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Vorbildliche Energieprojekte gesucht

Pressemitteilung   •   Feb 02, 2020 10:00 CET

Am Freitag (31. Januar) ist der Startschuss für den Bürgerenergiepreis 2020 gefallen. Auftakt war in der Grund- und Mittelschule Hummeltal (Landkreis Bayreuth), einem der Vorjahressieger. Bewerbungsschluss ist der 29. Juni.

​Hummeltal (Landkreis Bayreuth). Mitmachen lohnt sich: Insgesamt 10.000 Euro Preisgelder warten auf engagierte Oberfranken, die sich in ihrem Umfeld für Klimaschutz und Energieeffizienz stark machen. Am Freitag ( 31. Januar) ist der Startschuss für den Bürgerenergiepreis 2020 gefallen: Alle oberfränkischen Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Bildungseinrichtungen sind ab sofort wieder aufgerufen, sich direkt beim Bayernwerk für den Bürgerenergiepreis zu bewerben.

Zum Auftakt der Aktion haben Regierungsvizepräsident Thomas Engel und Ingo Schroers, Mitglied der Geschäftsleitung der Bayernwerk Netz GmbH (Bayernwerk), gemeinsam die Grund- und Mittelschule Hummeltal im Landkreis Bayreuth besucht. Ebenso waren Schulamtsdirektorin Marina Lindner, stellvertretende Landrätin, Christa Reinert-Heinz sowie der Bürgermeister aus Hummeltal, Patrick Meyer und der Geseeser Bürgermeister Harald Feulner, vor Ort dabei. Die Lehrkräfte der Schule hatten Projekte rund um erneuerbare Energien ein ganzes Schuljahr lang im Unterrichtsplan verankert. Dafür ist die Schule im letzten Jahr mit dem Bürgerenergiepreis ausgezeichnet worden. Traditionell beginnt jede neue Runde der Ausschreibung mit dem Besuch bei einem der Vorjahres-Preisträger. „An diesem Ort wird anschaulich, worum es uns geht: Nämlich um vorbildliches Engagement und um persönlichen Einsatz für die Energiewende. Auf solche Vorbilder möchten wir mit der Verleihung des Bürgerenergiepreises aufmerksam machen, damit sich möglichst viele Bürgerinnen und Bürger ein Beispiel nehmen und ebenfalls aktiv werden“, motiviert Ingo Schroers. Die Aktion des Bayernwerks geht in diesem Jahr in Oberfranken bereits in die siebte Runde.

Preis für Engagement im direkten Umfeld

Energievorbilder können nicht nur Privatpersonen werden: Auch Vereine, Kindergärten oder Schulen waren in den vergangenen Jahren unter den Preisträgern. Thomas Engel erklärt: „Wir hoffen, dass sich wieder so viele bewerben wie in den letzten Jahren. Der Bürgerenergiepreis führt uns immer wieder vor Augen, wie engagiert sich die Bürgerinnen und Bürger Oberfrankens für mehr Energieeffizienz und erneuerbare Energien einsetzen. Damit leisten sie auch einen starken Beitrag zum Klimaschutz. Darüber freuen wir uns sehr.“

Die Modalitäten 

Die Bewerbungsunterlagen und weitere Informationen zum Bürgerenergiepreis sind unter www.bayernwerk.de/buergerenergiepreis zu finden. Einsendeschluss ist der 29. Juni 2020. Aus den Einsendungen wählt eine Jury die Preisträger aus. Eingereicht werden können Projekte, die entweder in Planung sind, im laufenden Jahr begonnen haben oder wegen ihrer inhaltlichen Qualität nach wie vor Bestand haben. Projekte, die nach dem Einsendeschluss eingehen, werden im folgenden Jahr berücksichtigt.

Mit gutem Beispiel voran

Der Bürgerenergiepreis wurde ins Leben gerufen, um Menschen zu motivieren, sich aktiv Gedanken darüber zu machen, wie wir heute mit Energie umgehen. Thomas Engel betont, wie wichtig das sei: „Menschen brauchen Vorbilder – und diese finden sie in unseren Preisträgern. Indem wir ihre Ideen publik machen, regen sie andere zum Nachahmen an. Gleichzeitig belohnen wir die Preisträger für ihr Engagement.“ Ziel ist es, möglichst viele Menschen zu ermutigen, ebenfalls zukunftsweisende Lösungen in ihrem Umfeld umzusetzen. Die Grund- und Mittelschule Hummeltal ist eines von vielen guten Beispielen mit Außenwirkung. Das Thema „Energie und ihre Formen“ wurde als Jahres-thema an der Schule verankert. Vier Energietage und das „Energie-Schulfest“ boten den Schülern aller Jahrgangsstufen die Möglichkeit, sich mit den verschiedenen Arten von Energie zu beschäftigen. Der Energieverbrauch und Energiesparen wurden besprochen, Ressourcen und gesundes Frühstück waren ebenfalls interessante Themen. Der Besuch einer Windkraftanlage, die Solarscheunen im Ort sowie einer Wärme-Kälte-Anlage an der Uni in Bayreuth standen ebenfalls auf dem Programm. Darüber hinaus wurden zehn LEGO-Kästen „Education Energie“ angeschafft, mit denen zum Beispiel Strandsegler, Windräder oder ein Kran von den jungen Menschen gebaut werden können. Die Mittelschüler erhalten Erkenntnisse über zugeführte und abgegebene Energie und erfassen Ergebnisse und Messwerte. „Das Wissen über erneuerbare Energien sollte auch an anderen Schulen mit einer solchen Selbstverständlichkeit an den Nachwuchs vermittelt werden“, erläutert Ingo Schroers. Großes Lob für die Maßnahmen gab es auch von Marina Lindner, Christa Reinert-Heinz, Patrick Meyer und Harald Feulner, die die Vorbildfunktion der Schule hervorhoben.

Erstmals wurde der Bürgerenergiepreis 2013 in Niederbayern verliehen. Inzwischen werden regelmäßig Gewinner auch in den Regierungsbezirken Oberbayern, Unterfranken, Oberfranken und in der Oberpfalz ausgezeichnet. Videos der bisherigen Sieger sind im Bayernwerk-Kanal auf YouTube zu finden.

Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH:

Die Bayernwerk Netz GmbH sorgt mit rund 2.700 Mitarbeitern für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung von rund sieben Millionen Menschen in den bayerischen Regionen Unter- und Oberfranken, Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern. Das Unternehmen ist der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern: Sein Stromnetz umfasst 154.000 Kilometer, sein Gasnetz 5.800 Kilometer und das Straßenbeleuchtungsnetz 34.600 Kilometer. In seinen Energienetzen verteilt das Unternehmen zu 60 Prozent elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. Dafür sorgen knapp 300.000 dezentrale Erzeugungsanlagen, die in das Netz des Bayernwerks Ökostrom einspeisen. In Nord- und Ostbayern versorgt das Unternehmen Kunden auch über sein Erdgasnetz. Mit innovativen Lösungen entwickelt das Unternehmen Energiesysteme von morgen und ist an mehr als 20 Standorten im Land präsent.

Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.