiet des tiermedizinischen Notfallteams sind die Bezirke Puri, Khordha und Kendrapara, die der Zyklon am 3. Mai direkt nach Landgang traf. Die Infrastruktur in diesen Regionen ist größtenteils zusammengebrochen, Millionen Menschen und Tiere sind von den Folgen des Zyklons in dem landwirtschaftlich geprägten Bundesstaat betroffen. Seit dem ersten Tag nach dem Zyklon retten und behandeln Mitarbeiter der lokalen Tierschutzorganisation Action for Protection of Wild Animals (APOWA) Rinder, Pferde, Hunde und viele weitere Tiere. Durch Unterstützung der Welttierschutzgesellschaft kann der Einsatz bis Juli ausgeweitet werden.

„Die Tiernothilfe ist eine wichtige Komponente nach Naturkatastrophen wie dem aktuellen Zyklon“, sagt Katharina Kohn, Geschäftsführerin der Welttierschutzgesellschaft. „Das schnelle Eingreifen rettet tausende Tierleben und sichert die Existenz vieler Familien, die vom Überleben ihrer Nutztiere abhängig sind.“

Die Folgen des Zyklons stellen das fünfköpfige Disaster Response Team vor große Herausforderungen. Rinder, Ziegen oder Büffel sind von umstürzenden Bäumen getroffen oder darunter begraben worden. Darüber hinaus sind viele Tiere geschwächt. In den Fluten haben sie kaum Nahrung gefunden, außerdem ist das Infektionsrisiko durch Bakterien, die sich im stehenden Wasser schnell vermehrt haben, sehr hoch. Das Einsatzteam begegnet diesen Problemen, indem es die Tiere mit Futter und sauberem Wasser versorgt, Verletzungen medizinisch behandelt, Medikamente verabreicht und durch Impfungen die Verbreitung von Infektionskrankheiten verhindert.

Bereits vor Eintreffen des Zyklons hat APOWA, die Partnerorganisation der Welttierschutzgesellschaft, Präventivmaßnahmen getroffen. 5.400 Tiere wurden in sichere Unterbringungen gebracht, außerdem erhielten 50 Gemeinden, in denen APOWA in den vergangenen Jahren lokale Tierschutzgruppen etabliert hat, zusätzliche Medikamente und Materialien zur Erstversorgung der Tiere. Ein mobiler tiermedizinischer Dienst, der im Rahmen der Projektzusammenarbeit dauerhaft in den Dörfern Odishas im Einsatz ist, konnte zudem den Gesundheitszustand der Tiere im Vorfeld verbessern und so die Voraussetzung schaffen, dass mehr Tiere die extremen Bedingungen in Folge des Zyklons überleben.

Der Bundesstaat Odisha ist durch seine geographische Lage an Indiens Ostküste besonders anfällig für schwere Monsunregen und Zyklone. Jüngste Beispiele sind Überflutungen durch Monsunregen im September und Zyklon „Titli“ im Oktober vergangenen Jahres. Auch hier unterstützte die Welttierschutzgesellschaft mit einer Soforthilfe, durch die die Partner von APOWA das Überleben tausender Tiere und damit zugleich die Lebensgrundlage der lokalen Bevölkerung sicherten.

Weitere Informationen:

  • Für Gespräche zur Situation in Odisha und den Herausforderungen der Tiernothilfe nach Naturkatastrophen wie Zyklonen steht Tierärztin Daniela Schrudde, fachliche Leiterin für Tierschutzarbeit bei der Welttierschutzgesellschaft, zur Verfügung.
  • Aktuelles Bildmaterial finden Sie im weiteren Verlauf dieser Mail sowie - laufend ergänzt - auf unserer Website.

Links:


Die Welttierschutzgesellschaft (WTG) ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Berlin. In Entwicklungs- und Schwellenländern engagieren wir uns für eine nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen von Streuner-, Nutz- und Wildtieren durch Stärkung des Tierschutzes sowie eine verbesserte tiergesundheitliche Versorgung. In unseren Tierschutzprojekten als auch dem Bildungsprogramm TIERÄRZTE WELTWEIT arbeiten wir dafür mit Partnerorganisationen vor Ort zusammen. Darüber hinaus fördern wir das Tierschutzbewusstsein im Land durch die Einbindung der lokalen Bevölkerung. In Deutschland schaffen wir mit öffentlichkeitswirksamen und politischen Tierschutzkampagnen die Voraussetzungen für ein respektvolles und tiergerechtes Miteinander von Mensch und Tier.

Weitere Informationen unter: www.welttierschutz.org

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