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Pressemitteilung

Felix Burda Award 2026: Diese sechs Projekte sind für den Gesundheitspreis nominiert

Darmkrebs-Prävention braucht Aufmerksamkeit – und wirksame Ideen

München, 26.05.2026 – Die Felix Burda Stiftung zeichnet auch im 25. Jahr ihres Bestehens herausragendes Engagement und wegweisende Forschung im Bereich der Darmkrebsprävention aus. Für den Felix Burda Award 2026 wurden sechs Projekte in den Kategorien „Engagement des Jahres“ und „Medizin & Wissenschaft“ nominiert. Die Preisträger werden im Rahmen der 21. Award-Verleihung am 21. Juni 2026 im AXICA Berlin bekannt gegeben.


Darmkrebs ist bei Frauen die zweithäufigste Krebserkrankung (hinter Brustkrebs) und bei Männern die dritthäufigste Krebserkrankung (hinter Prostatakrebs und Lungenkrebs). Umso wichtiger sind Projekte, die Wissen verständlich vermitteln, Hemmschwellen abbauen und medizinischen Fortschritt in die Versorgung bringen. Der Felix Burda Award würdigt deshalb Initiativen und wissenschaftliche Arbeiten, die die Prävention von Darmkrebs konkret voranbringen.

Eine unabhängige Jury hat aus den eingereichten Bewerbungen die diesjährigen Nominierten ausgewählt. Sie stehen beispielhaft für die Bandbreite wirksamer Darmkrebsprävention – von innovativer Wissenschaft über zielgruppengerechte Aufklärung bis hin zu alltagsnahen Präventionsangeboten.

Die Nominierten in der Kategorie „Engagement des Jahres“

Clarissa Gottschild


„Alt im Bauch, jung im Ausweis – Warum der Darm manchmal schneller altert als wir“

Clarissa Gottschild

Mit kurzweilig-klugen Vorträgen bringt die Doktorandin Clarissa Gottschild ein komplexes Thema verständlich auf die Bühne: den Zusammenhang von Darmalterung und Krebsentstehung. Besonders hervorzuheben ist die enge Einbindung einer Patientenvertretung bereits vor dem öffentlichen Auftritt. So entstand ein Format, das wissenschaftliche Präzision mit sensibler, laiengerechter Ansprache verbindet. Im Austausch mit einem generationsübergreifenden Publikum schafft das Projekt Wissen, Dialog und Bewusstsein für Prävention.

Anna-Francesca Di Meo, Elisabeth Jacob, Sylvia Mirandha, Ramona Brunswieck


„Darmkrebsprävention am Arbeitsplatz“

TUM Klinikum Rechts der Isar, Nationales Krebspräventionszentrum (NCPC), Comprehensive Cancer Center München am TUM Klinikum (CCCM TUM), Universitätsklinikum Leipzig, Universitäres Centrum für Tumorerkrankungen Mainz (UCT Mainz)

Der modulare Aktionstag zur Darmkrebsprävention bringt Gesundheitsaufklärung direkt in den Arbeitsalltag. Mit Postern, Vorträgen, Kurzvideo, Quizrad, persönlicher Beratung und der Möglichkeit zur Ausgabe von Stuhltests verbindet das Projekt evidenzbasierte Information mit niedrigschwelliger Ansprache. Eine Videodemonstration der Darmspiegelung sowie ein ausgestelltes Koloskop helfen zusätzlich, Vorbehalte abzubauen. Besonders stark: Das Format ist flexibel angelegt und damit auch für kleinere Betriebe übertragbar.

Dr. Katayoun Tonninger-Bahadori, Andreas Kreimaier


„Darm checken – Leben retten“

Andreas Kreimaier, Ärztekammer Wien, Dr. Katayoun Tonninger-Bahadori

Die Kampagne „Darm checken – Leben retten“ setzt auf einen klaren, ungewöhnlichen Kommunikationsansatz: Prominente Persönlichkeiten aus Film und Kultur werben in persönlichen, ungeskripteten Beiträgen für die Darmkrebsvorsorge. Statt Pathos stehen medizinische Fakten und glaubwürdige Argumente für die Koloskopie im Mittelpunkt. Ausgespielt auf Social Media und in den öffentlichen Verkehrsmitteln in Wien, erreicht die Kampagne Menschen mitten im Alltag und verankert Prävention dort, wo Öffentlichkeit stattfindet.


Die Nominierten in der Kategorie „Medizin & Wissenschaft“

Dr. Robert Hüneburg, Professor Dr. Stefan Aretz, Prof. Dr. Jacob Nattermann, Dr. Martin Utzig, Dr. Manije Sabet-Rashedi, Professor Thomas Seufferlein


„Vom Risiko zur Pflicht: Genetische und tumorbasierte Identifikation als neue Säule der Darmkrebsprävention“
Universitätsklinikum Bonn: Dr. Robert Hüneburg, Professor Dr. Stefan Aretz, Prof. Dr. Jacob Nattermann; Deutsche Krebsgesellschaft: Dr. Martin Utzig, Dr. Manije Sabet-Rashedi; Universitätsklinikum Ulm: Professor Thomas Seufferlein

Das Lynch-Syndrom ist die häufigste erbliche Ursache von Darmkrebs und blieb bislang häufig unerkannt. Die nominierte Projektgruppe hat maßgeblich dazu beigetragen, dass neu diagnostizierte Darmkrebspatienten im Rahmen der aktualisierten Leitlinie künftig systematisch auf ein mögliches Lynch-Syndrom getestet werden sollen. Damit wird eine entscheidende Versorgungslücke geschlossen. Davon profitieren nicht nur Betroffene durch gezieltere Behandlung, sondern auch Angehörige, bei denen durch Vorsorge weitere Krebserkrankungen verhindert werden können.

