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Wegfahrsperren erhöhen die Verkehrssicherheit

Pressemitteilung   •   Mai 04, 2014 13:26 CEST

Hamburg (nr). „Wegfahrsperren - sogenannte Alcolocs - minimieren die Gefahren durch Alkohol im Straßenverkehr“- darauf hat der Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr (B.AD.S.) erneut hingewiesen. Der B.A.D.S. reagierte damit auf aktuelle Medienberichte, wonach Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt Überlegungen anstelle, entsprechende gesetzliche Grundlagen zu schaffen.

So wie der Verkehr durch die  Abgrenzung der Promillegrenzen und die Einführung des Alkoholwertes in der Atemluft sicherer geworden sind, machen auch die sogenannten Wegfahrsperren Sinn, sagte heute (2. Mai) der Präsident des B.A.D.S., Dr. Peter Gerhardt.


Gerhardt verwies insbesondere auf Erfahrungen in den USA und in Schweden. „Dort registriert man  seit der Einführung von Wegfahrsperren eine niedrigere Rückfallquote von Alkoholsündern  als in Deutschland. Es wird ein Atemalkohol-Messgerät mit dem Anlasserrelais des Fahrzeugs verbunden, das den Start des Motors erst freigibt, wenn der Fahrer eine Atemprobe abgegeben hat und der Atemalkoholgehalt unterhalb des eingestellten Grenzwertes liegt“, so Der Präsident. Das Gerät sei gegen Manipulationen besonders gesichert und speichere alle Ereignisse wie Atemproben oder versuchte Manipulationen in einem Datenspeicher. Die Sperre erinnere den Fahrer permanent daran, sich verantwortungsbewusst zu verhalten, so Gerhardt weiter. Die Zweifel von Experten, dass die Sperre  möglicher Weise dazu verführe, sich an die Promille-Grenze heranzutrinken, nehme seine Organisation durchaus ernst. „Wir meinen aber nicht, dass es dadurch im Bewusstsein der Gesellschaft dazu führen wird, Alkohol am Steuer grundsätzlich zu akzeptieren.“ 


Der B.A.D.S. knüpft die Zulassung von Wegfahrsperren allerdings an zwei Bedingungen: Messungsungenauigkeiten und Manipulation müssten ausgeschlossen sein und eine einheitliche EU-Regelung müsse gefunden werden. „Soweit die Wegfahrsperre auf eine Alkoholisierung von 0, 3 Promille eingestellt wird, dem Wert,  ab dem die relative Fahruntüchtigkeit beginnt, ist die Gefahr aber sehr gering“, sagte Dr. Gerhardt weiter.


Der Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr wurde 1950 gegründet. Nach der Satzung des gemeinnützigen Vereins gehören zu seinen Aufgaben unter anderem die Aufklärung über die Gefährlichkeit von Alkohol und Drogen und die Förderung der Forschung auf diesem Gebiet. Der Schwerpunkt seiner Erziehungs- und Aufklärungsarbeit wird von 21 Landessektionen getragen. Internationale Akzeptanz findet unsere renommierte wissenschaftliche Publikation BLUTALKOHOL. Jährlich verleihen wir an Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens für ihr Engagement um mehr Sicherheit auf unseren Straßen die Senator-Lothar-Danner-Medaille in Gold. Der B.A.D.S.  finanziert seine Arbeit hauptsächlich aus den von Staatsanwaltschaften und Gerichten zufließenden Geldbußen, aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen.

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