Pressemitteilung —
40 neue Geräteanhänger für die Strömungs- und Fließwasserrettung: NRW stärkt Katastrophenschutz nachhaltig
Wermelskirchen / Düsseldorf, Januar 2026 – Das Land Nordrhein-Westfalen hat den Ausbau seiner Wasserrettungskapazitäten erfolgreich abgeschlossen: Insgesamt 40 neue Geräteanhänger für die Strömungs- und Fließwasserrettung (GAnh SFW-Rett NRW) stehen nun den Wasserrettungszügen im Katastrophenschutz zur Verfügung. Die letzten sieben Anhänger wurden am 19. Januar 2026 durch die Bezirksregierung Düsseldorf übergeben. Dönges aus Wermelskirchen war im Rahmen des Projekts für die vollständige Beladung der Anhänger verantwortlich.
Mit der Beschaffung reagiert das Land NRW auf die zunehmende Häufigkeit von Extremwetterereignissen wie Starkregen, Hochwasser und Überschwemmungen. Spätestens die Flutkatastrophe im Sommer 2021 habe gezeigt, wie wichtig leistungsfähige, spezialisierte Wasserrettungseinheiten sind, um Menschenleben zu retten und Schäden zu begrenzen.
„Wir müssen auf dem Wasser genauso krisenfest sein wie auf dem Land“, betonte NRW-Innenminister Herbert Reul bei der Übergabe der ersten drei Geräteanhänger am 1. April 2025 in Düsseldorf. Die neuen Anhänger sowie zusätzliche Mehrzweckfahrzeuge wurden dabei an Vertreter der DLRG-Landesverbände Nordrhein und Westfalen sowie an die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes übergeben.
Autark einsetzbare Einheiten für anspruchsvolle Lagen
Die Geräteanhänger dienen in erster Linie dem Transport und der Bereitstellung von Material für jeweils zwei nacheinander autark einsetzbare Strömungs- und Fließwasserrettungstrupps. Sie sind Bestandteil der insgesamt 20 Wasserrettungszüge in Nordrhein-Westfalen, die als taktische Einheiten im Katastrophenschutz zur Gefahrenabwehr und Schadensbekämpfung eingesetzt werden.
Zu den zentralen Einsatzaufgaben zählen die Rettung von Personen aus schnell fließenden oder über die Ufer getretenen Gewässern, die medizinische Erstversorgung am Einsatzort sowie der sichere Abtransport aus Gefahrenbereichen. Darüber hinaus werden die Einheiten bei Evakuierungen, der Rettung von Tieren, der Bergung von Sachwerten sowie bei Sicherungsmaßnahmen an Deichen und Dämmen eingesetzt. Auch die Grundversorgung von betroffenen Anwohnern in überschwemmten Gebieten gehört zum Aufgabenspektrum.
Vollständige Ausstattung aus einer Hand
Dönges lieferte die komplette Beladung für alle 40 Geräteanhänger. Insgesamt umfasst die Ausstattung 174 verschiedene Artikel mit rund 13.180 Einzelkomponenten, die einsatzgerecht in Kisten, Rucksäcken und Modulen konfektioniert, gekennzeichnet und beschriftet wurden.
Zur Beladung gehören unter anderem zwei Boote pro Anhänger – ein Inflatable Rescue Boat (IRB) mit Außenbordmotor sowie ein sogenanntes Raft (Wildwasser-Schlauchboot), geliefert vom Partnerunternehmen Lava Marine aus Bad Lippspringe. Beide Bootstypen sind für den Transport von jeweils bis zu sechs Personen ausgelegt. Das Raft kann sowohl im Anhänger als auch – für kurzfristige Standortwechsel zwischen Einsatzstellen – auf dem Dach transportiert werden.
Ergänzt wird die Bootsausrüstung durch umfassende persönliche Schutzausrüstung für die Strömungsretter, darunter Rettungswesten sowie Sicherungs- und Absturzschutzausrüstung. Hinzu kommen umfangreiche Seil- und Rettungssysteme, Handwerkzeuge, Notfallmedizin-Ausrüstung wie Spineboards und Schleifkorbtragen sowie Beleuchtungs- und Energiekomponenten wie Notstromerzeuger, Suchscheinwerfer und Feuerwehrstrahler. Spezifisches Zubehör wie Wurfsäcke, Seilschleudern, Watstangen und Gurtretter ermöglicht den sicheren Einsatz auch bei hohen Fließgeschwindigkeiten.
Enge Zusammenarbeit im Projektverlauf
Das Projekt wurde im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung gestartet. Die Angebotsabgabe erfolgte im Januar 2024, die Auftragsvergabe im April. Nach der Fertigung und Erprobung von drei Prototypen im Frühjahr und Sommer 2025 wurden die Anhänger nach kleineren Anpassungen freigegeben.
Neben Dönges als Ausstatter waren die Firma Ewers für die Fertigung der Geräteanhänger sowie Lava Marine für Boote und Motoren beteiligt. Anwender der neuen Einheiten sind die Strömungsretter in Nordrhein-Westfalen, insbesondere die DLRG und die Wasserwacht des DRK.
Mit Abschluss der Auslieferung stehen dem Katastrophenschutz in NRW nun flächendeckend moderne, einheitlich ausgestattete und hochmobile Wasserrettungseinheiten zur Verfügung – ein wichtiger Schritt, um Einsatzkräfte bestmöglich auszurüsten und die Bevölkerung bei zukünftigen Hochwasser- und Unwetterlagen effektiv zu schützen.
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