Dr. Christopher Berlin


„Präzisionskarte des metastasierten Kolorektalkarzinoms: Einzelzell Profiling enthüllt neue, ortsspezifische Ansätze für zielgerichtete Immuntherapie“

Universitätsklinikum Freiburg: Dr. Christopher Berlin

Bei fortgeschrittenem Darmkrebs mit Metastasen im Bauchraum sind die Behandlungsmöglichkeiten bislang begrenzt. Das nominierte Projekt analysiert die Tumorumgebung auf Einzelzell-Ebene und zeigt, wie bestimmte Zellnetzwerke Tumorwachstum und Therapieresistenz fördern. Auf dieser Grundlage wurden neue, ortsspezifische Behandlungsansätze getestet. Die Arbeit liefert damit wichtige Impulse für zielgerichtete Immuntherapien bei besonders schwer behandelbaren Krankheitsverläufen.

Professor Dr. Konrad Aden, Hang Xiang, Dr. Lina Welz, Professor Dr. Philip Rosenstiel


„Wenn Entzündung Krebs vorbereitet – wie chronische Darmentzündung das Genom destabilisiert“

Universitätsklinikum Schleswig-Holstein: Professor Dr. Konrad Aden, Hang Xiang, Dr. Lina Welz, Professor Dr. Philip Rosenstiel

Chronische Entzündungen gelten als Risikofaktor für Darmkrebs – wie genau sie die Krebsentstehung begünstigen, war bislang nur unvollständig verstanden. Die nominierte Arbeit zeigt, dass ein Versagen der DNA-Reparatur unter entzündlichen Bedingungen die Grundlage für Krebsentwicklung schaffen kann, noch bevor Vorstufen sichtbar werden. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zum Verständnis entzündungsbedingter Karzinogenese und eröffnet neue Perspektiven für Prävention bei Risikopatienten.


Die Preisverleihung

Die Preisträger des Felix Burda Award - in den beiden oben genannten Kategorien, sowie des Sonderpreises "Ehrenfelix" - werden im Rahmen der Verleihung am 21. Juni 2026 im AXICA Berlin am Brandenburger Tor bekannt gegeben.
Das Preisgeld in der Kategorie "Medizin & Wissenschaft" wird von Pfizer zur Verfügung gestellt.
Durch den Abend führt Moderatorin Susan Link („Morgenmagazin“/ARD, „Kölner Treff“/WDR, „ARD Presseclub“).
Als Gäste haben sich angekündigt: Uschi Glas, Simon Licht, Hubertus Meyer-Burckhardt, Helena Zengel, Melanie Marschke, Ruth Moschner, Mirja du Mont, Marion Kiechle, Marcel Reif, Klaus Holetschek (CSU), Serdar Yüksel (SPD), Johannes Wagner (Grüne), uvm.

Susan Link

Der Felix Burda Award 2026 wird präsentiert mit freundlicher Unterstützung von Preisgeldpartner Pfizer, sowie Springer Medizin, Olympus und FOCUS.

Lizenzfreies Bild- und Bewegtbildmaterial von der Verleihung sowie weiteres Pressematerial finden Sie nach der Veranstaltung am Morgen des 22. Juni ab 2.00 Uhr zum Download unter Felix Burda Stiftung | Flickr

Sowie hier: Felix Burda Stiftung | Für ein Deutschland ohne Darmkrebs | Mynewsdesk

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Die Felix Burda Stiftung mit Sitz in München wurde 2001 von Dr. Christa Maar (†) und Verleger Prof. Dr. Hubert Burda gegründet und trägt den Namen ihres an Darmkrebs verstorbenen Sohnes. Zu den bekannten Projekten der Stiftung zählen u.a. der bundesweite Darmkrebsmonat März sowie der Felix Burda Award, mit dem herausragendes Engagement im Bereich der Darmkrebsvorsorge geehrt wird. Mit ihrer politischen Arbeit konnte die Felix Burda Stiftung bereits zahlreiche Verbesserungen für die Darmkrebsprävention im deutschen Gesundheitssystem erreichen.
Die Stiftung generiert mit jährlichen, konzertierten und vielfach ausgezeichneten Werbe- und PR-Kampagnen eine starke deutschlandweite Awareness für die Prävention von Darmkrebs. Zudem bringt sie die Vorsorge mit smarten Event-Tools und Gadgets zu den Menschen: Das größte begehbare Darmmodell Europas fasziniert seine Besucher auf 20 Metern Länge live und als Virtual Reality-Darm. Die APPzumARZT managed als Gesundheitsapp alle gesetzlichen Präventionsleistungen für die ganze Familie und das persönliche Risiko ermittelt online der Schnellcheck-Darmkrebs. Die Felix Burda Stiftung ist u.a. Mitglied im Nationalen Krebsplan der Bundesregierung und in der Nationalen Dekade gegen Krebs des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR).

www.felix-burda-stiftung.de

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