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Cover der c't Fotografie 05/2026

Pressemitteilung

c't Fotografie: Bilder, die berühren

Drei Fotos genügen für eine Geschichte

Hannover, 7. September 2026 – Wer seine Reisefotos oder Reportagen wirkungsvoll präsentieren will, braucht keine hundert Bilder. Gezielte Aufnahmen reichen aus, um eine Geschichte zu erzählen, schreibt das Fotomagazin c't Fotografie in der neuen Ausgabe 05/2026. Entscheidend sind die richtige Auswahl und eine durchdachte Bildsprache.

„Ein gutes Foto zeigt nicht nur etwas, es lässt den Betrachter eine Geschichte erleben“, erklärt Fotograf Thorge Berger in der c't Fotografie. Das funktioniert, wenn Bilder Elemente enthalten, die die Fantasie anregen: einen klaren Protagonisten, einen entscheidenden Moment und Emotionen. Erst der Kontext schafft dabei Bedeutung. „Wenn etwas von der Umgebung sichtbar wird, erhält der Betrachter zusätzliche Informationen“, so Berger. Deshalb gelten Brennweiten von 28 oder 35 Millimetern als klassische Reportagebrennweiten.

Für eine Bilderserie genügen nach der Fachliteratur bereits drei Aufnahmen: Eine Totale beantwortet die Frage nach dem Wo, eine Halbtotale stellt die Protagonisten vor, und eine Detailaufnahme zeigt, was genau passiert.

Wer eine erweiterte Fotoreportage plant, sollte zusätzlich einen starken Aufmacher wählen, der Interesse weckt, sowie Porträts der handelnden Personen und Action-Shots, die Bewegung zeigen. Das Schlussbild bleibt besonders im Gedächtnis. Zusammen bilden diese Elemente das Grundgerüst einer überzeugenden visuellen Erzählung.

Wichtig ist eine einheitliche Bildsprache durch bewussten Einsatz von Perspektive, Licht und Komposition. Häufige Fehler: Die Aufnahme ist technisch perfekt, aber zu glatt. Es fehlt ein emotionaler Zugang oder die Motive sind austauschbar. „Jedes Bild braucht eine Aufgabe, muss eine Funktion erfüllen“, erläutert Berger.

Für gelungene Reportagen empfiehlt der Fotograf, Beziehungen zu den Protagonisten aufzubauen und genügend Zeit einzuplanen. „Wer früh vor Ort ist und die Abläufe kennt, ist besser auf entscheidende Momente vorbereitet.“ Bei Events lohnt es sich, mehrfach zu kommen und Perspektiven zu variieren. Bereits vor dem Fotografieren sollte das Veröffentlichungsmedium feststehen: Wer für Vorträge fotografiert, wählt überwiegend Querformat, für Bücher gelten andere Anforderungen.

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