Pressemitteilung —
Wie geht es weiter mit dem Naturschutz in der Energiewende? KNE-Konferenz 2026
Fachleute tauschten sich zu Fragen der naturverträglichen Energiewende aus
Auf der KNE-Konferenz 2026 diskutierten mehr als 200 Fachleute über aktuelle und drängende Fragen rund um den Ausbau der erneuerbaren Energien und den damit verbundenen Belangen des Naturschutzes. Die Konferenz fand am 2. und 3. Juni in Berlin statt und bot Raum für Austausch, Information und Vernetzung.
Wie lassen sich die Ausbauziele der erneuerbaren Energien mit dem Natur- und Artenschutz in Einklang bringen? Wie wirken sich die aktuellen politischen Entwicklungen, die veränderte Rahmenbedingungen für die Energiewende mit sich bringen, darauf aus? Welche neuen Herausforderungen zeichnen sich ab und welche Lösungen gibt es? Zu diesen und zahlreichen weiteren Themen informierten sich rund 200 Fachleute aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Naturschutz und Energiewirtschaft auf der KNE-Konferenz 2026. Diese fand unter der Überschrift „Wie geht es weiter mit dem Naturschutz in der Energiewende?“ statt.
Von Artenhilfsprogramm bis Moor-PV
„Gerade in einer Phase grundlegender politischer Weichenstellungen ist es wichtig, miteinander ins Gespräch zu kommen und Wissen auszutauschen, voneinander zu lernen und gemeinsam praktikable und tragfähige Lösungen zu entwickeln“, betonte KNE-Direktor Bernt Farcke. „Die KNE-Konferenz hat dafür den passenden Rahmen geboten und viele Akteurinnen und Akteure aus unterschiedlichen Bereichen der naturverträglichen Energiewende zusammengebracht.“
Zum Auftakt der Konferenz diskutierten Dr. Christine Falken-Großer, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands Erneuerbare Energie e. V. (BEE), Florian Schöne, Geschäftsführer des Deutschen Naturschutzrings (DNR), Dr. Susan Krohn, Unterabteilungsleiterin im Bundesumweltministerium sowie Prof. Dr. Peter Weingarten vom Thünen-Institut über die Frage: „Wie geht es im Jahr 2026 weiter mit dem Naturschutz in der Energiewende?“ Auf dem Podium beleuchteten die Panellisten die wichtigsten Entwicklungen und stellten Erwartungen aus ihrer jeweiligen Perspektive vor.
„Die Diskussion hat gezeigt, wie groß die Sorgen in Bezug auf aktuelle Gesetzesvorhaben sowohl in den Branchen der erneuerbaren Energien als auch im Naturschutz sind: Naturschutzakteure sehen die Grundfesten des Naturschutzes durch den möglichen Wegfall des Vorrangs der Realkompensation erschüttert. Sie befürchten, dass es schwierig werden wird, aus den Ersatzgeldern „wieder Natur zu machen“. Die Branchen der Erneuerbaren glauben, dass der Redispatch-Vorbehalt, wie er gegenwärtig politisch lanciert wird, dem Ausbau massiven Schaden zufügen und die Ziele für das Jahr 2030 unerreichbar machen würde. Gemeinsam bangt man um die Rolle der Dach-PV in der geplanten Novelle des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes“, erklärte Dr. Mathis Danelzik, Moderator der Diskussion und Leiter der Dialoggestaltung am KNE.
Darüber hinaus standen zehn Fachveranstaltungen mit Vorträgen und Diskussionsrunden auf dem Programm. Themen waren etwa das Nationale Artenhilfsprogramm, Moor-Photovoltaik als Chance für die Wiedervernässung, Aktuelles zu Schutzmaßnahmen für Vögel an Windenergieanlagen oder technische Neuerungen beim Biodiversitätsmonitoring im Solarpark. Die Konferenz bot außerdem viel Raum für Vernetzung und Austausch zwischen den unterschiedlichen Akteursgruppen.
Weitere Informationen zur Konferenz finden Sie auf der Seite der KNE-Konferenz 2026. Dort veröffentlicht das KNE in Kürze außerdem Konferenzmitschnitte, eine Bildergalerie und Kurzinterviews mit Referentinnen und Referenten.
Fotos: Peter-Paul Weiler
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Das KNE unterstützt den naturverträglichen Ausbau der erneuerbaren Energien. Wir versachlichen Debatten über die Naturverträglichkeit der Energiewende und helfen, Konflikte mit dem Natur-, Arten- und Landschaftsschutz zu vermeiden. Das KNE berät, informiert und organisiert Dialog und Austausch. Wenn es beim Ausbau der erneuerbaren Energien zu Konflikten kommt, vermitteln wir speziell ausgebildete Mediatorinnen und Mediatoren. Das KNE ist eine von der Umweltstiftung Michael Otto getragene und vom Bundesumweltministerium finanzierte Einrichtung.
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