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KI-Update für die Kommunikationsbranche
Themen
- Werbung in ChatGPT: OpenAI startet Testphase
- KI-Werbung kann mit menschlicher Kreation mithalten
- Gut vorbereitet auf die Zeit der KI-Agenten
- KI ist kreativer als der Durchschnittsmensch
- KI wird zum ersten Touchpoint im B2B-Kaufprozess
-
Unser KI-Praxistipp: Der GEO-Check
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Werbung in ChatGPT: OpenAI startet Testphase
(Bild: sanketgraphy / pexels)
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OpenAI testet erstmals Werbung in ChatGPT und öffnet damit ein neues Kapitel in der Monetarisierung von KI-Anwendungen. Anzeigen sollen zunächst in der kostenlosen Version sowie im neuen Abo „ChatGPT Go“ erscheinen, kostenpflichtige Tarife bleiben erstmal werbefrei. Die Werbeformate sind klar gekennzeichnet und sollen laut OpenAI keinen Einfluss auf die Antworten haben. Der Schritt zeigt: Der wirtschaftliche Druck im KI-Markt wächst und Chatbots entwickeln sich zunehmend zu Plattformen mit eigener Vermarktungslogik.
Take-away für die Kommunikation:
KI-Tools wie ChatGPT werden immer stärker zu Such- und Orientierungssystemen. Für Unternehmen wird damit entscheidend, wie Inhalte von KI gefunden, eingeordnet und korrekt wiedergegeben werden. Die aktuellen Werbe-Tests zeigen, dass sich KI-Plattformen weiter verändern und neue Mechanismen für Inhalte entstehen können. Für Kommunikator:innen heißt das: Entwicklungen aufmerksam beobachten und frühzeitig ausloten, welche Bedeutung KI-Suchen und mögliche Vermarktungsmodelle künftig für Sichtbarkeit, Positionierung und Markenkommunikation haben könnten.
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KI-Werbung kann mit menschlicher Kreation mithalten
(Bild: selbst generiert mit ChatGPT)
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Eine gemeinsame Studie der Technischen Universität München, der Columbia University, der Harvard University und der Carnegie Mellon University zeigt: KI-generierte Werbung performt im Durchschnitt genauso gut wie von Menschen erstellte Anzeigen. Ausgewertet wurden rund 500 Millionen Werbeeinblendungen des KI-basierten Werbeunternehmens Taboola. Besonders erfolgreich sind Anzeigen, die authentisch wirken und visuelle Vertrauenssignale wie menschliche Gesichter nutzen – unabhängig davon, ob sie von KI oder Menschen erstellt wurden.
Take-away für die Kommunikation:
Für Konsument:innen ist nicht entscheidend, ob Werbung von KI oder Menschen stammt. Unterschiede werden kaum wahrgenommen oder spielen keine Rolle – solange Inhalte glaubwürdig, menschlich und relevant wirken. Entscheidend sind Authentizität und Vertrauen. KI kann diese Wirkung erzeugen oder unterstützen, ersetzt aber nicht klare Leitlinien für Tonalität, Gestaltung und Markenwirkung.
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Gut vorbereitet auf die Zeit der KI-Agenten
(Bild: selbst generiert mit ChatGPT)
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ChatGPT ist längst im Arbeitsalltag angekommen. Autonome KI-Agenten läuten bereits den nächsten Entwicklungsschritt ein. Diese Agenten können komplexe Aufgaben selbstständig planen, externe Tools bedienen und über längere Zeit an Workflows arbeiten.
Take-away für die Kommunikation:
Wer künftig KI-Agenten sinnvoll einsetzen will, sollte jetzt damit beginnen, wiederkehrende Aufgaben, Abläufe und Entscheidungslogiken sauber zu erfassen und zu verschriftlichen. Diese Prompts und Arbeitsanweisungen sind die Basis für die Agenten. Wer jetzt damit anfängt kann später schneller durchstarten.
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KI ist kreativer als der Durchschnittsmensch
(Bild: ivan-s-8 / pexels)
Artikel Spektrum der Wissenschaft: Artikel lesen
Moderne KI-Modelle erreichen bei kreativen Aufgaben inzwischen das durchschnittliche menschliche Kreativitätsniveau und übertreffen es teilweise sogar. Das zeigt eine Studie eines interdisziplinären Forschungsteams der Universität Montreal mit über 100.000 Teilnehmenden. Die wirklich herausragende Kreativität bleibt jedoch menschlich: Die kreativsten Menschen lagen deutlich vor allen getesteten KI-Modellen.
Take-away für die Kommunikation:
Besonders in frühen Phasen kreativer Prozesse kann KI gut unterstützen. Sie bringt Denkprozesse schneller in Gang – etwa beim Brainstorming, beim Skizzieren erster Ideen oder beim Durchspielen von Alternativen, statt vor dem leeren Blatt zu verharren. Während KI den Einstieg erleichtert und den kreativen Durchschnitt abdeckt, bleibt echte Originalität und der entscheidende kreative Spin aber weiterhin menschlich. Die stärksten, überraschendsten Ideen entstehen dort, wo erfahrene Kreativköpfe KI als Werkzeug nutzen, weiterdenken und Inhalte strategisch zuspitzen.
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KI wird zum ersten Touchpoint im B2B-Kaufprozess
(Bild: mikhail nilov / pexels)
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Immer mehr B2B-Käufer:innen starten ihre Recherche direkt in KI-Tools wie ChatGPT. Laut einer Forrester-Studie nutzen rund 90 Prozent KI im Kaufprozess. Gerade bei komplexen B2B-Anfragen übernimmt KI früh die Orientierung, vergleicht Optionen und spricht Empfehlungen aus. Die klassische Recherche über Suchmaschinen verliert dadurch an Bedeutung – Sichtbarkeit entsteht zunehmend dort, wo KI-Inhalte als relevant und vertrauenswürdig einordnet.
Take-away für die Kommunikation:
KI entscheidet immer früher mit, welche Anbieter überhaupt in die engere Auswahl kommen. Es geht nicht mehr nur darum, gefunden zu werden, sondern darum, von KI als verlässliche Quelle ausgewählt zu werden. Inhalte müssen fachlich tief und überprüfbar sein, konkrete Use Cases und reale Entscheidungsfragen adressieren und über mehrere relevanten B2B-Kanäle hinweg konsistent sichtbar werden. Fachmedien, Whitepaper und Branchenplattformen gewinnen dadurch an strategischer Bedeutung, weil KI ihre Empfehlungen aus einem breiten Quellenkonsens ableitet.
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Unser KI-Praxistipp
(Bild: selbst generiert mit ChatGPT)
Der GEO-Check
Taucht das eigene Unternehmen in ChatGPT oder Perplexity überhaupt auf? Ein kurzer Praxistest zeigt, wie sichtbar Marken, Produkte und Leistungen in KI-generierten Antworten sind.
Drei einfache Schritte:
- Nach typischen Fragen der Zielgruppe suchen, nicht nach dem Markennamen – etwa: „Welche Anbieter helfen bei …?“ oder „Welches Produkt ist das beste im Bereich …?“
- Nennungen und Kontext prüfen: Welche Unternehmen werden genannt, wie werden sie beschrieben und welche Rolle spielen sie in der Antwort?
- Quellen analysieren: Auf welche Inhalte greift die KI zurück – eigene Website, Fachmedien, Studien oder Branchenplattformen?
Die Ergebnisse liefern eine gute Grundlage, um Inhalte künftig gezielter für KI-Suchen aufzubereiten und Themen, Formate sowie Quellen strategisch weiterzuentwickeln.