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HdWM: Studierende besuchen RomnoKher Mannheim - gesellschaftlichem Antiziganismus die Stirn bieten - Sinti und Roma als Minderheit respektieren

Pressemitteilung   •   Mai 23, 2018 16:46 CEST

(v.li.): Naemi Fast, Lena Hübner, Paul Athanasou (Studierende), Sylvia Löffler (Dozentin), Daniel Strauß (Vorsitzender Verband der deutschen Sinti und Roma), Melody Klibisch (Referentin für Kultur - und Identitätsforschung im VDSR), David Eberhardt

Zusammen mit der Dozentin Sylvia Löffler nahmen die Studierenden, unter ihnen Daniel Schneider, an einer Führung der Ausstellung „Mari Parmissi - Unsere Geschichte“ teil. Die Ausstellung umfasst thematisch die Geschichte der Abstammung der Sinti und Roma seit der ersten schriftlichen Erwähnung im fünften Jahrhundert vor Christi Geburt. Sie zeigt den gesellschaftlichen Antiziganismus in den Bereichen Religion, Politik und Wissenschaft. Es werden die Anfänge der Bürgerrechtsbewegung 1971 in London bis in die aktuelle Gegenwart, den ersten Staatsvertrag in Baden-Württemberg, aufgezeigt und thematisiert.

Melody Klibisch: Den interessierten Studierenden zahlreiche Fragen beantwortet

Melody Klibisch, Referentin für Kultur- und Identitätsforschung, führte die Gruppe durch die Ausstellung. Den interessierten Studierenden konnte sie dabei zahlreiche Fragen beantworten. Auch der Vorsitzende des Verbandes Deutscher Sinti und Roma, Daniel Strauß, fand sich bei der Studenten-Gruppe der HDWM ein und freute sich über ihr Interesse an der wechselvollen Geschichte der Sinti und Roma in Europa.

Der Besuch bei Romnokher Mannheim war durch eine Initiative der Leiterin des Studiengangs Soziale Arbeit – Integrationsmanagement, Prof. Dr. Wera Hemmerich, möglich geworden. Unterstützt wurde sie dabei von Dozentin Sylvia Löffler.Die Professorin zeigte sich hoch erfreut über das große Interesse ihrer Studierenden am Begegnungszentrum RomnoKher und an der Thematik um Sinti und Roma und gab dabei jede Unterstützung.

Die Ziele der Bewegung - Engagement von RomnoKher in der Praxis

Ziel von Romnokher ist es, eine Brücke zwischen Wissenschaft, Zivilgesellschaft und den Angehörigen der Minderheit der Sinti und Roma zu schaffen. Auf diese Weise soll zur Verständigung zwischen der Mehrheitsgesellschaft und der Minderheit beigetragen werden.

Dazu Daniel Schneider, der sich auch im Institut für soziale Nachhaltigkeit (ifsn) engagiert:Die Initiative RomnoKher organisiert Kulturveranstaltungen und macht Öffentlichkeitsarbeit für die Gruppe der Sinti und Roma, um den Dialog zwischen Minderheiten und Mehrheiten zu fördern, informiert, berät und betreut Sinti und Roma. Weiter führt sie regelmäßig Studien zur aktuellen Bildungssituation von Sinti und Roma durch und stellt die Ergebnisse einer breiten Öffentlichkeit vor“. Daraus sollen Handlungsempfehlungen für eine bessere Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit Sinti- oder Roma-Hintergrund generiert werden, um über Antiziganismus aufzuklären, Bildungsaktivitäten in Kitas und Schulen eingeschlossen.

Nationale Strategie zur Integration von Sinti und Roma in Deutschland entwickeln

Man arbeite an einer nationalen Strategie zur Integration von Sinti und Roma in Deutschland und vernetze sich auf regionaler, überregionaler und europäischer Ebene. Das geschehe mit Initiativen, Stiftungen und Einrichtungen, die mit dem Thema der Sinti und Roma befasst sind. Es gelte, zusammen mit Partnern, ein Berufsbild zu entwickeln und eine Beschäftigungsperspektive für Roma-Schulmediatoren zu etablieren.

