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KI-Update für die Kommunikationsbranche
Themen
- Wie KI-Bilder unsere Wahrnehmung verändern
- KI-Nutzung der Gen Z
- Die Mischung macht’s: KI und Menschlichkeit im Zusammenspiel
- Weniger KI-Skepsis als gedacht: Deutschland zeigt sich aufgeschlossen
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Unser KI-Praxistipp: Last-Minute-Geschenke mit KI? Wir haben den Test gemacht
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Wie KI-Bilder unsere Wahrnehmung verändern
(KI-generiertes Fake-Bild: Stuttgart Schneefall im September)
Artikel FAZ: Artikel lesen
KI-generierte Bilder und Videos tauchen inzwischen überall im Netz auf und machen es immer schwieriger, echte von künstlichen Inhalten zu unterscheiden. Studien belegen: Menschen können KI-Content nicht zuverlässig erkennen – die Trefferquote liegt nur bei etwa 50 Prozent. Das schwindende Vertrauen in visuelle Inhalte kann dazu führen, dass wir weniger sicher darin werden, einzuordnen, was echt ist und was nicht. Expert:innen warnen daher vor gesellschaftlichen Risiken. Sie fordern technische Kennzeichnungen sowie mehr Medienkompetenz, um Missverständnisse und gezielte Manipulation einzudämmen.
Take-away für die Kommunikation:
Der Umgang mit KI-generierten Bildern wird zum Glaubwürdigkeitsfaktor. Unternehmen sollten transparent kennzeichnen, wenn Bilder künstlich erzeugt wurden – nur so bleibt Kommunikation nachvollziehbar und vertrauenswürdig. Wichtig ist außerdem: KI-Bilder können starke Reaktionen auslösen. Daher gilt: Vor dem Einsatz prüfen, ob KI-generierte Visuals zur Zielgruppe, zur Botschaft und zum Kontext passen.
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KI-Nutzung der Gen Z
(Bild: karola g / pexels)
Artikel Meedia: Artikel lesen
Die JIM-Studie 2025 zeigt: KI ist für Jugendliche zum alltäglichen Standardwerkzeug geworden. 91 Prozent der 12- bis 19-Jährigen nutzen mindestens ein KI-Tool, vor allem für Informationssuche und schulische Themen. ChatGPT liegt dabei direkt hinter Google als wichtigstes Tool. Gleichzeitig berichten viele Jugendliche davon, regelmäßig auf Fake News oder fehlerhafte Inhalte zu stoßen.
Take-away für die Kommunikation:
Für Unternehmen bedeutet der starke KI-Gebrauch junger Zielgruppen: Kommunikation findet zunehmend über KI-Suchen statt. Inhalte müssen so gestaltet sein, dass KI-Tools sie korrekt aufnehmen, einordnen und wiedergeben können – klar strukturiert, aktuell, verständlich. Wer junge Menschen erreichen will, sollte zudem bedenken, dass KI für sie ein primärer Informationsfilter ist. Glaubwürdige, verlässliche und gut auffindbare Inhalte und Informationen werden damit zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor, besonders in einer Umgebung, in der Fehlinformationen leicht entstehen können.
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Die Mischung macht’s: KI und Menschlichkeit im Zusammenspiel
(Bild: cottonbro studio / pexels)
Artikel Meedia: Artikel lesen
Das Marktforschungsunternehmen Kantar identifiziert zehn zentrale Marketingtrends für 2026 und viele davon drehen sich um den wachsenden Einfluss von KI. Marken stehen vor der Aufgabe, technologische Innovation mit ihrer eigenen Identität zu verbinden. KI-Agenten, algorithmische Empfehlungen und KI-basierte Suche bestimmen zunehmend, wie Menschen mit Marken interagieren und Generative Engine Optimization (GEO) gewinnt an Bedeutung. Aber: Authentizität, Kreativität und menschliche Verbindungen sind weiterhin entscheidend für Markenstärke und Vertrauen.
