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News -

KI-Update für die Kommunikationsbranche

Themen

  • Penguin Random House geht juristisch gegen OpenAI vor
  • Automatisierung in der Werbung: Effizient, aber austauschbar!
  • Mehr Vertrauen in KI als in Influencer:innen bei Kaufentscheidungen
  • Wenn KI entscheidet: Wie sich die Customer Journey verändert
  • Corporate Content als wichtige Quelle für KI-Antworten
  • Unser KI-Praxistipp: Kennt ihr schon die Quiz-Funktion in ChatGPT?

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Penguin Random House geht juristisch gegen OpenAI vor


(Bildrechte: Ingo Siegner / cbj Verlag

Links der Original-Drache, rechts die KI-generierte Kopie)

Artikel Bayerischer Rundfunk: Artikel lesen

Die Verlagsgruppe Penguin Random House hat Klage gegen OpenAI eingereicht. Hintergrund sind Vorwürfe, dass ChatGPT Inhalte aus der Kinderbuchreihe „Der kleine Drache Kokosnuss“ in erkennbarer Form wiedergibt und ähnliche Illustrationen erzeugt. Zudem soll die KI eigenständig Vorschläge für neue, an das Original angelehnte Buchinhalte inklusive Cover und Vermarktung gemacht haben. Der Verlag sieht darin mögliche Urheberrechtsverletzungen und vermutet, dass geschützte Inhalte für das Training des Modells verwendet wurden.

Take-away für die Kommunikation:
Der aktuelle Fall reiht sich in eine wachsende Zahl von Klagen gegen Chatbot-Betreiber ein und zeigt, wie unklar die Rechtslage ist. Unternehmen sollten sich frühzeitig mit dem Thema auseinandersetzen, sich informieren und weiterbilden, um Risiken zu verstehen, realistisch einzuschätzen und im Zweifel auch konsequent rechtlich dagegen vorgehen zu können. Gleichzeitig wird klar, dass klare gesetzliche Leitplanken fehlen. Ohne diese drohen Unsicherheiten für Unternehmen und Kreative gleichermaßen.

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Automatisierung in der Werbung: Effizient, aber austauschbar!


(Bild: selbst generiert mit ChatGPT)

Artikel Meedia: Artikel lesen

KI-gesteuerte Werbung wächst rasant. Immer mehr Plattformen automatisieren Zielgruppenansprache, Budgetsteuerung und kreative Ausspielung. Treiber ist vor allem Effizienz – Kampagnen werden schneller und datengetriebener. Je stärker Werbung aber automatisiert wird, desto mehr orientiert sie sich an statistischen Wahrscheinlichkeiten statt an kreativer Originalität. Kampagnen werden dadurch effizienter, aber auch austauschbarer, während Differenzierung an Bedeutung verliert.

Take-away für die Kommunikation:
Mit zunehmender KI-Automatisierung verschiebt sich der Schwerpunkt. Effizienz wird zum Standard und Differenzierung zur Herausforderung. Wenn KI vor allem auf Durchschnitt optimiert, müssen Marken umso stärker in Strategie, Kreation und Kontrolle investieren. KI kann Performance skalieren, aber Markenprofil entsteht weiterhin durch klare, kreative Entscheidungen.

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Mehr Vertrauen in KI als in Influencer:innen bei Kaufentscheidungen


(Bild: Gustavo Fring / pexels)

Artikel Meedia: Artikel lesen

Eine Studie von Ketchum und YouGov zeigt, dass Verbraucher KI-Systemen bei Kaufentscheidungen zunehmend vertrauen (18 %), und zwar stärker als Influencer:innen (11 %) und klassischer Werbung (13 %). Besonders in kaufkräftigen und jüngeren Zielgruppen wird KI aktiv genutzt, etwa um Produkte zu vergleichen, Preis-Leistung zu bewerten oder Erfahrungen zu recherchieren. Gleichzeitig bleiben persönliche Empfehlungen aus der Familie und dem Freundeskreis (76 %) am wichtigsten. Auch Bewertungsportale (48 %) und Suchmaschinen (47 %) bleiben wichtig. Nutzer:innen erwarten von KI vor allem transparente, nachvollziehbare und vergleichbare Informationen und stehen Werbung in KI-Antworten eher kritisch gegenüber.

