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Markt-Report: Zusammenarbeit und konkrete Maßnahmen für eine nachhaltige Zukunft der europäischen Milchwirtschaft

Pressemitteilung   •   Feb 04, 2020 08:25 CET

Ein aktueller Report des Instituts für europäische Umweltpolitik (IEEP: Institute for European Environmental Policy) analysiert die Herausforderungen und Chancen in der Wertschöpfungskette der europäischen Milchwirtschaft. Der von der europäischen Molkereigenossenschaft Arla Foods in Auftrag gegebene Bericht zeigt konkrete Maßnahmen auf, wie die Branche zukunftsfähig gestaltet werden kann.

Laut dem Report des IEEP müssen Milchindustrie, Politik und Interessensgruppen noch enger zusammenarbeiten, damit sich die europäische Milchwirtschaft weiterhin zu einem nachhaltigen Geschäfts- und Produktionsmodell entwickeln kann. Zudem sei es notwendig, ein faires Gleichgewicht zwischen den wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Aspekten der Branche zu finden, da dieses für die Sicherung einer nachhaltigen Zukunft des Sektors unabdingbar ist. Nach Ansicht der Autoren des Reports zeigten einige Beispiele, wie die europäische Milchbranche hier bereits aktiv ist und zahlreiche profitabel wirtschaftende Höfe den Verbrauchern qualitativ hochwertige sowie nachhaltig produzierte Lebensmittel liefern. Um jedoch die gesamte Branche in diese Richtung zu bewegen, sind Partnerschaften nötig. Den betroffenen Akteuren in der Milchindustrie muss während des Übergangs Unterstützung angeboten und ein Anreiz geschaffen werden, damit sie Teil des Wandels werden. Der Bericht wurde von der europäischen Molkereigenossenschaft Arla Foods in Auftrag gegeben, um die künftigen Herausforderungen und Chancen der Branche in Europa zu beleuchten.

Empfehlungen des Reports
Sechs Monate interviewte das IEEP zahlreiche Akteure der gesamten Wertschöpfungskette, von Landwirten über Maschinenhersteller bis hin zu Gewerkschaften, Umwelt- und Tierschutzorgani-sationen sowie Konsumentengruppen. Die Ergebnisse wurden von internationalen Wissenschaftlern begutachtet.

Der Bericht enthält unter anderem folgende Empfehlungen:
1. Die Milchindustrie muss ihren Weg einer beschleunigten Umstellung hin zu einer Produktion mit Netto-Null CO2-Emissionen fortsetzen und gleichzeitig die Standards für Tierwohl und Produktionstransparenz erhöhen.

2. Die GAP-Reform (Gemeinsame Europäische Agrarpolitik) muss die Landwirte beim Übergang zu mehr Nachhaltigkeit unterstützen und gleichzeitig die Qualität sowie den Wert der gelieferten Produkte steigern; vorzugsweise durch Anreize für positive Veränderungen anstatt durch Bestrafung.

3. EU-weit müssen gleiche Wettbewerbsbedingungen für Tierwohlstandards, Lebensmittelkenn-zeichnungen und klare Definitionen für eine nachhaltige Ernährung geschaffen werden, um den Verbrauchern zu helfen, fundiertere Entscheidungen zu treffen und Vergleiche über die von ihnen gekauften Lebensmittel anzustellen.

4. Es müssen Wege gefunden werden, die es jungen Landwirten ermöglichen, in die Branche einzusteigen, um neue Fähigkeiten, Ideen und Ansätze in den Sektor einzubringen.

„Wir wollten eine ehrliche und realistische Einschätzung der europäischen Milchindustrie erhalten. Uns war wichtig, dass ein unabhängiger Dritter diese Untersuchung durchführt. Der Bericht zeigt die Herausforderungen klar auf. Es wird aber auch deutlich dargelegt, wie viel die Milchbranche für Europa tut. Es geht darum, die gesamten Auswirkungen unserer Branche zu berücksichtigen. Nur so finden wir den richtigen Weg, eine wirtschaftlich stabile Milchbranche in Europa aufrechtzuerhalten und zu entwickeln, die aktiv eine nachhaltige Zukunft mitgestaltet“, sagt Peder Tuborgh, CEO von Arla Foods. „Wir hoffen, dass der Bericht als Beitrag zu den laufenden Diskussionen wahrgenommen wird, wie Europa mit seiner Lebensmittelbranche in Bezug auf Wirtschaft, Umwelt, Gesundheit und Lebensqualität zu einem nachhaltigen Kontinent werden kann. So wie es auch im Green Deal der EU skizziert wird.“

Zusammen mit seinen 9.900 Landwirten hat Arla seinen Weg hin zu einer Milchprodukten mit Netto-Null CO2-Emissionen beschleunigt und wird sich weiterhin darauf konzentrieren, mehr Menschen mit nahrhaften, erschwinglichen und nachhaltigen Milchprodukten zu versorgen.

„Der Bericht empfiehlt, dass wir als Branche zusammenkommen und eng mit Regierungen, Interessengruppen und Verbrauchern zusammenarbeiten. Ich bin zuversichtlich, dass wir dies erreichen können. Als landwirtschaftliche Genossenschaft haben wir eine große Verantwortung, eine führende Funktion in der Milchbranche zu übernehmen und die notwendigen Partnerschaften aufzubauen“, sagt Peder Tuborgh.

Milchprodukte sind in den meisten Kühlschränken europäischer Haushalte zu finden. Nach Angaben des Europäischen Milchindustrieverbandes (eda) gibt es europaweit 700.000 Milchviehbetriebe und 300.000 Menschen arbeiten in der Milchverarbeitung, die mit ihrer Arbeit zum wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Gefüge Europas beitragen.

Der Report „A vision for the future of the European dairy industry“ wird heute vom IEEP auf einer Veranstaltung in Brüssel vorgestellt. Weitere Informationen und den Bericht finden Sie hier: www.arla.com/sustainability/report-a-vision-for-europe/

Weitere Informationen zum IEEP: www.ieep.eu

Über Arla Foods
Arla Foods ist eine europäische Molkereigenossenschaft und gehört den rund 9.900 Arla Landwirten aus Belgien, Dänemark, Deutschland, Großbritannien, Luxemburg, Schweden und den Niederlanden. Das Unternehmen mit rund 19.000 Mitarbeitern erwirtschaftete 2018 einen globalen Umsatz von 10,4 Mrd. Euro. Arla Produkte werden weltweit unter bekannten Markennamen wie Arla®, Castello®, Lurpak® und Puck® in mehr als 120 Ländern der Erde vertrieben. Das Unternehmen ist der weltweit größte Hersteller von Molkereiprodukten in Bio-Qualität. In Deutschland ist Arla Foods mit starken Marken wie Arla Buko®, Arla® Skyr und Kaergarden® vertreten. Deutschland gehört zu den sechs Kernmärkten des Unternehmens. Hierzulande ist Arla Foods das drittgrößte Molkereiunternehmen und beschäftigt rund 1.900 Mitarbeiter in zwei großen Milchwerken und der Deutschland-Zentrale in Düsseldorf. 1.770 deutsche Genossenschaftsmitglieder beliefern die Werke mit Milch. Weitere Informationen finden Sie unter www.arlafoods.de

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