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Umspannwerk-Neubau in Naila liegt im Zeitplan

Pressemitteilung   •   Mär 13, 2020 13:15 CET

Alles im Zeitplan: Bei einem Besuch auf der Baustelle für das neue Umspannwerk in Naila hat sich Technik Vorstand Dr. Egon Westphal (r.) bei Teamleiter Stefan Schmitt über den Baufortschritt informiert.

Naila. Bei einem Besuch auf der Baustelle für das neue Umspannwerk in Naila hat sich Technik-Vorstand Dr. Egon Westphal über den Baufortschritt informiert. Für rund sechs Millionen Euro optimiert die Bayernwerk Netz GmbH (Bayernwerk) momentan die Netzinfrastruktur im Landkreis Hof. Um neue Netzkapazitäten für die Einspeisung erneuerbarer Energien zu schaffen, entsteht an der Bundesstraße 173 in Höhe Naila-Mitte ein neuer Netzknotenpunkt, der das alte Umspannwerk im Gewerbegebiet Zum Kugelfang ersetzen wird.

„Die Bauarbeiten laufen seit dem Spatenstich Ende 2018 wie geplant. Aufgrund des milden Winters hat es keine Verzögerungen gegeben“, erläuterte Projektleiter Maximilian Greger. Der Bau der Fundamente und die Montage aller sichtbarer Primärtechnik wie Wandler, Sammelschiene, Trenner, Leistungsschalter und Trafos ist abgeschlossen. Bis zur Inbetriebnahme Ende des Jahres folgen noch die Anbindung der 20-kV-Stromkreise, technische Prüfungen und Abnahmen, die Gestaltung der Außenanlagen und die Fertigstellung der Zufahrtswege. Der Neubau des Umspannwerks in Naila ist notwendig geworden, um der zunehmenden Einspeisung regenerativer Erzeugungsanlagen in der Region gerecht zu werden. Die Kosten für das Grundstück, die Mittelspannungs- und Hochspannungsanbindung sowie für den Rückbau des alten Umspannwerks liegen bei gesamt etwa sechs Millionen Euro.

535 Millionen Euro für Bayerns Energienetze

„Der Netzausbaubedarf in ganz Bayern bleibt weiter hoch. Wir wenden in diesem Jahr eine Gesamtsumme von rund 535 Millionen Euro für Instandhaltung und Erneuerung unserer Netze auf. Unsere Infrastruktur erfordert immer mehr Digitalisierung und Innovation“, sagte Dr. Egon Westphal. Der Technik-Vorstand des Bayernwerks hat ein klares Bild, wie die bayerische Energieversorgung in Zukunft aussehen wird: In nicht städtischem Versorgungsgebiet gewinnen sogenannte lokale Märkte an Bedeutung. „Energie wird vor Ort erzeugt, vor Ort gespeichert und vor Ort verbraucht. Dahinter stecken komplexe Technologien. Unsere Netze sichern in diesem anspruchsvollen Umfeld weiterhin die Versorgung von rund sieben Millionen Menschen in Bayern“, meinte Dr. Egon Westphal.

In Naila hat sich das Bayernwerk für den Neubau des Umspannwerks an einem neuen Standort außerhalb der Stadt entschieden. Am bisherigen Standort hätte für die notwendige Modernisierung und den Ausbau nicht ausreichend Platz zur Verfügung gestanden. „Das Umspannwerk wird mit einer 110-kV-Schaltanlage und zwei 40 MVA- Netztransformatoren ausgestattet mit Option zur Erweiterung eines weiteren Netztrafos. Die Hochspannungsanlage speist dann in eine Mittelspannungsschaltanlage mit 26 Schaltfeldern ein“, erklärte Markus Seidel, Netzbauleiter Kundencenter Naila. Begünstigt wurde die Entscheidung für den Neubau durch die Tatsache, dass einzelne Komponenten in der Altanlage demnächst hätten erneuert werden müssen.

Zwei Jahre Bauzeit

Zur Anbindung werden Mittelspannungskabel mit einer Länge von rund 13 Kilometern verlegt. Die Tiefbauarbeiten nutzt das Energieunternehmen zudem, um für das intelligente Energienetz vorzusorgen. In den Kabeltrassen werden sogenannte HDPE-Leerrohre zur Kommunikationsanbindung eingesetzt. Über das Umspannwerk speisen die drei Windparks Berg-Espich, Schauenstein und Selbitz allein mit einer Erzeugungsleistung von insgesamt 43 Megawatt ins Mittelspannungsnetz ein. Weitere Erzeugungsanlagen zur Einspeisung sind angefragt. Die Inbetriebnahme des neuen Umspannwerks ist nach rund zweijähriger Bauzeit Ende dieses Jahres geplant.

Kurzprofil Bayernwerk AG:

Die Bayernwerk AG steuert die Unternehmen der Bayernwerk-Gruppe. Diese kümmern sich um Kundenlösungen, moderne und sichere Energienetze, Elektromobilität, dezentrale Energieerzeugung oder die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung. Die Bayernwerk-Gruppe unterstützt die Menschen in Bayern bei der Energiewende vor Ort und fördert die Wirtschaftskraft und Lebensqualität in den bayerischen Regionen.

Sitz der Bayernwerk AG ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter des E.ON-Konzerns.

Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH:

Die Bayernwerk Netz GmbH sorgt mit rund 2.700 Mitarbeitern für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung von rund sieben Millionen Menschen in den bayerischen Regionen Unter- und Oberfranken, Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern. Das Unternehmen ist der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern: Sein Stromnetz umfasst 154.000 Kilometer, sein Gasnetz 5.800 Kilometer und das Straßenbeleuchtungsnetz 34.600 Kilometer. In seinen Energienetzen verteilt das Unternehmen zu 60 Prozent elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. Dafür sorgen knapp 300.000 dezentrale Erzeugungsanlagen, die in das Netz des Bayernwerks Ökostrom einspeisen. In Nord- und Ostbayern versorgt das Unternehmen Kunden auch über sein Erdgasnetz. Mit innovativen Lösungen entwickelt das Unternehmen Energiesysteme von morgen und ist an mehr als 20 Standorten im Land präsent.

Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.

Kurzprofil Bayernwerk Natur GmbH:

Die Bayernwerk Natur GmbH entwickelt dezentrale, maßgeschneiderte Energielösungen und betreibt rund 180 energieeffiziente und regenerative Kraftwerksanlagen wie Biomasseheizwerke, Biogas- und Bio-Erdgasanlagen, Blockheizkraftwerke, Wärmepumpenanlagen, Geothermieanlagen, Pelletheizungen, Gas- und Dampfturbinenheizkraftwerke sowie Wind- und Kleinwasserkraftanlagen. Auch in der Wärmeversorgung bietet die Bayernwerk Natur kundenorientierte Lösungen an. 

Sitz der Bayernwerk Natur GmbH ist Unterschleißheim. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.