Take-away für die Kommunikation:
KI gewinnt bei Kaufentscheidungen spürbar an Einfluss und wird in den kommenden Monaten weiter an Relevanz gewinnen. KI muss deshalb als zusätzlicher Touchpoint im Kommunikationsmix mitgedacht werden. Neben Werbung und Influencer-Marketing wird es zunehmend wichtig, Inhalte so aufzubereiten, dass sie von KI-Systemen gefunden, verstanden und empfohlen werden. Stichwort GEO.


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Wenn KI entscheidet: Wie sich die Customer Journey verändert


Artikel Meedia: Artikel lesen

Digitales Marketing wandelt sich grundlegend. Künftig treffen womöglich nicht mehr Menschen zentrale Entscheidungen im Kaufprozess, sondern auch KI-Agenten. Sie vergleichen Angebote, bewerten Optionen anhand klarer Kriterien und wickeln Transaktionen eigenständig ab, oft ohne den Besuch einer klassischen Website. Dadurch verändert sich die Customer Journey. Statt Klicks, Funnels und Touchpoints zählen strukturierte Daten, Verfügbarkeit, Preis und verlässliche Informationen. Für Marken verschiebt sich damit auch die Sichtbarkeit. Nicht mehr maximale Reichweite steht im Mittelpunkt, sondern die Präsenz in den Entscheidungssystemen von KI-Agenten.

Take-away für die Kommunikation:
Wenn KI-Agenten zu zentralen Entscheidern werden, müssen Marken Kommunikation neu denken. Inhalte müssen nicht nur Menschen überzeugen, sondern auch für Maschinen verständlich und bewertbar sein. Sichtbarkeit entsteht künftig weniger durch klassische Werbekontakte, sondern durch strukturierte Informationen, Vertrauenssignale und technische Anschlussfähigkeit. Wer frühzeitig darauf ausgerichtet ist, wird auch in KI-gesteuerten Entscheidungsprozessen berücksichtigt.

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Corporate Content als wichtige Quelle für KI-Antworten


(Bild: © Blinq / Quadriga Media Berlin)

Artikel KOM: Artikel lesen

Eine Analyse von Blinq von über 70.000 KI-Antworten zeigt, dass mehr als die Hälfte der von LLMs genutzten Quellen aus Corporate Content wie Unternehmenswebsites oder Blogs stammt. Gleichzeitig greifen KI-Systeme ergänzend auf Drittquellen zurück (insbesondere Reviews, Fachmedien und nutzergenerierte Inhalte). Auffällig ist, dass serviceorientierte, strukturierte Inhalte (z. B. Auflistungen oder How-tos) bevorzugt werden.

Take-away für die Kommunikation:
Corporate Content wird zur zentralen Sichtbarkeitswährung in der KI-Suche. Aber nur, wenn er nutzerorientiert, strukturiert und hilfreich ist. Außerdem müssen die Inhalte strategisch wie ein Service-Angebot gedacht werden, nicht wie klassische Unternehmenskommunikation.

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Unser KI-Praxistipp


(Bild: Screenshot aus ChatGPT)


Kennt ihr schon die Quiz-Funktion in ChatGPT?

Unter dem Plus-Symbol im Chat mit ChatGPT versteckt sich ein cooles Feature: die sogenannte Quiz-Funktion.

Wer sich neues Wissen aneignen will – ob Fremdsprache, Inhalte aus einer Weiterbildung oder Branchenwissen im neuen Job – kann hier ganz einfach Dokumente hochladen und daraus ein persönliches Quiz erstellen lassen. ChatGPT verwandelt die Inhalte in Fragen und anschauliche Lernkarten, mit denen man sich selbst testen kann.

Nicht nur für Schüler:innen spannend, sondern auch im Job ein praktisches Tool. Einfach mal ausprobieren – es macht richtig Spaß.

Feedback, Anregungen oder Interesse an einem Austausch? Wir freuen uns, von Ihnen und euch zu hören!

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