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Riester – muss das sein?

News   •   Okt 22, 2018 08:00 CEST

Bild: pixabay

Vorsorgesparen ist eine gute Sache, Experten empfehlen es, um von der gesetzlichen Rente unabhängig zu sein. Prinzipiell folgen die Deutschen auch dieser Empfehlung. Nur bei der Riester-Rente scheint es nicht klappen zu wollen. Die Kritik an dieser Vorsorgeform reißt einfach nicht ab.

Das Meinungsforschungs-Institut Forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH hat Angang August im Auftrag der Union-Investment-Gruppe 500 Deutsche telefonisch zu ihrer Altersvorsorge befragt. Die repräsentativ ausgewählten Befragten waren Finanzentscheider zwischen 20 und 59 Jahren, in deren Haushalten es mindestens eine Geldanlage gibt.

Insgesamt sind die Deutschen mit der privaten Altersvorsorge zufrieden

Die Umfrage belegt, dass vier von fünf Deutschen privat fürs Alter vorsorgen. Und sie sind zufrieden damit. Laut Umfrage fühlen sie sich damit „gut“ oder „sehr gut“ abgesichert. Im Vergleich zu vorherigen Umfragen hat dieser Anteil zugenommen. Nur 8 Prozent bleiben – ziemlich konstant – unzufrieden und fühlen sich „nicht ausreichend“ abgesichert durch ihre eigene private Altersvorsorge. Diese positive Einstellung der privaten Altersvorsorge gegenüber steht im direkten Kontrast zur Einstellung gegenüber der gesetzlichen Rente. Hier geht die Hälfte der Befragten davon aus, dass sie damit „nicht ausreichend“ abgesichert sein wird.

Viele Gründe sprechen gegen Riester

Könnten die Befragen noch einmal eine private Altersvorsorge abschließen, um im Alter den Lebensstandard halten zu können, dann würden nur noch 60 Prozent die erste Entscheidung wiederholen und das gleiche Vorsorgeprodukt wieder wählen. Besonders in der Kritik steht das so genannten Riestern. Als Hauptgrund gegen den Abschluss eines Riester-Vertrages wurde von jedem Dritten der Befragten angegeben, dass dieser sich nicht lohnen würde. Außerdem wird ein mangelndes Vertrauen in diese Anlageform als weiterer Grund gegen Riester angegeben – zumindest bei fast jedem Fünften der Befragen. Letztlich argumentiert jeder Sechste, der zwar eine private Altersvorsorge, jedoch keine Riester-Rente hat, mit der nicht vorhandenen Notwendigkeit.

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