Pressemitteilung -
Make: Retro-Telefon mit KI-Anbindung
ChatGPT im Wählscheibentelefon
Hannover, 7. April 2026 – Abheben, Nummer wählen, plaudern – wie früher. Nur dass am anderen Ende keine Person antwortet, sondern eine künstliche Intelligenz. Das DIY-Magazin Make zeigt in Ausgabe 2/2026, wie sich ein Wahlscheibentelefon aus den 1980ern für rund 100 Euro in einen sprechenden KI-Gesprächspartner verwandeln lässt.
Die Bedienung bleibt komplett nostalgisch. Nach dem Einschalten klingelt das Telefon mit seiner Original-Klingel. Wer den Hörer abnimmt, hört das klassische Freizeichen. Jede gewählte Ziffer von 1 bis 9 verbindet mit einer anderen virtuellen Persönlichkeit: einem Hamburger Fischhändler, der frischen Lachs anpreist, einer Berliner Gärtnerin oder einem französischen Gourmetkoch.
„Die KI reagiert in Echtzeit”, erklärt Akos Fodor, leitender Redakteur beim Make-Magazin. „Man kann sie unterbrechen, dazwischenrufen und die Richtung wechseln. Dadurch entsteht ein flüssiges Gespräch – fast so, als würde wirklich jemand am anderen Ende der Leitung sitzen.”
Ein Beispielgespräch zeigt, wie natürlich das funktioniert: Der Anrufer bestellt beim virtuellen Fischhändler Hein ein halbes Kilo Lachs. Die KI fragt nach der Zubereitung, empfiehlt Zitronensaft und Dill, nennt den Preis und verabschiedet sich mit „Ahoi”. Sagt man mittendrin „Nein, erzähl’s mir lieber einfacher”, passt sich die KI sofort an.
Die Anwendungsmöglichkeiten gehen über Unterhaltung hinaus. Für Kindergeburtstage lassen sich Märchenfiguren programmieren, die mit den Kindern sprechen. In der Altenbetreuung könnte das vertraute Bedienkonzept älteren Menschen den Zugang zu KI-Assistenten erleichtern – ganz ohne komplizierte Menüs oder Touchscreens. Schulen könnten historische Persönlichkeiten zum Leben erwecken. Der Autor arbeitet bereits an einem interaktiven Krimi-Dinner
Technisch steckt in dem nostalgischen Gehäuse der Minicomputer Raspberry Pi, der die Impulse der Wahlscheibe auswertet und mit dem KI-Dienst OpenAI kommuniziert. Die Original-Klingel, das Mikrofon und der Lautsprecher bleiben erhalten. Der Umbau dauert etwa drei Stunden und erfordert Löterfahrung.
Die laufenden Kosten bleiben überschaubar: Ein dreiminütiges Gespräch kostet etwa vier Cent. Voraussetzung ist ein Account beim KI-Anbieter OpenAI. Alle Bauanleitungen und Programmcodes stellt das Make-Magazin frei zur Verfügung.
„Der Umbau zeigt, wie sich vertraute Alltagsgegenstände mit moderner Technologie neu beleben lassen”, sagt Fodor. „Ein Bedienkonzept, das jeder kennt, wird zur Brücke in die Welt der künstlichen Intelligenz.“
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