Pressemitteilung -
iX-Magazin: Digitale Identität für Europa
Vorbereitungen für die EU-Wallet ab 2027
Hannover, 24. April 2026 – Die EUDI-Wallet verspricht sichere Authentifizierung bei Behörden, Banken und Online-Diensten. Ab 2027 sollen Personalausweis, Führerschein und weitere Dokumente rechtssicher auf dem Smartphone gespeichert und europaweit genutzt werden können. Das IT-Profimagazin iX betont in Ausgabe 5/2026: Unternehmen in regulierten Branchen müssen die EUDI-Wallet ab diesem Zeitpunkt als Authentifizierungsmittel akzeptieren – und sollten ihre Systeme jetzt vorbereiten.
Die European Digital Identity Wallet (EUDI-Wallet) ist Teil der EU-Verordnung eIDAS 2.0, die alle EU-Mitgliedsstaaten verpflichtet, bis Ende 2026 eine staatlich anerkannte digitale Brieftasche bereitzustellen. „Die deutsche Umsetzung baut auf der bereits vorhandenen Ausweis-App und der eID-Funktion des Personalausweises auf“, erklärt iX-Redakteur Kornelius Kindermann. Die Wallet soll rechtssichere digitale Nachweise ermöglichen – vom Behördengang über Vertragsabschlüsse bis zur elektronischen Unterschrift.
Unternehmen müssen jetzt handeln: Finanzdienstleister, Telekommunikationsunternehmen, Energieversorger sowie Anbieter in Verkehr und Gesundheit sind ab 2027 verpflichtet, die EUDI-Wallet als Authentifizierungsmittel zu akzeptieren. „Unternehmen sollten die Wallet-Kompatibilität bei ihren Authentifizierungsprozessen zeitnah nachrüsten“, rät Kindermann.
Über 250 Unternehmen und Behörden in 25 EU-Staaten testen die Wallet bereits in Pilotprojekten. In Deutschland haben sich mehr als 75 Unternehmen aus verschiedenen Branchen verpflichtet, die Wallet in ihre Dienste zu integrieren.
Die technische Basis bildet das Identitätsprotokoll OpenID Connect. Nutzer können selbst entscheiden, welche Attribute sie freigeben möchten. „Für eine Altersverifikation reicht die Bestätigung ‚über 18’, ohne dass Geburtsdatum oder Name übermittelt werden müssen“, beschreibt der iX-Redakteur. Diese Datensparsamkeit unterscheidet die Wallet von herkömmlichen Ausweiskontrollen. Verschlüsselte Speicherung im Smartphone-Prozessor, Sperrfunktion bei Verlust und Zugriff per Code oder Biometrie gewährleisten Sicherheit.
Neben Ausweisdokumenten sind weitere Anwendungsfälle denkbar: Kontoeröffnung, elektronische Vertragsunterzeichnung, Hochschuleinschreibung oder Steuererklärung. Auch für Altersverifikationen in sozialen Medien könnte die Wallet die technische Grundlage bieten. Kindermann fasst zusammen: „Die EUDI-Wallet verspricht nicht nur Bürokratieabbau in Deutschland, sondern könnte die Basis für gesamteuropäische Vereinfachungen liefern.“
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