Pressemitteilung -
swa entfernen mysteriöses Rohr im Kuhsee-Überlauf am Hochablass
Für die neue Fischaufstiegsanlage am Hochablass für Fische und Kleinlebewesen im Lech beginnen die Stadtwerke Augsburg (swa) am Montag, 16. Februar mit vorbereitenden Arbeiten im Bereich des Überlaufs des Kuhses vor dem Hochablass-Wehr. Ein Rohr in diesem Bereich mit einem Durchmesser von einem Meter wird entfernt bzw. verfüllt. Dazu wird ein Bagger in dem Auslaufbereich des Kuhsees zwischen dem schmalen Fußgängersteg entlang des Lechs und dem Ufer bei dem Kiosk eingesetzt.
Beim Bau des Wasserkraftwerks wurde 2014 unterhalb des Wehrs ein Rohr gefunden, das es dort eigentlich nicht geben dürfte und dessen Zweck zunächst unklar war. Aufwendige Untersuchungen mit Hilfe eines Tauchers haben ergeben, dass das Rohr wohl im Erdreich bis in die Mitte des Kuhses führt und ursprünglich als Auslauf des Sees gedacht war. Nachdem das Rohr in seinem Verlauf erheblich beschädigt und auch eingebrochen ist, wurde es von allen beteiligten Behörden als verzichtbar eingestuft. Im Vorfeld der Arbeiten für die neue Fischaufstiegsanlage wird nun dieses Rohr in diesem Bereich vor dem Hochablasswehr entfernt bzw. mit Beton verfüllt.
Mit Hilfe der neuen Fischaufstiegsanlage werden Fische und Kleinlebewesen zum ersten Mal seit mindestens 120 Jahren den Höhenunterschied von rund siebeneinhalb Metern am Hochablass überwinden können. Die swa werden nach Abschluss der Arbeiten der Stadt Augsburg am Fußgängersteg mit dem Bau der Fischaufstiegsanlage beginnen. Die Bauzeit wird voraussichtlich rund eineinhalb Jahre dauern und ist abhängig von der Anzahl und Häufigkeit der Hochwasserereignisse. Bei möglichem Hochwasser müssen die Arbeiten unterbrochen werden.
Während der Bauzeit wird es punktuell Einschränkungen wegen des Bauverkehrs und des notwendigen Baufeldes, etwa mit Errichtung eines Krans geben. Der Übergang über den Hochablass soll möglichst gewährleistet bleiben - mit kurzen Unterbrechungen muss jedoch gerechnet werden. Die Bauarbeiten erfolgen zu den normalen Tageszeiten und Lärmbelästigungen für die Anwohner sollen möglichst gering sein. Ganz zu vermeiden sind diese etwa beim Einrammen von Spundwänden jedoch nicht.
Vor rund 120 Jahren wurde der Hochablass ähnlich seiner heutigen Form gebaut. Bereits im 14. Jahrhundert wurde wegen der Ableitungen des Lechs in die Stadt an der Stelle des Hochablasses eine Barriere im Lech errichtet, die seitdem für Fische und Kleinlebewesen ein unüberwindliches Hindernis darstellte – bis heute.
Die Planung der neuen Fischaufstiegsanlage begann 2013 gleichzeitig mit dem Bau des Wasserkraftwerks am Hochablass. Aufgrund von verschiedenen Auflagen aus den Genehmigungsbehörden, der Fischereifachberatung sowie dem UNESCO Welterbe Koordinationsbüro musste die Planung mehrmals überarbeitet und an den neusten Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Funktionsweise solcher Anlagen angepasst werden.
Bildunterschrift:
Die swa entfernen ein Rohr, das im Untergrund des Kuhsee-Überlaufs zwischen Lechsteg (rechts) und dem Kiosk (links) liegt.
Foto: swa / Jürgen Fergg
Themen
Kategorien
Regionen
Stadtwerke Augsburg Holding GmbH, Hoher Weg 1, 86152 Augsburg
Stabsstelle Kommunikation und Contentmarketing