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Genossenschaftsmitglieder<br>verdoppeln ihre Investitionen in Arla

Pressemitteilung   •   Okt 07, 2010 14:00 CEST

Die Eigentümer von Arla Foods amba – Milchbauern aus Dänemark und Schweden – werden ihre Investments in Arla erhöhen, damit die in der „Strategie 2015“ formulierten Ziele erreicht werden können. „Die Genossenschaftsmitglieder hätten das Geld auch in den eigenen Hof investieren können. Dass sie das nicht getan haben, motiviert uns. Wir werden das Vertrauen rechtfertigen und zeigen, dass das Geld gut angelegt ist“, erklärt Vorstandsvorsitzender Peder Tuborgh.

Auf der Sitzung des Verwaltungsrats, die gestern und heute stattfand (6. und 7. Oktober), haben die Arla-Genossenschaftsmitglieder beschlossen, dem Antrag auf Verdopplung ihrer Investitionen in Arla zuzustimmen. Dieser Beschluss ist entscheidend für die Umsetzung der „Strategie 2015“.

Die 7700 dänischen und schwedischen Milchbauern, denen Arla Foods amba gehört, werden insgesamt 4,4 bis 5 Mrd. DKK aufbringen müssen: In den nächsten sechs Jahren muss jedes Genossenschaftsmitglied seinen Anteil auf das Doppelte erhöhen.

„Die Eigentümer haben einen wichtigen Beschluss gefällt“, erklärt Vorstandsvorsitzender Peder Tuborgh. „Die Mitglieder hätten das Geld genauso gut auf ihren Höfen investieren können, aber sie glauben an Arla und unterstützen die „Strategie 2015“. Diese Entscheidung motiviert uns. Wir werden das Vertrauen rechtfertigen und zeigen, dass das Geld gut angelegt ist.“

Vertrauensbeweis von Eigentümern in einer schwierigen Lage
Bis heute hat jedes Genossenschaftsmitglied zwischen 5 und 7 Dänische Kronen pro kg Milch an Arla abgeführt. Künftig werden es rund 10 bis 11 DKK per kg sein.

Warum sind die Genossenschaftsmitglieder bereit, in Arla zu investieren, wenn sie selbst auf ihren Höfen finanziell unter Druck stehen?

„Das ist ein wichtiger Vertrauensbeweis. Viele Höfe stehen unter großem Druck und ich habe Milchbauern getroffen, denen es finanziell alles andere als gut geht. Sie unterstützen die Erhöhung ihrer Genossenschaftsanteile, weil sie überzeugt sind, dass es sich um eine sinnvolle Investition in einen hohen Milchpreis handelt“, erklärt Ove Møberg, der Aufsichtsratsvorsitzende von Arla Foods, der 7.700 Milchbauern vertritt.
Die Genossenschaftsmitglieder werden sehr darauf achten, ob ihre Investitionen wirklich zu einem höheren Milchpreis führen.

„In den letzten sechs Monaten haben wir Milchbauern überall in Dänemark und Schweden besucht und unsere Strategie erläutert. Wir haben erklärt, warum die Finanzierung ausgeweitet werden muss und warum der Rat vorschlägt, dass wir Milchbauern mehr in das Unternehmen investieren“, erklärt Ove Møberg. „Sollte die Strategie nicht umgesetzt werden können, kann das Unternehmen nicht wachsen und das würde einen negativen Effekt auf unseren Milchpreis haben.“

In den Gesprächen über die künftige Kapitalstruktur wurde schnell Einigkeit darüber erzielt, dass Arla Foods eine Genossenschaft bleibt. Bei einer Umwandlung in eine GmbH hätten die Genossenschaftsmitglieder den Einfluss und die Gewinne mit externen Investoren teilen müssen. Der Rat glaubt nicht, dass dies der richtige Weg gewesen wäre.

 

Konsolidierung von Arla Foods

  • Für Arla ist der Milchabnahmepreis eine zentrale Kennziffer. In ihm sind alle milchspezifischen Zahlungen enthalten, die Arla im Verlauf des Jahres geleistet hat. Der Jahresgewinn ist ebenfalls im Milchabnahmepreis enthalten. Der Milchabnahmepreis basiert auf der Milchmenge (in kg), die die Eigentümer im Vorjahr abgeliefert haben.
  • Aktuelles Ziel ist eine Abführung (Konsolidierung) von 4,5 Prozent des Milchabnahmepreises. Die abgeführten Beträge gehen in das Arla-Eigenkapital über.
  • Ein Teil der Konsolidierung erfolgt namentlich. Dieser Teil wird an Genossenschaftsmitglieder ausgezahlt, die Arla verlassen. Gemäß dem neuen Modell muss ein Drittel der Konsolidierung namentlich erfolgen.
  • Ebenfalls gemäß dem neuen Modell müssen zwei Drittel er Konsolidierung kollektiv erfolgen, d.h. die Gelder verbleiben bei Arla und werden unter keinen Umständen an Genossenschaftsmitglieder ausgezahlt.



Konsequenzen für das durchschnittliche Genossenschaftsmitglied

  • Für ein durchschnittliches Genossenschaftsmitglied in Dänemark, dessen Milchhof einen Gesamtumsatz von 2,5 bis 3 Mio. DKK erwirtschaftet, bedeutet dies Investitionen in Höhe von ca. 110.000 DKK.
  • Für ein durchschnittliches Genossenschaftsmitglied in Schweden mit einem jährlichen Gesamtumsatz von 2,2 bis 2,5 Mio. SEK belaufen sich die Investitionen auf ca. 75.000 SEK pro Jahr.