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Spraykunst gibt Einblicke in neue Gas-Verteilstation

Pressemitteilung   •   Jul 31, 2019 10:00 CEST

Die Wandgestaltung ist täuschend echt. v.l.: Markus Seidel (Leiter Netzbau Naila), Markus Hausmann (Technischer Leiter), Reinhold Kellner (GF Gasversorgung Wunsiedel), Karl-Willi Beck (BM Wunsiedel) und Marco Krasser (GF Gasversorgung Wunsiedel).

Wunsiedel. Zur Energieversorgung gehört eine Menge Technik, die für die meisten Menschen unsichtbar bleibt. Um das zu ändern, geht die Gasversorgung Wunsiedel GmbH, eine gemeinsame Gesellschaft der Bayernwerk AG und der Stadtwerke Wunsiedel, bei der Gestaltung ihrer Bauwerke nun neue Wege. Am Dienstag, 30. Juli, wurde die erste Verteilstation eingeweiht, deren Innenleben künstlerisch auf die Fassade gebracht wurde. Wunsiedels Erster Bürgermeister Karl-Willi Beck zeigte sich bei der offiziellen Inbetriebnahme der Gas-Übergabestation begeistert von dem „gelungenen Experiment“.

Wer sich schon immer gefragt hat, was sich in einem dieser Bauwerke versteckt, der sollte einmal in der Wunsiedler Espenstraße vorbeigehen. Dort hat der regionale Gasversorger zusammen mit dem Bayernwerk ein Pilotvorhaben umgesetzt. An zwei Wände der neuen Gas-Übergabestation haben die Profis von art-efx farbenprächtige Graffiti gesprüht. Die Kunstwerke zeigen die technischen Bauteile, die sich verschlossen hinter der Tür der Station befinden.

„Wir machen damit die Energiewelt erlebbar“, freute sich Reinhold Kellner, Geschäftsführer der Gasversorgung Wunsiedel. In der neu gebauten Übergabestation wird Erdgas vom vorgelagerten Netz der FGN in das Ortsnetz der Gasversorgung Wunsiedel übernommen. Hierfür muss der Druck von etwa 50 bar auf 3,3 bar für Industriekunden und Haushaltskunden entspannt werden. Außerdem wird dem geruchslosen natürlichen Gas ein Duftstoff beigemischt, der Fachmann spricht von Odorierung. „Nur deshalb können wir Erdgas riechen, was aus Gründen der Sicherheit sehr wichtig ist“, so Reinhold Kellner. Bis kurz vor Baubeginn verlief noch eine 20-Kilovolt-Freileitung quer über das Baufeld. Diese wurde für rund 650.000 Euro durch ein Leistungsstärkeres Erdkabel ersetzt, so Markus Seidel, Netzbauleiter Kundencenter Naila, von der Bayernwerk Netz GmbH.

Investition wegen Mehrbedarf an Erdgas nötig

Die Investition in Höhe von etwa 1,2 Millionen Euro sei nötig gewesen, weil durch den Ausbau der Strom- und Pelletproduktion mehr Erdgas gebraucht werde, erläuterte Marco Krasser, wie Kellner Geschäftsführer der Gasversorgung. Mit der Entkernung der bestehenden Bezugsstation und dem Neubau habe man sich für die wirtschaftlich und technisch sinnvollste Lösung entschieden. Mit dem Bau wurde die Bayernwerk Netz, die nun auch die Betriebsführung verantwortet, beauftragt. Die enge Kooperation von allen Beteiligten machte es möglich, den engen Zeitplan bis zur Inbetriebnahme im August 2018 einzuhalten.

Die Erweiterung der Station und die künstlerische Gestaltung passen hervorragend zur Philosophie des WUNsiedler Wegs, meinte Bürgermeister Karl-Willi Beck. Mit umfassenden Strategien unter diesem Motto baut der lokale Partner, die Stadtwerke Wunsiedel, bereits seit Jahren eine nachhaltige Energiewirtschaft auf, wobei Erdgas als Übergangstechnologie unverzichtbar ist. Ebenso unverzichtbar ist laut Beck die offene Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern: „Wir wollen und müssen die Menschen auf unserem Weg mitnehmen.“ Er hofft, dass das informative Kunstwerk gut angenommen und pfleglich behandelt wird.

Kapazität um Faktor 15 erhöht

Während in der Vorgänger-Station lediglich 650 Normkubikmeter pro Stunde aus dem Verteilnetz übernommen werden konnten, sind es nun rund 9.750 Normkubikmeter. Die Kapazität wurde also um den Faktor 15 erhöht. Zwar sind diese Zahlen für Laien wenig aussagekräftig, die Graffiti aber werden wohl jeden ansprechen, der an der Station vorbeiläuft – und ihm ein wenig von dem vermitteln, was alles hinter einer modernen Gasversorgung steckt.

Kurzprofil Bayernwerk AG:

Die Bayernwerk AG steuert die Unternehmen der Bayernwerk-Gruppe. Diese kümmern sichum Kundenlösungen, moderne und sichere Energienetze, Elektromobilität, dezentrale Energieerzeugung oder die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung. Die Bayernwerk-Gruppe unterstützt die Menschen in Bayern bei der Energiewende vor Ort und fördert die Wirtschaftskraft und Lebensqualität in den bayerischen Regionen. Sitz der Bayernwerk AG ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter des E.ON-Konzerns.

Über die Gasversorgung Wunsiedel GmbH

Die Gasversorgung Wunsiedel GmbH wurde 1981 gegründet. Gesellschafter sind mit gleichen Anteilen die SWW Wunsiedel GmbH und die Bayernwerk AG. Die SWW Wunsiedel GmbH ist eine Tochter der Stadt Wunsiedel. Zu ihren Geschäftsfeldern gehören die Strom-, Gas-, Wasser- und Wärmeversorgung sowie die Sparte Telekommunikation. Das Unternehmen hat es sich zum Ziel gesetzt, die Energiezukunft aktiv zu gestalten. Die dafür entwickelten Strategien werden als WUNsiedler Weg bezeichnet.

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