Take-away für die Kommunikation:
Unternehmen sollten KI aktiv nutzen, um kreativer, schneller und relevanter zu werden – aber ohne den menschlichen Kern ihrer Marke zu verlieren. Entscheidend wird, Inhalte so zu gestalten, dass sie sowohl für Menschen als auch für KI-Systeme funktionieren: Klar, konsistent, markentypisch und so aufbereitet, dass KI-Modelle sie zuverlässig erfassen und wiedergeben können. Gleichzeitig gilt: Menschliche Nähe, Empathie und authentisches Storytelling bleiben der Wettbewerbsvorteil, den KI nicht ersetzen kann.
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Weniger KI-Skepsis als gedacht: Deutschland zeigt sich aufgeschlossen
(Bild: YouGov)
Studie YouGov: Artikel lesen
Eine internationale YouGov-Umfrage zeigt: Deutschland gehört zu den KI-offensten Ländern. Ein Drittel der Bevölkerung bewertet KI positiv (34 %), nur 28 % negativ – ein vergleichsweise niedriger Wert. Länder wie die USA, Großbritannien, Australien oder Kanada sind deutlich kritischer. Zudem glauben 35 % der Deutschen, dass KI der Gesellschaft eher Vorteile bringt. Gleichzeitig bestehen vor allem beim Thema Arbeitsplätze weiterhin Sorgen, ähnlich wie in den meisten anderen Ländern.
Take-away für die Kommunikation:
Die Ergebnisse widerlegen das Klischee einer grundsätzlich KI-feindlichen deutschen Öffentlichkeit. Für Unternehmen und Kommunikator:innen bedeutet das: KI-Themen stoßen in Deutschland auf mehr Offenheit, als häufig angenommen wird. Das schafft Spielräume für innovative Anwendungen, transparente Kommunikation und praxisnahe Beispiele, die Nutzen und Chancen sichtbar machen. Entscheidend ist, Sorgen aktiv aufzugreifen und mit klaren, verständlichen Botschaften zu adressieren.
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Unser KI-Praxistipp
(Bild: iris / pexels)
Last-Minute-Geschenke mit KI? Wir haben den Test gemacht
Laut einer Studie des Marktforschers NIQ lassen sich bereits 29 Prozent der Menschen bei der Geschenkesuche von KI-Tools inspirieren. Also wollten wir wissen: Funktioniert das wirklich?
Kurz gesagt: Ja – aber nur mit dem richtigen Prompt und idealerweise mit mehreren Modellen.
Wir haben ChatGPT, Claude und Gemini gebeten, ein Geschenk für die Schwiegermama zu finden. Die erste Anfrage – „Mache mir Vorschläge für Weihnachtsgeschenke für meine Schwiegermama unter 50 €“ – führte erwartungsgemäß zu sehr generischen Ideen. Pralinen und Handcreme – darauf kommen wir auch allein.
Das Learning: Je präziser die Beschreibung der Person, desto persönlicher und passender die Vorschläge.
Unser finaler Prompt lautete:
„Ich brauche ein Weihnachtsgeschenk für meine Schwiegermama. Sie mag gerne Pflanzen, gesunde Ernährung, Kochen, Yoga und Hunde. Sie ist eine ruhige, ausgeglichene Person und ein Familienmensch. Das Geschenk soll nicht mehr als 50 € kosten. Es ist wichtig, dass es noch vor dem 24. Dezember ankommt (heute ist der 10.12.). Mache mir drei Vorschläge, die sie begeistern würden.“
Mit diesem Kontext lieferten alle drei KI-Modelle gute Ideen und genau darin liegt der Trick:
Wer mehrere KIs befragt, bekommt eine größere Auswahl und kann sich das beste Ergebnis aussuchen.
Unsere Top 3 am Ende:
- Fermentier-Set für Kimchi oder Sauerkraut
- Meditationskissen (Zafu) oder ein Relax-Augenkissen
- Selbstbewässernder Kräutertopf bzw. Kräuter-Starterset
Klingt ziemlich passend, oder?