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„Atem-Alkoholtest täuscht Sicherheit vor“

Pressemitteilung   •   Aug 31, 2015 09:25 CEST

Hamburg (nr). „Die zurzeit vorrangig in Tankstellen angebotenen sogenannten Schnelltests zum Nachweis von Alkohol aus der Atemprobe suggerieren für die Betroffenen eine Sicherheit, die nicht gegeben ist.“ Darauf hat jetzt der Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr (BADS) aufmerksam gemacht.

Wie der Präsident der Organisation, Dr. Peter Gerhardt, heute in Hamburg sagte, ist die Verfärbung in den angebotenen „Pusteröhrchen“ für den Betroffenen nur schwer feststellbar und kann zudem durch andere Substanzen in der ausgeatmeten Luft beeinflusst werden. Die Polizei hat deshalb das von ihr früher angewandte Verfahren abgeschafft und die Atem-Alkoholtestgeräte eingeführt.

„Der Alkoholisierte wähnt sich subjektiv in Sicherheit, begibt sich in den Straßenverkehr und läuft Gefahr, ein Straf- oder Ordnungswidrigkeiten-Verfahren zu bekommen. Schlimmer noch, er gefährdet sich und andere Verkehrsteilnehmer durch seine nicht erkannte Alkoholisierung“, sagte Gerhardt weiter. Der BADS lehne grundsätzlich alle Prüfgeräte ab, mit denen man sich an die bei folgenlosen Trunkenheitsfahrten gesetzlich zulässige Grenze von 0,5 Promille heran trinken kann. Im Übrigen kann bereits ab 0,3 Promille die Fahreignung beeinträchtigt sein und der Betroffene bei einem nachgewiesenen Fahrfehler seinen Führerschein verlieren. „Wir vom Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr fordern deshalb zur eigenen und der Sicherheit anderer, auf die genannten Tests zu verzichten.“ Es gelte - so Dr. Gerhardt, bedingungslos das Motto des BADS „Wer trinkt, fährt nicht!“

Der Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr wurde 1950 gegründet. Nach der Satzung des gemeinnützigen Vereins gehören zu seinen Aufgaben unter anderem die Aufklärung über die Gefährlichkeit von Alkohol und Drogen und die Förderung der Forschung auf diesem Gebiet. Der Schwerpunkt seiner Erziehungs- und Aufklärungsarbeit wird von 21 Landessektionen getragen. Internationale Akzeptanz findet unsere renommierte wissenschaftliche Publikation BLUTALKOHOL. Jährlich verleihen wir an Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens für ihr Engagement um mehr Sicherheit auf unseren Straßen die Senator-Lothar-Danner-Medaille in Gold. Der B.A.D.S.  finanziert seine Arbeit hauptsächlich aus den von Staatsanwaltschaften und Gerichten zufließenden Geldbußen, aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen.

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