Pressemitteilung -
c’t Fotografie testet Affinity
Professionelle Fotobücher ohne Baukasten
Hannover, 27. Februar 2026 – Mit der frei verfügbaren Affinity-Suite lassen sich Fotobücher professionell gestalten – unabhängig von hochpreisigen Platzhirschen und ohne Einschränkungen durch die Software der Druckanbieter, berichtet das Fotomagazin c’t Fotografie in Ausgabe 2/2026.
„Die Affinity-Suite war bisher eine günstige Alternative zu Adobes Creative Cloud“, erklärt heise+-Redakteur Daniel Berger in c’t Fotografie. „Seit der Übernahme durch Canva ist die Software komplett kostenlos.“ Alle Funktionen bleiben erhalten, die Nutzung erfordert lediglich einen Account. „Zusätzliche KI-Funktionen sind nur mit Canva Pro für 110 Euro jährlich zu haben.“
Viele Fotobuchanbieter akzeptieren professionell gestaltete PDFs als Druckvorlage. Dazu zählen Saal Digital, Cewe, Fotofabrik, WhiteWall und Blurb. Im Gegensatz zur oft eingeschränkten Software der Anbieter ermöglicht Affinity vollständige gestalterische Freiheit.
Vor dem Start sollten die technischen Vorgaben bekannt sein: Beschnittzugabe von drei bis fünf Millimetern, Auflösung mindestens 300 dpi, Farbformat RGB/8. „Wichtige Bildelemente gehören in die Bildmitte“, rät der Redakteur. Da Fotos im Druck dunkler erscheinen, sollten Bilder leicht aufgehellt werden.
Master-Seiten beschleunigen die Arbeit erheblich. Diese Vorlagen enthalten wiederkehrende Elemente wie Seitenzahlen oder Bildraster – Änderungen wirken sich automatisch auf alle zugewiesenen Seiten aus.
Bei längeren Texten zeigt Affinity seine Stärken. „Die Gestaltungssoftware der Fotobuchanbieter versagt hier oft“, kritisiert Berger. Affinity bietet professionellen Blocksatz mit automatischer Silbentrennung. Die Schriftgröße sollte mindestens 11 Punkt betragen, Text verteilt sich am besten auf zwei Spalten mit maximal 75 Zeichen pro Zeile.
Bergers Gestaltungstipps für wirkungsvolle Fotobücher: Starke Einzelmotive dürfen ganze Doppelseiten einnehmen, besonders in Layflat-Büchern kommen Panoramabilder zur Geltung. Der Wechsel zwischen mehreren kleinen Bildern und großformatigen Einzelmotiven erzeugt Spannung, großzügige Weißräume schaffen Ruhe. „Weniger ist mehr“, betont Berger zur Bildauswahl.
Vor dem Export sollte die integrierte Checkliste geprüft werden, die etwa Rechtschreibfehler auflistet. Das fertige Fotobuch wird als PDF für Druck oder im PDF/X-Format exportiert. Ein letzter kritischer Blick ins exportierte Dokument hilft, eingeschlichene Fehler zu entdecken, bevor die Datei beim Fotobuchdienst hochgeladen wird. Daniel Berger betont, dass sich der Aufwand lohnt: „Auf Papier entfalten persönliche Bilder noch einmal eine ganz besondere Wirkung.“
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