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Gutachter und Sachverständige gesucht!

News   •   Mär 12, 2019 13:06 CET

DGuSV

In vielen Berufen in Deutschland fehlt der Nachwuchs.

Und ja, auch die Gutachter und Sachverständigen bleiben davon nicht verschont. Vor allem im Bereich Handwerk gibt es einen Mangel an Gutachter und Sachverständigen.

Sachverständige und Gutachter zeichnen sich durch ein hohes Fachwissen und entsprechende Charakterstärke aus. Letztere muss immer wieder bei streitenden

Parteien unter Beweis gestellt werden. In einigen Regionen Deutschlands fehlt es jedoch jetzt schon am Sachverständigennachwuchs. Vor allem im Bereich des Handwerks mangelt es immer mehr an fachlichen Experten. Das liegt vielleicht auch daran, dass das Handwerk in den letzten Jahren einen enormen Wandel erlebt hat. Zu Beginn der 90´er Jahre wurden die neuen Qualitätsrichtlinien und die verbindliche Prüfung der Anwärter eingeführt.

Wer im Bereich Handwerk als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger tätig werden darf, hat einen langen Weg vor sich. So muss man sich nicht nur bei der Handwerkskammer vorstellen, sondern auch vor einer Expertenkommission des jeweiligen Fachverbandes die besonderen fachlichen Kenntnisse unter Beweis stellen. Zudem muss ein Mindestalter von 30 Jahren eingehalten werden. Was aber vielleicht noch viel wichtiger ist, der zukünftige öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständiger muss beim Finanzamt und der Polizei ein „reine Weste“ haben. Auch sollte der Sachverständige in wirtschaftlich geordneten Verhältnissen leben und sich mündlich, wie auch schriftlich gut ausdrücken können.

Immer weniger entsprechen den Vorgaben

Selbst die Persönlichkeit des Sachverständigen wird auf Herz und Nieren geprüft. Dies spielt vor allem in Hinblick auf die Arbeit mit streitenden Parteien eine entscheidende Rolle. Schließlich muss der Sachverständige auch in einem enormen Spannungsfeld immer noch ruhig und objektiv arbeiten können. Bei den heutigen Prüfungen kommt nur noch jeder zweite Anwärter durch. Aber selbst als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger ist dann noch nicht alles geschafft. Denn auch hier ist die Auftragslage nicht immer rosig. Viele Sachverständige erstellen im Schnitt 10 bis 12 Gutachten im Jahr für Gerichte o.Ä. Davon kann niemand leben. Das ist sicherlich mit ein Grund, warum es immer weniger Sachverständige gibt. Dabei hängt die eigene Auftragslage auch oftmals vom eigenen Ansehen und natürlich auch der Konkurrenz ab.

Weniger öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständiger in Deutschland

Knapp die Hälfte der Sachverständiger in unserem Land kommen aus dem Handwerk. Und es werden immer weniger. In einigen Kammerbezirken können einzelne Gewerke schon nicht einmal mehr abgedeckt werden. Entsprechend sollte jede Handwerkskammer wirklich Wert darauflegen, die Sachverständigenbestellung zu priorisieren. Schließlich ist ein ganz wichtiger Punkt beim handwerklichen Sachverständigen die Selbstregulierung eines Wirtschaftszweiges. So werden die Mängel eines Handwerkers durch einen handwerklichen Sachverständigen objektiv beurteilt. Wer also als Handwerker einen Streit vor Gericht hat, sollte darauf bestehen, dass ein handwerklicher Sachverständige den Streitfall beurteilt.

Mehr Gutachter & Sachverständige werden benötigt

In vielen Berufen ist die Meisterpflicht weggefallen. Entsprechend besteht ein höherer Bedarf an Sachverständigen. Selbst Streitigkeiten zwischen Handwerkern und Kunden enden nicht zuletzt oftmals vor einem Gericht. Der Sachverständige hat dann die Aufgabe, Gutachten zu erstellen. Aber auch das Erstellen von Privatgutachten für Kunden, Versicherungen und Rechtsanwälte ist enorm wichtig. Das geht jedoch nur, wenn der Gutachter und Sachverständige über die entsprechende Qualifizierung verfügt.

Der Sachverständigennachwuchs muss also her. Entsprechend kann es nur jedem angeraten werden, sich darüber zu informieren, welche Voraussetzung für eine Bestellung im jeweiligen Sachverständigenbereich notwendig sind.

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