News —
Jugendliche entwickeln mit der FOM nachhaltige und innovative Geschäftsideen für die Zukunft
26 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 haben in der Woche vor den Ferien freiwillig auf Ausflüge und Kinobesuche verzichtet, um am Pilotprojekt „Start.LAB Rhein-Kreis Neuss“ teilzunehmen. Unter dem Motto „Nachhaltige Ideen entwickeln. Zukunft gestalten.“ arbeiteten sie vier Tage lang mit Expertinnen und Experten der Wirtschaftsförderung Rhein-Kreis Neuss und der FOM Hochschule an eigenen Lösungen für Herausforderungen aus Alltag, Stadt und Region.
Schulübergreifend lernen und nachhaltige Lösungen entwickeln
Die Jugendlichen aus vier weiterführenden Schulen des Rhein-Kreises Neuss hatten sich für das Format beworben. Sie brauchten keine fertigen Ideen, nur Neugier, Teamgeist und Lust auf praktisches Ausprobieren. In schulübergreifenden Teams entwickelten sie neue Perspektiven auf konkrete Herausforderungen und orientierten sich dabei an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen.
Von der Beobachtung zur Idee
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie aus einer Beobachtung eine konkrete Geschäftsidee werden kann. „Die Teilnehmenden haben gelernt, nachhaltige Lösungen unternehmerisch zu denken: Für wen ist die Idee gedacht? Welches Problem löst sie? Welche Ressourcen gibt es? Und woran lässt sich Wirkung messen?“, erklärt Prof. Dr. Nadine Pratt, wissenschaftliche Leiterin des Center for Innovation, Business Development & Entrepreneurship (CIBE), die an der FOM Hochschule International Management und Sustainability lehrt.
Praxisnahe Einblicke in Innovationsprozesse und Start-up-Methoden
Am dritten Tag stand eine „Innovation Design Challenge“ im Fokus. „Mithilfe der von mir entwickelten Methode ‚Purpose Launchpad‘ haben die beeindruckend engagierten Teenager und jungen Erwachsenen in Teams ihre Konzepte erarbeitet – von Purpose und Zielgruppe über Produkt und Umsetzung bis hin zu Machbarkeit und Erfolgskriterien“, beschreibt der mehrfache Start-up-Gründer und CIBE-Gründungsdirektor Prof. Dr. Dipl.-Ing. Michael Friebe. So erhielten die Teilnehmenden praxisnahe Einblicke in Innovationsprozesse und Start-up-Methoden. Dabei entwickelten die Jugendlichen unter anderem innovative Geschäftsideen gegen Einsamkeit oder für einen reflektierteren und gesünderen Umgang mit Social Media.
FOM als Impulsgeberin für Innovation
Mit dem FOM Hochschulzentrum Neuss und dem impuls.werk auf dem Areal Böhler fand das Start.LAB an zwei Orten statt, die eng mit dem Innovationsökosystem des Rhein-Kreises Neuss verbunden sind. Die FOM brachte ihre Expertise über ihre Forschungs- und Innovationszentren CIBE und KompetenzCentrums für nachhaltige Entwicklung (KCN) ein. Ein weiterer wichtiger Baustein war der Erfahrungshintergrund aus den Studiengängen „Nachhaltigkeitsmanagement“ und „Nachhaltiges Innovations- und Technologiemanagement. „Die Themen, mit denen sich die Schülerinnen und Schüler im Start.LAB beschäftigt haben, sind zentrale Zukunftsfragen – und zugleich Inhalte, die wir an der FOM seit vielen Jahren wissenschaftlich fundiert und mit engem Praxisbezug vermitteln. Es ist für unsere Wirtschaft wichtig, junge Menschen früh dafür zu begeistern, wie aus nachhaltigem Denken, technologischer Offenheit und unternehmerischem Handeln konkrete Lösungen entstehen können“, sagt Professorin Pratt.
Konzept des Gewinner-Teams: eine App zur Berufsorientierung
Den Abschluss bildete eine öffentliche Pitch-Veranstaltung am FOM Hochschulzentrum Neuss. Vor Publikum und Jury, zu der u. a. Prof. Dr. Thomas Heupel, Prorektor für Forschung an der FOM, gehörte, präsentierten die Teams ihre Geschäftsideen. Und sie erhielten professionelles Feedback. Den ersten Platz belegte Team „Future-Sparks“ mit Schülerinnen und Schülern der Wilhelm-von-Humboldt-Gesamtschule und des Bettina-von-Arnim-Gymnasiums. Ihr Konzept: eine App zur Berufsorientierung, die die Bedürfnisse Jugendlicher auf einer Plattform bündelt. Das Pilotprojekt zeigte eindrucksvoll: Zukunftsgestaltung beginnt dort, wo junge Menschen Raum bekommen, eigene Ideen zu entwickeln – und den Mut, sie vor anderen zu präsentieren.
FOM Nachhaltigkeits- und MINT-Angebote für Schülerinnen und Schüler
Die FOM Hochschule bietet in Kooperation mit dem zdi-Zentrum MINT-Netzwerk Essen regelmäßig Feriencamps und weitere Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene an. Das Start.LAB wurde gemeinsam mit dem zdi-Netzwerk Rhein-Kreis Neuss umgesetzt. Bei Interesse an Informationen zu solchen Angeboten, wenden Sie sich gern an Thomas Chrobok M.A., der am Essener zdi-Zentrum die Maßnahmen zur vertieften Berufs- und Studienorientierung im MINT-Bereich koordiniert, per E-Mail über thomas.chrobok@fom.de.