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Großer Festakt an der Schlei – Stiftung Louisenlund feiert ihren 70. Geburtstag und beschreitet neue Wege in der Bildung

Pressemitteilung   •   Jun 25, 2019 13:46 CEST

Vorstandsvorsitzende der Stiftung Louisenlund, Ingeborg Prinzessin zu Schleswig-Holstein, erklärt ihrer Mutter, Marie Alix Herzogin zu Schleswig-Holstein, das Model mit den Neubauvorhaben.

Deutschland braucht Schulen, die das Lernen in den Fokus stellen, die Neugier, Kompetenzen und soziale Intelligenz fördern. Es geht um eine andere Art von Schule, in der bewährte Konzepte mit eigenen Erfahrungen kombiniert werden.

Aufbruch – Bildung der Zukunft

Das Symposium fand unter dem Titel „Bildung der Zukunft“ vor ca. 200 geladenen Gästen statt, und wurde von Dr. Josef Joffe, Herausgeber der ZEIT, moderiert. Neben Prof. em. Dr. Dr. Dr. Wassilios E. Fthenakis, Ehrenpräsident des Didacta Verbandes und Professor für Entwicklungspsychologie an der Freien Universität Bozen, waren Prof. Dr. Gabriele Oettingen, Professorin der Psychologie an der New York University, Dr. Kerstin Tschekan, Schulleiterin des Gymnasiums Louisenlund sowie Adrienne Fischer, Managing Director an der XU Exponential University of Applied Sciences i.Gr. in Potsdam als Gäste auf dem Podium vertreten. Die Keynotes und die anschließende Diskussion waren inhaltlich von aktuellen Bildungsthemen getrieben sowie von der Frage, wie die Bildung in der Zukunft in Deutschland konkret aussehen sollte. Dabei spielten die neuartigen Konzepte und Ideen der Stiftung Louisenlund eine wesentliche Rolle in der Debatte.

Prof. Wassilios E. Fthenakis freute sich über den ehrgeizigen Vorstoß der Stiftung Louisenlund und zeigte sich begeistert von den innovativen Ideen, eines für das 21. Jahrhundert zukunftsfähigen Bildungskonzeptes. „Die Welt verändert sich tiefgreifend und mit einer noch nie da gewesenen Beschleunigung. Deshalb benötigen wir fortschrittliche, zukunftsweisende Bildungskonzepte und Bildungsinstitutionen, die bereit sind, längst fällige Reformen konsequent und Evidenz basierend einzuleiten, um das Bildungssystem zu modernisieren. All das gibt es hier in Louisenlund.“

Prototypische Lösungen für das gesamte Bildungssystem

„Die Stiftung Louisenlund wandelt sich und bündelt für diesen Prozess ihre professionellen pädagogischen Kompetenzen und Internatserfahrungen der letzten 70 Jahre und wird somit innovative Wege in der Bildung gehen“, sagte Ingeborg Prinzessin zu Schleswig-Holstein, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Louisenlund, zu Beginn der Veranstaltung. Christian Graf von Brockdorff, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands ergänzte: „Wenn wir Bildung auf höchstem Niveau anbieten möchten, dann müssen auch die Rahmenbedingungen stimmen. Diese schaffen wir nun hier in Louisenlund.“ Dabei setzt die Stiftung wirksame prototypische Lösungen für das gesamte Bildungssystem um und erzeugt dabei einen einmaligen Erfahrungsschatz für andere mutige Schulen in Deutschland.

28 Millionen Euro Invest für die Bildung

Ein neues Lernzentrum und Wohngebäude – die Investitionssumme beträgt knapp 28 Millionen Euro – werden die notwendige Transformation des schulischen Unterrichts und der Pädagogik ermöglichen und sollen für Schulen und Internate in Deutschland und darüber hinaus prototypischen Charakter haben. „Damit eine wegweisende Architektur des Lernens und Lebens entstehen konnte, haben wir unsere Erfahrungen aus 70 Jahren Pädagogik durch wissenschaftlich fundierte, kompetenzorientierte Lernstrategien ergänzt und aktualisiert. Die neuen Lern- und Lebensräume ermöglichen inhaltlich und organisatorisch durchdachte Nutzungskonzepte für agiles, zukunftsoffenes schulisches Handeln“, erklärte Dr. Peter Rösner, Leiter der Stiftung Louisenlund den Gästen und enthüllte zugleich ein Modell der geplanten Neubauten. Individuelles Lernen mit Kompetenzorientierung und Tiefenstruktur können dort in aufeinander abgestimmten Lernsituationen umgesetzt werden. Althergebrachte Klassenstrukturen werden dabei aufgebrochen. Dr. Kerstin Tschekan, Schulleiterin des Gymnasiums und Ideengeberin des neuen Bildungskonzeptes sprach davon, dass „Louisenlund ein Ort zielgerichteter pädagogischer Konzepte sein wird und darüber hinaus ein Erfahrungslabor für heute noch seltene, aber höchst wirkungsvolle Organisationsformen schulischen Unterrichts.“

Louisenlund ist Internat, Ganztagsgymnasium, IB World School sowie Grundschule. Seit 1949 führt die Stiftung Louisenlund junge Menschen zur allgemeinen Hochschulreife und ist heute staatlich anerkanntes Gymnasium. Neben dem Abitur bietet Louisenlund auch einen englischsprachigen Schulabschluss an: das International Baccalaureate Diploma (IB). Der Abschluss ermöglicht Schülern neben dem deutschen auch einen weltweiten Hochschulzugang. Darüber hinaus ist Louisenlund als Round Square Schule weltweit mit über 200 Schulen vernetzt. 2015 hat die Stiftung Louisenlund ihr Bildungsangebot um eine Halbtagsgrundschule für Schüler aus der Region erweitert und ermöglicht somit eine lückenlose Schulbildung von der 1. Klasse bis zur Hochschulreife. Seit 2016 fördert Louisenlund als plus-MINT Talentzentrum begabte MINT-Schülerinnen und Schüler und bietet als erstes Internat Norddeutschlands das spezielle plus-MINT Talentförderprogramm von MINT-Talenten an. Derzeit besuchen knapp 440 Schülerinnen und Schüler Louisenlund. Davon sind 320 Schülerinnen und Schüler intern (Internat) und 120 Schülerinnen und Schüler extern.

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