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Titelbild MeshCore
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Pressemitteilung —

c’t auf YouTube: Kommunikation im Notfall

Mesh-Netz ermöglicht Chat ohne Strom

Hannover, 30. September 2026 – Bei längeren Stromausfällen droht in Deutschland auch das Mobilfunknetz auszufallen. Das Mesh-Chat-System MeshCore hält Nutzer auch ohne Internet oder Mobilfunk in Kontakt. Europas führendes IT- und Technikmagazin c’t erklärt in einem aktuellen Video auf YouTube, wie das System funktioniert, was es kostet und worauf Einsteiger achten müssen.

„Mobilfunkstandorte sind nicht flächendeckend für lange Stromausfälle abgesichert“, erklärt c’t-Redakteur Andrijan Möcker. „Viele haben Akkus, aber nur für wenige Stunden.“ Für solche Situationen wurde MeshCore entwickelt: ein alternatives Kommunikationssystem, bei dem kleine Funkmodemgeräte ein eigenständiges Netz bilden – ganz ohne zentrale Infrastruktur wie Mobilfunkmasten oder Internetserver. Die Geräte senden verschlüsselte Textnachrichten direkt untereinander weiter, bis sie beim Empfänger ankommen.

Die Einrichtung ist laut Möcker überraschend einfach: Im Video zeigt er Schritt für Schritt, wie man ein Gerät mit der MeshCore-Firmware ausstattet. Angebotene Software, MeshCore-App und Bluetooth-Verbindung zwischen Smartphone und Funkgerät helfen beim Einrichten.

Die eingesetzte LoRa-Funktechnik (Long Range) überträgt Daten langsam, dafür aber weit. In Städten sind einige hundert Meter bis wenige Kilometer möglich, zwischen erhöhten Standorten auch zweistellige Kilometerentfernungen. „Für Textnachrichten wie ‚Uns geht’s gut’ oder ‚Wir brauchen Hilfe’ reicht das aus“, sagt der Redakteur. Bilder, Sprachnachrichten oder Videos lassen sich damit nicht versenden.

Das System nutzt lizenzfreie Funkfrequenzen. Weder Anmeldung noch Prüfung sind nötig. Die Software ist kostenfrei, fertige Geräte kosten zwischen 80 und 150 Euro. Repeater auf Dächern oder Bergen leiten Nachrichten weiter und erweitern so die Reichweite. Dank Solarpanels arbeiten sie ganzjährig ohne Stromanschluss. Fertige Repeater sind zwischen 80 und 250 Euro erhältlich.

„Für echte Notfallvorbereitung reicht es nicht, die Geräte einmal einzurichten und zwei Jahre in der Schublade liegen zu lassen“, warnt Möcker. Nutzer sollten vorher Kontakte und private Kanäle anlegen, Schlüssel verteilen, Apps und Anleitungen offline herunterladen und regelmäßig üben. Auch Firmware-Updates müssen kontrolliert werden, da sich manchmal das Protokoll ändert. Akkus entladen sich langsam selbst und sollten ebenfalls geprüft werden.

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