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KI-Bild: Auto lädt an einer Wallbox

Pressemitteilung -

heise online: Die neue Freiheit der E-Mobilität

Schnellladen beim Einkauf statt heimischer Wallbox

Hannover, 7. Januar 2026 ‒ Die heimische Wallbox galt lange als unverzichtbar für E-Auto-Besitzer. Warum diese Annahme überholt ist, schreibt Clemens Gleich in seinem Kommentar bei heise online. Der Anteil der Heimladungen ist von ursprünglich 85 auf nur noch 53 Prozent gesunken, zeigt eine Erhebung des Lastmanagement-Anbieters gridX. Öffentliche Schnellladestationen bieten mittlerweile eine komfortable und manchmal sogar wirtschaftlichere Alternative. In städtischen Wohnsituationen sind sie oft schlicht alternativlos.

„Deutschlands viel kritisierte Ladeinfrastruktur gehört nicht zu den Top-Problemen der E-Mobilität“, erklärt Clemens Gleich, Redakteur bei heise online. „Sie ist bereits deutlich besser ausgebaut, als viele Nichtnutzer vermuten.” Die Daten von gridX zeigen: Neben den 53 Prozent Heimladungen entfallen 19 Prozent auf das Laden am Arbeitsplatz und der Rest auf öffentliche Ladepunkte.

Die Investition in eine private Wallbox rechnet sich für viele nicht mehr. Bei einer Kostendifferenz von etwa 10 Cent pro Kilowattstunde zwischen Heimladung und öffentlichem Laden müssten rund 150.000 Kilometer gefahren werden, um die Anschaffungskosten von durchschnittlich 3.000 Euro wieder einzusparen. „Besonders in der Stadt, wo Umzüge häufiger sind, ist diese Investition oft zu unsicher“, betont Gleich. Eine Wallbox lohnt sich am schnellsten bei hoher Stromkostendifferenz. Die eigene PV-Anlage eignet sich hervorragend, um eine Wallbox rentabel zu machen. Die meisten Menschen in Deutschland leben jedoch zur Miete und können so eine komfortable Situation nicht für sich ausnutzen.

Deshalb setzen immer mehr E-Auto-Fahrer auf die stetig zugebauten DC-Schnellladestationen. „Ob ich täglich daheim anstecke oder ein-, zweimal pro Woche beim Einkaufen schnelllade, macht beim Komfort kaum einen Unterschied“, so der Experte. Selbst in ländlichen Regionen wie der Eifel funktioniert dieses Konzept mittlerweile sehr gut.

Die Entwicklung zeigt: Viele Vorbehalte gegen die E-Mobilität basieren auf veralteten Annahmen. „Wer heute ein E-Auto kaufen möchte, sollte sich an aktuellen Erfahrungen orientieren und nicht an dem Stand von vor zehn Jahren“, rät Gleich. Die Betriebskosten eines E-Autos in der Stadt liegen dank des vermiedenen Kaltstarts unter denen eines Benziners, der Ladekomfort beim Einkaufen ist gelegentlichem Tanken mindestens gleichwertig.

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