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Bei sonnigem Wetter sorgt in Bayern die Photovoltaik für knusprige Weihnachtsgänse – PV-Strom fängt Gänsebratenspitze ab

Pressemitteilung   •   Dez 22, 2015 12:10 CET

Regensburg. Mit der sogenannten Gänsebratenspitze am 25. Dezember hat auch die bayerische Energiewirtschaft seit Langem ein traditionelles Weihnachtsphänomen. Bis vor wenigen Jahren wurde für den zusätzlichen Strombedarf bis zur Mittagszeit des ersten Weihnachtsfeiertages das Zuschalten von Kraftwerken fest eingeplant. Heute nehmen die Weihnachtsgänse im Ofen ein Sonnenbad. Denn: Bei schönem Wetter erzeugen die Photovoltaikanlagen im Netzgebiet des Bayernwerks einen großen Teil der Energie, die zur Zubereitung des traditionellen Weihnachtsgerichts nötig ist.

Als „Gänsebratenspitze“ wird der zusätzliche Strombedarf der häuslichen Backöfen bezeichnet, der zur Zubereitung des traditionellen Festgerichts benötigt wird. Die Höhe des zusätzlichen Strombedarfs liegt bei mehreren hundert Megawatt. Dieser jährlich messbare Anstieg am Vormittag des 25. Dezembers zeigt, dass der Festtagsbraten am ersten Weihnachtsfeiertag weiterhin zu den Traditionen in Bayerns Familien zählt.

Bis vor wenigen Jahren wurden zur Zubereitung des Weihnachtsbratens in der Zeit von 09:30 bis gegen 12:00 Uhr zusätzliche konventionelle Kraftwerkskapazitäten abgerufen. Seit dem Jahr 2010 kommt im Netzgebiet des Bayernwerks am 25. Dezember zunehmend die Photovoltaik ins Spiel, um die Gänse in den Backöfen gold-braun werden zu lassen.

Heute speisen knapp 260.000 Photovoltaik-Anlagen in das Netz des Bayernwerks ein. Bei optimalen Wetterbedingungen ist die gesamte Erzeugungsleistung dieser Anlagen immens: Im Jahr 2015 gab es mehrere Tage, an denen die Stromeinspeisung aus diesen Anlagen über 4.000 Megawatt lag. Das entspricht der Leistung von vier Großkraftwerken.

Mit dem Zuwachs der regenerativen Erzeugungsanlagen liefert die Photovoltaik im Bayernwerk-Netz, das überwiegend ländlich geprägte Regionen Bayerns versorgt, oft mehr Strom, als in der Region im selben Moment verbraucht wird. Das ist insbesondere an sonnigen Wochenenden und Feiertagen der Fall. Die hohe Erzeugung der PV-Anlagen übersteigt dann den gegenüber Werktagen geringeren Strombedarf bei Weitem. Der regional überschüssige Photovoltaik-Strom wird in diesen Fällen über die Netzinfrastruktur überregional verteilt oder über höhere Spannungsebenen abtransportiert.

Sollte somit am ersten Weihnachtsfeiertag – und so lassen es die heutigen Wetterprognosen vermuten – sonniges Wetter herrschen, dann wird im Bayernwerk-Netzgebiet PV-Strom erheblich dazu beitragen, den zusätzlichen Strombedarf für den Weihnachtsbraten zu decken und die Gänsebratenspitze deutlich kompensieren. Im Jahr 2012 beispielsweise wurde die Gänsebratenspitze im Bayernwerk-Netz nahezu gänzlich durch Photovoltaik abgedeckt. Ein Zuschalten konventioneller Kraftwerksreserven war nahezu nicht erforderlich.

Der zusätzlich zu erwartende Leistungsbedarf wird vom Übertragungsnetzbetreiber (TenneT) zusammen mit der zu erwartenden Einspeisung aus Erneuerbaren Energien erfasst und fließt in die Kraftwerkseinsatzplanung ein.

Über Bayernwerk AG:

Die Bayernwerk AG ist der größte regionale Netzbetreiber in Bayern. Mit einem Stromnetz von rund 153.000 Kilometern Länge und einem über 5.700 Kilometer langen Erdgasnetz sichert das Unternehmen die Energieversorgung in weiten Teilen des Freistaats. Zudem betreibt das Bayernwerk ein Straßenbeleuchtungsnetz mit einer Länge von 34.500 Kilometern. Das Netzgebiet des Bayernwerks erstreckt sich über Unter- und Oberfranken, die Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern. In seinem Netz transportiert das Unternehmen mehr als 60 Prozent regenerative Energie. Zu den Kernaufgaben des Bayernwerks zählen neben einer sicheren Versorgung insbesondere der Ausbau und die technologische Entwicklung der Netzinfrastruktur. Zudem bietet das Bayernwerk seinen Kunden unterschiedliche Energiedienstleistungen. Das Tochterunternehmen Bayernwerk Natur kümmert sich um den Bau und den Betrieb dezentraler und regenerativer Kleinkraftwerke. Das Bayernwerk gestaltet die Energiezukunft in Bayern maßgeblich mit und leistet einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Energieversorgung. Sitz des Unternehmens ist Regensburg. Das Bayernwerk ist eine 100-prozentige E.ON-Tochter.

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