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Kunst am Trafo: Türmer, Kegel und ein Dichter entstehen auf Trafostation in Ebern

Pressemitteilung   •   Okt 21, 2016 10:52 CEST

Zum Rückert-Jahr 2016: Die Künstler der Firma Art-EFX gestalteten mit ihrer Spraykunst im Auftrag des Netzbetreibers Bayernwerk eine Trafostation im unterfränkischen Ebern. Entstanden ist ein Kleinod, das die Verbindung des Dichters zur Stadt mit ihrem berühmten Kegelspiel gelungen in Szene setzt.

Ebern. Unzählige Trafostationen sorgen für den reibungslosen Netzbetrieb und den Transport des Stroms im Freistaat. Aber nicht nur als technisches, sondern immer mehr auch als künstlerisches Meisterwerk präsentieren sich Transformatoren des Bayernwerks ihren Betrachtern. Oft erschließt sich erst auf den zweiten Blick, dass sich hinter den Kunstwerken ein Trafogebäude verbirgt.

In der unterfränkischen Stadt Ebern im Landkreis Haßberge haben die professionellen Sprayer der Firma Art-EFX im Auftrag des Bayernwerks nun eine Trafostation umgestaltet. Sie gaben dem Transformatorenhäuschen in der Andreas-Hubmann-Straße mit verschiedenen Lacken aus der Spraydose ein lebhaftes Gehäuse. Themengebend war unter anderem das Rückert-Jahr 2016. Vor 150 Jahren verstarb der Dichter und Sprachgelehrte, der Zeit seines Lebens immer wieder in Ebern wohnte.

Jetzt trafen sich Bürgermeister Jürgen Hennemann, Ingo Schroers, beim Bayernwerk für Kommunen und Kooperationen in Unter- und Oberfranken verantwortlich, und Christian Ziegler, Kommunalbetreuer des Netzbetreibers, vor der Station in Ebern, um das Kunstwerk gemeinsam vorzustellen. „Uns ist es ein großes Anliegen, dass das Motiv individuell zur Umgebung und zur Kommune passt“, erklärte Ingo Schroers. Die Ausarbeitung des künstlerischen Konzepts und die Motivauswahl sei deshalb in enger Abstimmung mit der Stadt erfolgt.

Doch nicht nur der sprachgewandte Dichter fand mit einem großen Porträt und seinem Gedicht „Der Mittelpunkt“ einen Platz auf dem Trafogehäuse. Die Spray-Virtuosen verewigten außerdem das Stadtpanorama mit den noch stehenden Türmen des berühmten Kegelspiels in einer sommerlichen Landschaft. Acht Türme der mittelalterlichen Stadtbefestigung und der Kirchturm der Stadtpfarrkirche ergaben sinnbildlich die neun Kegel eines Kegelspiels.

„Bei den vielen Türmen darf natürlich auch der Türmer in dem Motiv nicht fehlen“, ergänzte Christian Ziegler. Und in der Tat haben die Künstler von Art-EFX auch den berühmten Stadtwächter von Ebern in ihrem Kunstwerk nicht vergessen: Auf der Trafostation ist täuschend echt eine Familie dargestellt, die auf dem Weg in die Stadt an dem Mann mit Hellebarde, Lampe und Eber vorbei kommt. Im Hintergrund das weitläufige Stadtpanorama.

Rund 30 Trafostationen im gesamten Netzgebiet gestaltet Art-EFX im Auftrag des Bayernwerks in diesem Jahr künstlerisch um. Mit dieser Aktion will der größte regionale Netzbetreiber im Freistaat die Bedeutung von Trafostationen als Garant für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung öffentlich sichtbar machen.

Über Bayernwerk AG:

Die Bayernwerk AG bietet rund fünf Millionen Menschen in Bayern eine sichere Energieversorgung. Der Verteilnetzbetreiber forscht, entwickelt und arbeitet an Energielösungen von morgen. Für die Gestaltung der Energiezukunft in Bayern zeichnet sich das Energieunternehmen vielfach verantwortlich. Dazu zählt die Integration regenerativer Erzeugungsanlagen in das Verteilnetz, die Entwicklung intelligenter Netzkomponenten, die Energiepartnerschaft zu Bayerns Kommunen mit vielfältigen Energiedienstleistungen sowie kundenbezogene moderne Energiekonzepte des Tochterunternehmens Bayernwerk Natur. Mit einem Stromnetz von rund 153.000 Kilometern Länge und einem etwa 5.700 Kilometer langen Erdgasnetz ist das Unternehmen der größte regionale Netzbetreiber in Bayern. Zudem betreibt das Bayernwerk ein Straßenbeleuchtungsnetz mit einer Länge von 34.500 Kilometern. Das Netzgebiet erstreckt sich über Unter- und Oberfranken, die Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern. In sein Netz hat das Bayernwerk rund 260.000 regenerative Erzeugungsanlagen angeschlossen und verteilt so zu mehr als 60 Prozent ausschließlich regenerative Energie. Sitz des Unternehmens ist Regensburg. Das Bayernwerk ist eine 100-prozentige E.ON-Tochter.