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Blackout-Vorsorge: Richtig vorbereitet auf den Ernstfall

Stromausfälle können viele Ursachen haben: Unfälle, Bauarbeiten, Sturm, Hochwasser, starker Schneefall, Sabotage oder Cyberangriffe. Häufig ist die Versorgung nach wenigen Stunden wiederhergestellt. Es gibt jedoch Situationen, wie derzeit in Berlin, in denen die Stromversorgung großflächig und deutlich länger ausfällt.

Für die Betroffenen bedeutet das weit mehr als „nur kein Licht“: Heizung, Warmwasser, Internet/Mobilfunk, Kartenzahlung und sogar die Wasserversorgung können betroffen sein. Die gute Nachricht: Wer vorbereitet ist, kann Ausfälle ruhiger überbrücken und entlastet im Ernstfall die Einsatzkräfte. Gerade in den ersten Stunden oder Tagen einer größeren Notlage ist die eigene Vorsorge nämlich entscheidend.

Vorrat anlegen, ohne zu hamstern: Wasser & Essen richtig planen

Bei einem längeren Ausfall kann Wasser aus der Leitung problematisch werden, wenn Pumpen und Drucksysteme nicht laufen. Als alltagstaugliche Orientierung gelten 2 Liter Trinkwasser pro Person und Tag. Das ist eine solide Basis, die in offiziellen Empfehlungen des BKK genannt wird. Für warme Mahlzeiten können Campingkocher oder Grills auf dem Balkon oder im Garten verwendet werden, jedoch niemals in der Wohnung oder im Haus (Erstickungs- bzw. CO-Gefahr). Genau deshalb ist es sinnvoll, einen Teil des Vorrats so zu planen, dass er kalt verzehrt werden kann.

Sicher heizen & Wärme speichern

Wenn die Heizung ausfällt, wird es zwar unangenehm, aber meistens nicht sofort lebensgefährlich. Entscheidend ist, die vorhandene Wärme zu halten, statt sie mit riskanten Mitteln erzwingen zu wollen. Es hat sich bewährt einen Raum als „Wärmepunkt“ zu wählen, Türen geschlossen zu halten, warme Kleidung und Decken zu nutzen. Und trotzdem: Regelmäßig lüften, besonders, wenn Kerzen genutzt werden, da sonst Sauerstoff knapp wird.

Viele öffnen reflexartig den Kühlschrank, um zu prüfen, ob er noch läuft, oder wie es den Lebensmitteln geht. Genau das verschlechtert die Situation: Jede Öffnung lässt Kälte entweichen. Wenn der Ausfall länger dauert, ist „geschlossen halten“ eine der einfachsten Maßnahmen, die wirklich Geld spart und Lebensmittel länger schützt.

Wenn Menschen mit gasbetriebenen Heizquellen improvisieren, steigt das Risiko von Sauerstoffmangel und Kohlenmonoxidvergiftung. Achte hier nur auf Geräte mit passenden Sicherungen – und erhöhe die Sicherheit mit einem CO-Warnmelder.

Nicht im Dunkeln tappen

Wenn es dunkel ist, passieren Unfälle: Stürze, falsche Handgriffe in der Küche oder Stolpern im Treppenhaus. Kerzen sind zwar naheliegend und können kurzfristig helfen, sind aber als Dauerlösung riskant (Brandgefahr) und verlangen konsequentes Lüften. Mit LED-Licht (Taschenlampe, Stirnlampe, Akkuleuchte) bekommst du sichere Helligkeit, ohne zusätzliche Brandlast.

Kommunikation sichern

Bei einem längeren Ausfall kann das Mobilfunknetz instabil werden, da die Notstrom-Puffer an den Anlagen nach einiger Zeit leerlaufen. Gleichzeitig funktionieren Kartenzahlungen und Geldautomaten ohne Strom nicht zuverlässig. Was hilft: Powerbank, geladene Ersatzakkus, genügend Bargeld sowie ein batteriebetriebenes oder Kurbelradio zu besitzen, um Informationen unabhängig vom Internet zu erhalten.

Notstrom: sinnvoll – wenn du ihn bewusst einsetzt

Ein Stromerzeuger kann hilfreich sein, wenn du bestimmte Verbraucher absichern willst, zum Beispiel Beleuchtung, Laden und gegebenenfalls Kühlung. Wichtig ist die richtige Erwartungshaltung: Notstrom bedeutet nicht „alles wie vorher“, sondern „die wichtigsten Funktionen wiederherstellen“. Und denke daran: Geräte gehören mit Abgasen nach draußen, denn Sicherheit geht vor. Wenn der Strom wieder da ist Viele schalten nach der Rückkehr des Stroms einfach alle Geräte wieder ein. Genau dann können Probleme auftreten: Geräte mit Heizfunktion können unkontrolliert anlaufen (z. B. Herdplatte, Bügeleisen, Wasserkocher) – und das kann Brände auslösen. Besser ist, erst einmal bewusst auszuschalten und dann kontrolliert wieder hochzufahren. Danach lohnt sich ein realistischer Blick in den Kühlschrank: Nach einem mehrtägigen Ausfall ist vieles nicht mehr genießbar und sollte im Zweifel entsorgt werden.

Fazit

Ein Stromausfall wird vor allem dann unangenehm, wenn man planlos reagiert. Wer gut vorbereitet ist, kann Ausfälle entspannter überbrücken. Wenn du heute nur einen Schritt machen willst: Baue dir eine kleine „StromausfallBasis“ aus LED-Licht, Batterien/Akkus und einer Wasserreserve. Das ist günstig, nimmt wenig Platz weg und hilft sofort.

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