Hildegard Lagrenne Stiftung: Unterstützende Lobbyarbeit für einen Bildungsaufbruch bei Sinti und Roma

RomnoKher hat sich auch beim Aufbau der Hildegard Lagrenne Stiftung eingebracht, deren Ziel es ist, durch finanzielle Unterstützung und Lobbyarbeit zu einem Bildungsaufbruch bei Sinti und Roma beizutragen. Hildegard Lagrenne wurde 1921 in Mannheim geboren und war Mitarbeiterin beim Zentralrat Deutscher Sinti und Roma und im Dokumentations- und Kulturzentrum des Zentralrats in Heidelberg. 1997 wurde ihr die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg verliehen.

Wolfgang Dittmann und Prof. Michael Nagy beeindruckt vom Interesse der Studierenden

Der Internationale Bund (IB), mit 14.000 Mitarbeitenden einer der größten Bildungsträger in Deutschland, ist Mehrheitsgesellschafter der HdWM. Geschäftsführer der Hochschule ist der Hochschulmanager Wolfgang Dittmann: „Der Internationale Bund unterstützt jede Form von Begegnung mit Minderheiten in unserer Gesellschaft. Gerade den Sinti und Roma ist über Jahrhunderte hinweg unsägliches Unrecht widerfahren. Dass sich Prof. Wera Hemmerich und ihre Studenten des Studienganges Soziale Arbeit – Integrationsmanagement des Themas annehmen, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden“. Der Präsident der HdWM, Prof. Dr. Michael Nagy, betont: „Dieser Studiengang wurde gemeinsam von HdWM und dem IB entwickelt und hat die Themen Integration und Inklusion im Curriculum verankert. Dass dabei ganz praxisnah auf die integrativ-sozialen Herausforderungen unserer Gesellschaft eingegangen wird, zeichnet diesen Studiengang besonders aus. Sinti und Roma verdienen unseren allergrößten Respekt. Dazu können wir alle -im aktuellen Fall insbesondere die Studierenden der HdWM - ihren ganz individuellen Beitrag leisten“.

Geschichtliches über Sinti und Roma - und was ihnen wichtig ist

Sinti und Roma gehören seit mehr als 600 Jahren zur Kultur und Gesellschaft des heutigen Deutschlands. Sie gelten als eine anerkannte nationale Minderheit. Ihre Sprache und Kultur sind durch das deutsche und europäische Recht geschützt. Die Ausgrenzung und Benachteiligung von Sinti und Roma reichen zurück bis ins Mittelalter. Die grausame Verfolgung und der Völkermord durch das nationalsozialistische Regime brachten unermessliches Leid über Sinti und Roma in unserem Land und zeigen ihre Folgen bis heute. Dieses Unrecht ist beschämend spät politisch anerkannt und noch nicht ausreichend aufgearbeitet worden. Auch der Antiziganismus ist noch immer existent und nicht überwunden. Deshalb ist es wichtig ein starkes und kontinuierliches Bündnis aufzubauen, das in die Mehrheitsgesellschaft hineinragt.

Die Hochschule der Wirtschaft für Management (HdWM) ist eine staatlich anerkannte, private Hochschule im Herzen Mannheims. Seit 2011 bietet die HdWM von Firmen geförderte Management-Studiengänge mit Bachelor- und Master-Abschluss an.

Einmaliges Studienmodell in Deutschland

Die HdWM verfolgt das Ziel, leistungsmotivierte Studierende für die Management-Anforderungen moderner Unternehmen auszubilden und so den Arbeitsmarkt der Zukunft aktiv mitzugestalten. Die Management-Studiengänge an der HdWM basieren auf einem einzigartigen Studienmodell, dem geförderten Management-Studium, das die Vorteile eines Vollzeitstudiums mit denen eines dualen Studiums kombiniert und die Stärken beider Studienformen in einem Studienprogramm bündeln. In Zusammenarbeit mit namhaften Großunternehmen sowie innovativen kleinen und mittelständischen Unternehmen wurden die Studieninhalte speziell auf die Erfordernisse des Arbeitsmarktes der Zukunft ausgerichtet.

Mit einem ganz besonderen Finanzierungskonzept, welches durch die Förderung der Partnerunternehmen ermöglicht wird, entsteht eine Gewinnsituation für alle Beteiligten. Interessenten, die an der HdWM studieren möchten, lernen eine Vielzahl unterschiedlicher Wirtschaftsunternehmen während des Studiums kennen und legen sich erst nach dem Praxissemester auf ihren zukünftigen Arbeitgeber fest. Die Partnerunternehmen schöpfen im Gegenzug aus einem Pool von qualifizierten Studierenden zukünftige Fach- und Führungsnachwuchskräfte, welche den Anforderungen im modernen Management entsprechen. 

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