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Bayernwerk startet in Niederbayern Test zur Einführung neuer intelligenter Messsysteme

Pressemitteilung   •   Nov 03, 2016 13:06 CET

Energiezukunft mit schlauen Zählern beginnt im Markt Altdorf

Das Bayernwerk beginnt im niederbayerischen Markt Altdorf (Landkreis Landshut) mit dem Pilotversuch zur Einführung neuer intelligenter Messsysteme. Zu Beginn dieser Woche hat der Energienetzbetreiber in Altdorf rund 1600 ausgewählte Kunden schriftlich informiert und ihnen angeboten, bundesweit zu den ersten Kunden zu zählen, die ihren konventionellen Zähler gegen einen schlauen Stromzähler tauschen können. Mit dem Test bereitet sich das Bayernwerk auf die bundesweite Einführung neuer intelligenter Messsysteme vor, die im kommenden Jahr flächendeckend zur Umsetzung des Digitalisierungsgesetzes kommen wird, das im Sommer in Berlin beschlossen wurde.

Das Bayernwerk hat zu Beginn des Tests Kunden im Markt Altdorf angeschrieben, die entweder einen durchschnittlichen Stromverbrauch von mehr als 3000 kWh haben oder deren Erzeugungsanlage über eine installierte Einspeiseleistung von mehr als 7 kW verfügt. „Diejenigen, die sich melden, um an dem Test teilzunehmen und um früh auf die neue Technik zu setzen, können Energiefresser in ihrem Haushalt schnell und bequem aufspüren. So können sie Zeit und bares Geld sparen“, erklärte Projektkoordinator Alfred Schwab vom Bayernwerk. Wer sich bald für eine Teilnahme entscheidet, hat zusätzlich die Chance, bei einer Verlosung eins von fünf Wochenenden mit einem Elektrosportwagen der Marke Tesla zu gewinnen.

Wie funktioniert ein intelligentes Messsystem? Der schlaue Zähler liest den Stromverbrauch der Kunden alle 15 Minuten automatisch ab und übermittelt ihn nach höchsten Datenschutzstandards täglich testweise per Funk. Der neue Zähler erfasst auch den Strom, den Netzkunden eventuell selbst aus Wind- und Photovoltaikanlagen einspeisen. „Eine bequemere und detailliertere Erfassung der Werte gibt es nicht“, so Alfred Schwab. Mit den Echtzeit-Daten kann das Bayernwerk zudem das Stromnetz flexibler steuern und dadurch Stromerzeugung und -verbrauch besser in Einklang bringen. „So können erneuerbare Energien noch effizienter genutzt und die Energiezukunft vor Ort noch weiter vorangebracht werden“, erklärte Alfred Schwab.

Etwa 80 Prozent aller Kunden werden laut Gesetz zukünftig mit einer sogenannten modernen Messeinrichtung ausgestattet. Das ist ein elektronischer Zähler, der jedoch nicht über ein Kommunikationsmodul verfügt. Die übrigen 20 Prozent aller Kunden erhalten ein intelligentes Messsystem, auch Smart Meter genannt. Bei einem intelligenten Messsystem wird der elektronische Zähler mit einem Smart-Meter-Gateway ergänzt. Sowohl Bezugskunden mit einem Jahresstromverbrauch größer als 6000 kWh müssen künftig laut neuem Messstellenbetriebsgesetz mit einem intelligenten Messsystem ausgestattet werden, als auch Einspeiser mit einer installierten Leistung größer 7kW. Das betrifft im gesamten Bayernwerk-Netzgebiet etwa 700.000 Kunden.

Über Bayernwerk AG:

Die Bayernwerk AG bietet rund fünf Millionen Menschen in Bayern eine sichere Energieversorgung. Der Verteilnetzbetreiber forscht, entwickelt und arbeitet an Energielösungen von morgen. Für die Gestaltung der Energiezukunft in Bayern zeichnet sich das Energieunternehmen vielfach verantwortlich. Dazu zählt die Integration regenerativer Erzeugungsanlagen in das Verteilnetz, die Entwicklung intelligenter Netzkomponenten, die Energiepartnerschaft zu Bayerns Kommunen mit vielfältigen Energiedienstleistungen sowie kundenbezogene moderne Energiekonzepte des Tochterunternehmens Bayernwerk Natur. Mit einem Stromnetz von rund 153.000 Kilometern Länge und einem etwa 5.700 Kilometer langen Erdgasnetz ist das Unternehmen der größte regionale Netzbetreiber in Bayern. Zudem betreibt das Bayernwerk ein Straßenbeleuchtungsnetz mit einer Länge von 34.500 Kilometern. Das Netzgebiet erstreckt sich über Unter- und Oberfranken, die Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern. In sein Netz hat das Bayernwerk rund 260.000 regenerative Erzeugungsanlagen angeschlossen und verteilt so zu mehr als 60 Prozent ausschließlich regenerative Energie. Sitz des Unternehmens ist Regensburg. Das Bayernwerk ist eine 100-prozentige E.ON-Tochter.