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Neuer Korrosionsschutz für 207 Hochspannungsmasten

Pressemitteilung   •   Aug 30, 2019 16:43 CEST

Echte Handarbeit: Mit dem Farbeimer am Gürtel und dem Pinsel in der Hand klettern Mitarbeiter einer Fachfirma im Auftrag des Bayernwerks auf Hochspannungsmasten. Der Anstrich erneuert den Korrosionsschutz.

Bayreuth. Die Bayernwerk Netz GmbH (Bayernwerk) erneuert in diesem Sommer den Korrosionsschutz von 207 Masten der Hochspannungsfreileitungen Immenreuth – Speichersdorf - Pegnitz sowie auf der Strecke zwischen Schnabelwaid und Bayreuth. Die bis zu 40 Meter hohen Maste werden zunächst von Mitarbeitern einer Fachfirma mit einem Hochdruckreiniger gesäubert und anschließend mit grüner Schutzfarbe gestrichen. Der Korrosionsschutz wird alle 25 bis 30 Jahre erneuert. Für die gesamte Maßnahme wendet das Bayernwerk rund 585.000 Euro auf.

„Die Instandhaltung der 207 Maste dient einer langfristig sicheren Stromversorgung“, sagt Johannes Bauer von der Bayernwerk Netz GmbH. Die Reinigungs- und Streicharbeiten haben im Mai dieses Jahres begonnen und werden im Auftrag des Bayernwerks von einer spezialisierten Partnerfirma ausgeführt. Im Schnitt sind rund 14 Mitarbeiter zeitgleich auf mehreren Masten in verschiedenen Leitungsabschnitten im Einsatz. Momentan wird mit den Arbeiten auf dem Teilstück von Bayreuth Süd in der Nähe des Südfriedhofs in Richtung Leitungsendpunkt stadtauswärts an der Bundesstraße Richtung Kulmbach in Höhe des Wertstoffhofs begonnen.

Im ersten Arbeitsschritt wird die Baustelle täglich durch den Verantwortlichen des Bayernwerks gesichert und freigegeben. „Für die Sicherheit der Arbeiter und die deutliche Sichtbarkeit, welche Leitung ausgeschaltet ist, werden grüne Fahnen an der Spitze und am Mastfuß befestigt“, erklärt Johannes Bauer. Die verzinkten Stahlmaste werden dann vollständig mit einem Hochdruckwaschgerät gereinigt. Falls erforderlich werden letzte Verschmutzungen vor dem Anstrich mit einer Bürste entfernt. Entfernt werden Verunreinigungen wie Staub, Dreck, Vogelkot und Moose. „Je nach Entfernung und Windrichtung kann die Wasserwolke des Hochdruckreinigers wie eine Rauchsäule aussehen. Solange die Sanierungsarbeiten laufen, bitten wir Passanten oder vorbeifahrende Autofahrer sich zu vergewissern, ob auf dem Mast vielleicht gearbeitet wird, bevor sie die Feuerwehr rufen“, sagt Johannes Bauer. Schon einige Mal musste die Feuerwehr vergebens ausrücken.

30.000 Quadratmeter Fläche

Wenn alle Mast-Teile sauber sind, werden die einzelnen Streben und Verbindungen gestrichen. Der Aufwand bemisst sich nach der Fläche der Maste. Diese reicht von etwa 180 bis 600 Quadratmeter, je nach Stärke und Höhe des jeweiligen Masts. Während der Instandhaltungsarbeiten ist derjenige Stromkreis, der sich auf der Masthälfte befindet, wo gereinigt und gestrichen wird, ausgeschaltet. Die Abschaltungen finden in Absprache mit der Bayernwerk-Netzleitstelle statt. Für die Stromversorgung in der Region bedeutet die Maßnahme keine Einschränkungen, da bei geplanten Schaltungen stets alternative Leitungen im Netz für die Stromversorgung zur Verfügung stehen.

Großflächige, weiße Abdeckungen am Boden dienen dem Landschafts- und Umweltschutz. Insgesamt werden auf den beiden 110-kV-Leitungen von Immenreuth über Speichersdorf nach Pegnitz und von Schnabelwaid nach Bayreuth in diesem Sommer 207 Maste mit einer Gesamtfläche von 30.000 Quadratmetern instandgesetzt. Auf der Leitung Immenreuth – Speichersdorf - Pegnitz liegen die Kosten bei rund 350.000 Euro, auf der Leitung Schnabelwaid – Bayreuth bei rund 235.000 Euro. Die gesamte Instandhaltungsmaßnahme soll im Oktober abgeschlossen werden.

Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH:

Die Bayernwerk Netz GmbH sorgt mit rund 2.700 Mitarbeitern für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung der rund sieben Millionen Menschen in den bayerischen Regionen Unter- und Oberfranken, Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern. Das Unternehmen ist der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern: Sein Stromnetz umfasst 154.000 Kilometer, sein Gasnetz 5.800 Kilometer und das Straßenbeleuchtungsnetz 34.600 Kilometer. In seinen Energienetzen verteilt das Unternehmen zu 60 Prozent elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. Dafür sorgen knapp 300.000 dezentrale Erzeugungsanlagen, die in das Netz des Bayernwerks Ökostrom einspeisen. In Nord- und Ostbayern versorgt das Unternehmen Kunden auch über sein Erdgasnetz. Mit innovativen Lösungen entwickelt das Unternehmen Energiesysteme von morgen und ist an mehr als 20 Standorten im Land präsent. Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.