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Beim Trinken ist nicht alleine die richtige Menge entscheidend. Foto: SIGNAL IDUNA

Blog-Eintrag

Beim Trinken ist nicht allein die Menge entscheidend: Die Sommer-Balance

(Juli/August 2026) Im Sommer lautet der vielfach erteilte Rat, so viel wie möglich zu trinken. Die Notwendigkeit, nicht nur in der heißen Jahreszeit ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, ist unumstritten. Doch Sport- und Ernährungsmediziner weisen darauf hin, dass falsches Trinkverhalten den Körper im Alltag sogar belasten statt entlasten kann.

Das Geheimnis eines stabilen Sommer-Kreislaufs liegt in einem ausgeglichenen Elektrolythaushalt des Körpers. Durch starkes Schwitzen verliert der Organismus wertvolle Mineralsalze, insbesondere Natrium. Wird dem Körper nun in kurzer Zeit ausschließlich natriumarmes Leitungswasser in großen Mengen zugeführt, führt dies zu einem Verdünnungseffekt im Blut. Extreme Komplikationen wie eine echte Wasservergiftung sind im normalen Alltag sehr selten. Allerdings führt ein akuter Mineralstoffmangel bei vielen Menschen zu spürbaren Alltagsbeschwerden wie Schlappheit, Schwindel oder anhaltenden Kopfschmerzen. Diese Symptome werden leicht als Folge von Flüssigkeitsmangel gedeutet, woraufhin noch mehr Wasser getrunken wird.

Die gesunde Niere eines Erwachsenen kann pro Stunde maximal knapp einen Liter Flüssigkeit verarbeiten. Größere Mengen belasten das Herz-Kreislauf-System unnötig und werden ungenutzt wieder ausgeschieden, wobei wichtige Mineralstoffe zusätzlich ausgespült werden.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für gesunde Erwachsene im Alltag täglich rund 1,5 Liter trinken. bei extremer Hitze und körperlicher Arbeit deutlich mehr. SIGNAL IDUNA rät, dafür über den Tag verteilt regelmäßig kleinere Portionen zu sich zu nehmen. Insbesondere, wenn man stark schwitzt, sind natriumreiche Mineralwasser oder Fruchtsaftschorlen im Verhältnis von einem Teil Saft zu drei Teilen Wasser ideal. Sie führen dem Organismus die perfekte Kombination aus Flüssigkeit und Elektrolyten zu, halten den Kreislauf stabil und verhindern, dass der Mineralstoffhaushalt unbemerkt aus der Balance gerät.

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