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"Mehr Verkehrsüberwachung macht Straßenverkehr sicherer"

Pressemitteilung   •   Jan 27, 2017 18:24 CET

Goslar/Hamburg (nr). Wieviel Polizeipräsenz braucht der sichere Straßenverkehr? Die Antwort auf diese unter anderem auf dem 55. Verkehrsgerichtstag in Goslar gestellte Frage ist für den Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr (BADS) eindeutig: "Weniger polizeiliche Kontrollen machen den Straßenverkehr in Deutschland unsicherer". Der Präsident des BADS, der Münchner Jurist Dr. Peter Gerhardt, sagte im Hinblick auf den vom Arbeitskreis VII in Goslar formulierten Appell, die Polizei müsse ausreichende Kapazitäten für die Verkehrssicherheitsarbeit er- bzw. behalten.

"Die persönlich kontrollierende und ermittelnde Tätigkeit der Beamten ist für die Sicherheit auf unseren Straßen unerlässlich. Dies gilt insbesondere auch bei der Kontrolle von Alkohol und Drogen am Steuer". Schon jetzt müsse man den Vorwurf ernst nehmen, dass Zahlen über einen vermeintlichen Rückgang der Verkehrsdelikte durch Rauschmittel auch darauf beruhen, dass die Polizei weniger Kontrollen durchführt, sagte Dr. Gerhardt. Binde man die Arbeit der Polizei an anderen Stellen wie beispielsweise bei der Sicherung von Sportveranstaltungen oder bei der Begleitung von Schwertransporten fehle die Zeit für Kontrollen auf Alkohol und Drogen im Straßenverkehr. "Insofern ist es unerlässlich, dass die Polizei durch ausreichende Präsenz auf den Straßen weiterhin ein Garant für die Verkehrssicherheit darstellt", so der Präsident des BADS weiter. Die Organisation baue weiter auf umfangreiche Aufklärung, diese müsse aber Hand in Hand mit Polizeikontrollen erfolgen.

Der BADS zeigt in Goslar wie immer Flagge. Deutlich wird dies durch den Fahrsimulator, der traditionell im Tagungshotel "Der Achtermann" zum Einsatz kommt.

Immer wieder setzen sich angereiste Fachleute aus dem gesamten Bundesgebiet und zum Teil auch aus Europa in den Veranstaltungspausen an das Steuer eines Smart, an dem auf einem Bildschirm die Fahrt für einen Protagonisten unter Einfluss von Rauschmitteln simuliert wird. Dieser Service wird von Instrukteuren des BADS fachmännisch begleitet und bundesweit zur Prävention angeboten. Die 21 Landessektionen vermitteln auf Anfrage die im Bundesgebiet stationierten Fahrsimulatoren mit dem entsprechenden Fachpersonal.

Der Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr wurde 1950 gegründet. Nach der Satzung des gemeinnützigen Vereins gehören zu seinen Aufgaben unter anderem die Aufklärung über die Gefährlichkeit von Alkohol und Drogen und die Förderung der Forschung auf diesem Gebiet. Der Schwerpunkt seiner Erziehungs- und Aufklärungsarbeit wird von 21 Landessektionen getragen. Internationale Akzeptanz findet unsere renommierte wissenschaftliche Publikation BLUTALKOHOL. Jährlich verleihen wir an Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens für ihr Engagement um mehr Sicherheit auf unseren Straßen die Senator-Lothar-Danner-Medaille in Gold. Der B.A.D.S.  finanziert seine Arbeit hauptsächlich aus den von Staatsanwaltschaften und Gerichten zufließenden Geldbußen, aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen.

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