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Bayernwerk-Netzcenter Ampfing stellt Baumaßnahmen 2014 vor – rund 17 Millionen Euro für Netzmaßnahmen im Netzcentergebiet

Pressemitteilung   •   Mai 21, 2014 14:36 CEST

Ampfing. Rund 17 Millionen Euro steckt der Netzbetreiber Bayernwerk im Gebiet seines Netzcenters in Ampfing in seine örtliche Infrastruktur. Das Gebiet des Netzcenters Ampfing umfasst Teile der Landkreise Ebersberg, Mühldorf a. Inn, Traunstein und Rosenheim. Mehr als 300.000 Einwohner werden so über die Infrastruktur des regionalen Netzbetreibers versorgt. Die Nieder- und Mittelspannungsleitungen im Gebiet des Netzcenters in Ampfing haben eine Länge von mehr als 6.000 Kilometern.

„Unsere Netzbaumaßnahmen haben zwei Zielrichtungen: Zum einen müssen wir unsere Netze instand halten, erneuern und erweitern. Zum anderen müssen wir unser Mittel- und Niederspannungsnetz an vielen Stellen ausbauen, um den aus dezentralen, regenerativen Erzeugungsanlagen eingespeisten Strom aufnehmen zu können“, erklärte Dr. Peter Streitle, der beim Bayernwerk für die Region Oberbayern zuständig ist. Eine Besonderheit im Netz des Bayernwerks sei der hohe Anteil an regenerativer Energie. Die ins Bayernwerknetz integrierten EEG-Anlagen haben laut Dr. Peter Streitle eine Leistung von 6.900 Megawatt. „Das Gros davon geht mit rund 5.300 Megawatt übrigens auf Photovoltaik zurück. Rund 240.000 PV-Anlagen speisen in unser Netz ein“, so Streitle. Damit transportiere das Bayernwerk in seinem Netz heute schon über 50 Prozent regenerativen Strom.

Instandhaltung, Erneuerung und Erweiterung des Netzes, aber auch der Ausbau des Netzes zur Einbindung dezentraler Erzeugungsanlagen sei notwendig, um eine weiterhin hohe Versorgungssicherheit in der Region zu gewährleisten. „Im Jahr 2014 wenden wir für unsere oberbayerischen Netzbaumaßnahmen rund 127 Millionen Euro auf. Allein im Netzcentergebiet Ampfing stecken wir mehr als 17 Millionen Euro ins Netz“, hielt Hans Jablonski, Leiter des Netzbetriebs Oberbayern Süd fest.

Auf dem Bauprogramm des Netzcenters Ampfing stünden laut Matthias Urban, Netzbauleiter am Bayernwerk-Netzcenter Ampfing, sowohl Instandhaltungs- und Erweiterungsarbeiten; der Schwerpunkt liege derzeit aber auf rein EEG-bedingten Netzausbauten. Dazu zähle beispielsweise die Maßnahme im Landkreis Mühldorf am Inn im Bereich von Neumarkt-Sankt Veit. Um regenerativ erzeugte Energie ins vorgelagerte Netz transportieren zu können, werde in Hörbering ein neues Umspannwerk errichtet. Derzeit würden dort neue Mittelspannungsverbindungen fertiggestellt. „Wir verlegen innerhalb der Ortschaft Hörbering Mittelspannungsleitungen mit einer Gesamtlänge von 30 Kilometern“, erläuterte Urban die Arbeiten, die bereits Mitte letzten Jahres begonnen haben. „Die Erdkabelarbeiten werden wir bis zum Sommer 2014 abschließen können. Danach verstärken wir im nordöstlichen Bereich von Neumarkt-Sankt Veit Freileitungen mit einer Gesamtlänge von 16 Kilometern“, so Urban weiter. Allein für diese Baumaßnahme stecke der Netzbetreiber fast drei Millionen Euro in den Netzausbau. Ebenfalls im Landkreis Mühldorf am Inn stehe ein Leitungsbau im Bereich der Ortschaften Dorfen und Schwindegg an. Hier würden ab Juni bis in den Herbst über zehn Kilometer Mittelspannungskabel verlegt.

Als Maßnahme im Landkreis Rosenheim nannte Urban zur Verstärkung der Netzinfrastruktur den Neubau einer sogenannten Mittelspannungsausleitung aus dem Umspannwerk Wasserburg Richtung Rechtmehring. In den Ortschaften Hohenberg,

Kraimoos und Reiching werde ein sieben Kilometer langes Mittelspannungskabel verlegt.

Im Landkreis Traunstein stehe eine Leitungsanbindung im Bereich der Ortschaften Altenmarkt a. d. Alz, Grassach und Ginzing an. „Wir stellen die Mittelspannungsleitung aus dem Umspannwerk Traunreut zum Schalthaus Altenmarkt a. d Alz fertig. Rund 22 Kilometer Erdkabel werden wir auf dieser gesamten Strecke verlegen“, berichtet Urban über die Arbeiten, die im Bereich der Stadt Traunreut im Sommer letzten Jahres begonnen haben. Ende Juni werde mit den Bauarbeiten von Altenmarkt a. d. Alz Richtung Grassach und Ginzing begonnen.

Im Markt Kirchseeon des Landkreises Ebersberg wurde ein altes Erdkabel erneuert. Die Erneuerung dieser mehr als einen Kilometer langen Mittelspannungsverbindung von Trafostation Theodor-Haagen-Straße zu Trafostation Am Dachsberg konnte nach vier Wochen Bauzeit in den letzten Tagen abgeschlossen werden.

Die Bayernwerk AG ist der größte regionale Netzbetreiber in Bayern. Mit unserem rund 180.000 Kilometer langen Stromnetz und dem über 5.500 Kilometer langen Gasnetz sichern wir die Energieversorgung in weiten Teilen des Freistaats. Zu den Kernaufgaben unseres Unternehmens zählen neben der sicheren Versorgung der Ausbau und die technologische Entwicklung der Netzinfrastruktur, die dezentrale Erzeugung und das Angebot unterschiedlicher Energiedienstleistungen.