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"Duisburger Zoo-Direktor Achim Winkler hat es finanziell versaut" - Zoo pleite?

Pressemitteilung   •   Sep 21, 2016 10:39 CEST

Duisburger Zoo-Chef Achim Winkler (WDSF-Foto)

Achim Winkler wird nicht mehr Zoo-Chef in Duisburg sein, sondern als zoologischer Leiter degradiert mit verminderten Bezügen seines jährlichen Gehaltes von bisher über 155.000 Euro. Der bisherige weitere Vorstand, Detlef Hamacher, bezog mehr als 85.000 Euro Gehalt und scheidet 2018 aus.

Der Zoo musste aufgrund seiner desolaten finanziellen Lage bisher mit 3,2 Mill. Euro jährlich von der Stadt Duisburg, die unter Haushaltsaufsicht der Bezirksregierung steht, gesponsert werden.

Mehrfach hatte das Hagener Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) gegenüber der Bezirksregierung auf die finanziellen Missstände des Zoos hingewiesen, zumal sich die Pensionsrückstellung für frühere Mitglieder des Vorstands bzw. ihre Hinterbliebenen auf über 2.6 Mill. Euro beläuft. Nach einer mehrjährigen Bilanzanalyse des Zoos stellte das WDSF bereits 2014 die Frage, ob der Zoo pleite ist, nachdem innerhalb von zwei Jahren mehr als 100.000 Besucher ausgeblieben waren.

Winkler habe auch bei dem Management der Delfinhaltung völlig versagt und alles finanziell versaut, meint das WDSF. Ungereimtheiten gab es bei Architektenaufträgen. Das auch mit Spenden finanzierte Hallendach des Delfinariums soll sich jetzt nach 10 Jahren teuren Reparaturen und intensiven Interventionen des WDSF bei den Aufsichtsbehörden angeblich entsprechend der Haltungsrichtlinie für Delfine öffnen lassen.

In einem Bericht der WAZ heißt es bezüglich der Abstimmsituation im Stadtrat: "Kritiker von Zoo-Chef Winkler, die vor allem seine betriebswirtschaftliche und organisatorische Führung des Zoo bemängelten, favorisierten gar eine Trennung von Winkler." Das wäre auch nach Ansicht des WDSF die beste Lösung beim Ratsbeschluss der Stadt Duisburg gewesen, damit die Delfinhaltung, die Winkler immer favorisiert hat, wobei er die Haltung von Delfinen mit Wellensichtichen verglich und etliche Delfintodesfälle zu verzeichnen hatte, endlich beendet würde.

Das WDSF will sich auch weiterhin intensiv und mit allen legalen Mitteln dafür einsetzen, dass die Betonbeckenhaltung der Delfine in Duisburg ein Ende findet und ein Nachzuchtverbot verhängt wird. Derzeit ist eine zugelassene Berufung seitens des WDSF beim Oberverwaltungsgericht in Münster anhängig, die über weitere Informationsbegehren der Tierschutzorganisation bezüglich der Akteninhalte des Duisburger Zoos zur kritisierten Delfinhaltung befinden soll.

Das WDSF kooperiert international mit Wissenschaftlern, Politikern, anderen Organisationen und Wal- u. Delfinschützern. Das WDSF ist keine Mitglieder/Spenden-Organisation und unabhängig von anderen Institutionen. Zahlreiche ehrenamtliche Helfer unterstützen die WDSF-Aktionen. Aufgrund des notariellen Gesellschaftsvertrages beziehen weder die WDSF-Geschäftsführung noch andere Personen Gehälter oder Zuwendungen. Der Verwaltungsaufwand ist daher äußerst gering. Das WDSF arbeitet in seinem Kuratorium ausschließlich mit ehrenamtlichen Helfern, Fachleuten, Wissenschaftlern und (Meeres-)Biologen zusammen.

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