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Thema zum Weltmilchtag (1.6.): Tiergerecht und wirtschaftlich: die muttergebundene Kälberaufzucht – Interview mit Landwirtin Mechthild Knösel

Pressemitteilung   •   Mai 16, 2019 10:25 CEST

Foto: Sigrun Janiel

Bereits seit 15 Jahren betreibt Mechthild Knösel auf dem Hofgut Rengoldshausen (Bodenseekreis) die muttergebundene Kälberaufzucht. Anstatt Kälber kurz nach der Geburt von der Mutterkuh zu trennen und dann mit einem Milchersatz zu füttern, wird der Nachwuchs auf ihrem Hof gemeinsam mit seinen Müttern groß. Anfangs noch von vielen belächelt, ist die Landwirtin inzwischen eine gefragte Expertin, die zu dem Thema auch über Deutschland hinaus Seminare anbietet. Sie sagt: „Die meisten Landwirte, die ich beraten habe, stellen fest, dass die muttergebundene Aufzucht viel Freude bereitet, die Tiere glücklich macht und dabei keinen zeitlichen Mehraufwand bedeutet.“

Ein Interview mit Mechthild Knösel zu den Vorteilen der muttergebundenen Kälberaufzucht, den Herausforderungen bei der Umstellung auf dieses System sowie althergebrachten Denkmustern auf Seiten konventionell arbeitender Milchbauern finden Sie hier zur freien redaktionellen Verfügung.

Tipp für Verbraucher: Interaktive Hofliste

Gerne möchten wir Sie in diesem Zusammenhang auf die Arbeit der Welttierschutzgesellschaft aufmerksam machen. Seit mehreren Jahren engagiert sich unser Verein für bessere Lebensbedingungen von Milchkühen in Deutschland. Dies beinhaltet politisches Engagement für gesetzlich definierte Standards in der Milchkuhhaltung, aber auch Informationsangebote wie z.B. eine interaktive Karte, in der Betriebe verzeichnet sind, die die mutter- oder ammengebundene Milchkuhhaltung auf ihren Höfen praktizieren. Mit Hilfe der Hofliste, die inzwischen 78 Betriebe aus ganz Deutschland umfasst und kontinuierlich wächst, können sich Verbraucher über Milchkuhbetriebe in ihrer Nähe informieren, die bereits auf diese tiergerechte Weise Milch produzieren.

Für weitere Informationen zu Problemfeldern der Milchkuhhaltung in Deutschland (z.B. mangelnde Gesundheit der Kühe oder ganzjährige Anbindehaltung) steht zudem Daniela Schrudde, fachliche Leiterin für Tierschutzarbeit bei der Welttierschutzgesellschaft, für Gespräche bereit.

Professionelles Bildmaterial zur freien Nutzung – bei Namensnennung der Fotografin Sigrun Janiel – finden Sie im weiteren Verlauf dieser Mail.

Die Welttierschutzgesellschaft (WTG) ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Berlin. In Entwicklungs- und Schwellenländern engagieren wir uns für eine nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen von Streuner-, Nutz- und Wildtieren durch Stärkung des Tierschutzes sowie eine verbesserte tiergesundheitliche Versorgung. In unseren Tierschutzprojekten als auch dem Bildungsprogramm TIERÄRZTE WELTWEIT arbeiten wir dafür mit Partnerorganisationen vor Ort zusammen. Darüber hinaus fördern wir das Tierschutzbewusstsein im Land durch die Einbindung der lokalen Bevölkerung. In Deutschland schaffen wir mit öffentlichkeitswirksamen und politischen Tierschutzkampagnen die Voraussetzungen für ein respektvolles und tiergerechtes Miteinander von Mensch und Tier.

Weitere Informationen unter: www.welttierschutz.org

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