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Wenn Materialien Prozesse bestimmen

In der Metallverarbeitung sind Effizienz und Sicherheit bei der Handhabung von feinen oder schwer fließenden Metallpulvern von zentraler Bedeutung – besonders dann, wenn sie zum Verklumpen oder zur Staubbildung neigen. Minebea Intec hat für Egyptian Ferro Alloys ein automatisiertes Wägesystem realisiert, das die präzise Abfüllung von Metallpulvern aus Silos zuverlässig und effizient ermöglicht.

Als einer der führenden Produzenten von Ferrosilizium und anderen metallurgischen Zusatzstoffen beliefert Egyptian Ferro Alloys Company internationale Abnehmer in der Stahl- und Gießereiindustrie. Die pulverförmigen Erzeugnisse kommen unter anderem bei der Entschwefelung, Entoxidation und Legierung von Stahl zum Einsatz – zentrale Prozessschritte für die Qualität und Haltbarkeit metallischer Werkstoffe. Damit diese Zusatzstoffe ihre Wirkung voll entfalten können, müssen sie exakt dosiert und zuverlässig verarbeitet werden. Genau hier liegen die Herausforderungen: Die Materialien sind schwer, zum Teil stark haftend und stellen hohe Anforderungen an die Siloverwiegung. Präzise Messergebnisse und maximale Prozesssicherheit sind unverzichtbar – denn schon kleinste Abweichungen können die Produktionsqualität maßgeblich beeinflussen. Aus diesen Gründen hat Egyptian Ferro Alloys Company von manuellen auf vollautomatische Dosierprozesse umgestellt.

Ursachenanalyse und Systemanpassung für einen stabileren Abfüllprozess

Ziel des Projekts war es, den fehleranfälligen manuellen Abfüllprozess durch ein vollständig automatisiertes System zu ersetzen, das sowohl höchste Genauigkeit als auch Bedienkomfort bietet. In der Analysephase wurden zunächst die Ursachen für die Ineffizienzen identifiziert – darunter Schwankungen bei der Pulverdosierung und Probleme beim Handling klebriger Materialien. Daraufhin entwickelte Minebea Intec gemeinsam mit seinem Partnerunternehmen EAST für den Kunden ein speziell angepasstes Silosystem mit automatisierter Materialzufuhr.

Komponenten, Prozessvalidierung und Systemstart

Um eine zuverlässige und präzise Verwiegung sicherzustellen, wurde das System mit hochwertigen Komponenten ausgestattet. Die robuste Biegestabwägezelle PR 77/100 kg C3MR überzeugt mit einer Genauigkeitsklasse C3 nach OIML R60. Auch unter typischen Herausforderungen der Metallindustrie – etwa starken Vibrationen, hohen Temperaturen, abrasiven oder klebrigen Materialien, Staub sowie intensiven Hochdruck-Reinigungen – liefert sie zuverlässig präzise Messergebnisse. Auf Basis dieser Messwerte übernimmt der Wägecontroller Maxxis 4 die zentrale Steuerung des Abfüllvorgangs. Er verfügt über moderne Kommunikationsschnittstellen und ist mit der IBC-Fülllizenz ausgestattet – einer Softwarefunktion, welche die automatisierte, normgerechte Steuerung und Überwachung von Befüllprozessen in Intermediate Bulk Containern (IBCs) ermöglicht, inklusive Toleranzprüfung, Protokollierung und Rückverfolgbarkeit. Nach umfangreichen Tests zur Prozesssicherheit wurde die Anlage erfolgreich in Betrieb genommen. Schulungen für das Bedienpersonal rundeten das Projekt ab.

Das Ergebnis: Ein stabiler, effizienter und sicherer Abfüllprozess, der den Anforderungen der industriellen Pulververarbeitung in jeder Hinsicht gerecht wird.

Durch die Automatisierung des Abfüllprozesses erzielt unser Kunde messbare Vorteile: Präzise Dosierung, geringere Materialverluste und mehr Sicherheit im täglichen Betrieb.“
Beshoy Kamel, Projektmanager, EAST

INFOBOX

Die wichtigsten Fakten
Die manuelle Pulverbefüllung verursachte Messfehler, Materialverluste und gefährdete die Arbeitssicherheit. Durch ein automatisiertes Abfüllsystem mit der Wägezelle PR 77/100 kg C3MR, dem Wägecontroller Maxxis 4 und IBC-Fülllizenz wurden Genauigkeit, Effizienz und Sicherheit deutlich verbessert – bei gleichzeitiger Reduzierung der Kosten.

Anwendungen & Produkte
Das System dient der automatisierten Verwiegung und Abfüllung von klebrigem Siliciumoxidpulver in der Metallverarbeitung. Eingesetzt werden die robuste Wägezelle PR 77/100 kg C3MR, ein 30 m Anschlusskabel PR 6135/31 sowie der Wägecontroller Maxxis 4 mit IBC-Fülllizenz und flexiblen Schnittstellen für eine nahtlose Integration.

  • Wägezelle PR 77/100 kg C3MR
  • Anschlusskabel PR 6135/31
  • Wägecontroller Maxxis 4
  • IBC-Lizenz für Einkomponentenabfüllung

Kundennutzen

  • Automatisierte Prozesse sorgen für schnelle und fehlerfreie Abfüllung
  • Präzise Füllmengensteuerung reduziert Materialverluste und Personalaufwand
  • Weniger manuelle Handhabung, geringere Unfallrisiken
  • Einfach auf ähnliche Pulverstoffe übertragbar

Der Kunde
Die Egyptian Ferro Alloys Company, gegründet im Jahr 1972, ist ein führender Hersteller von Silicium-basierten Produkten für die Metallindustrie. Das Unternehmen beliefert internationale Märkte und setzt bei der Produktion auf moderne, effiziente und sichere Verfahren. Mit dem neuen Wägesystem verfolgt das Unternehmen konsequent sein Ziel, Qualität, Arbeitsschutz und Automatisierung weiter zu optimieren.

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Minebea Intec ist ein weltweit führender Hersteller industrieller Wäge- und Inspektionstechnologien. Mit Hauptsitz in Hamburg bietet das Unternehmen Produkte und Dienstleistungen, die seit mehr als 150 Jahren für Innovation, Performance und Zuverlässigkeit stehen. Das Produktportfolio beinhaltet u.a. hochauflösende Plattformwaagen, Wägezellen, Behälter- und Silowaagen, Kontrollwaagen, Metalldetektoren, Röntgen- und visuelle Inspektionssysteme sowie intuitive Softwarelösungen. Über 1.000 Mitarbeiter an 18 Standorten erhöhen die Präzision und Effizienz von Wäge- und Produktionsprozessen industrieller Kunden. Ein Netzwerk von über 200 Partnern in 72 Ländern ergänzt die Vertriebs- und Service-Standorte des Global Players. Die Leistungsstärke und ausgeprägte German Quality spiegeln sich im Markenversprechen „the true measure“ wider.
Minebea Intec ist Teil der MinebeaMitsumi Gruppe, einem führenden Anbieter für hochpräzise Fertigungsteile wie Kugellager oder Motoren sowie hochwertige elektronische Komponenten wie Sensoren, Antennen und IoT Lösungen. Der Konzern mit Hauptsitz in Tokio und weltweit rund 84.000 Mitarbeitenden meldete für das Geschäftsjahr 2025 einen konsolidierten Nettoumsatz von 1.522.703 Millionen Yen (ca. 9,3 Milliarden Euro).

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