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​All-Mountain, Enduro oder doch Freeride?

Blog-Eintrag   •   Aug 14, 2015 10:29 CEST

Immer wieder wird Martin Pirhofer, selbst passionierter Biker und Gastgeber im Bikehotel Jagdhof in Latsch gefragt, worin eigentlich der Unterschied zwischen den 3 Biketypen besteht, hier nun seine Erklärung!

All-Mountain

Eigentlich geht aus der englischen Bezeichnung schon alles hervor: Und genau deshalb ist “All-Mountain” so verwirrend! “All” klingt nach Bikes, die alles können. Klingt nach viel und ist irgendwie auch so.

Ein “All-Mountain” Biker fährt gerne bergauf sowie bergab und das auf unterschiedlichstem Gelände: Wiesen-, Schotter-, Wurzel- und Wald-Trails. Das Bike sollte natürlich dementsprechend ein perfektes Allrounder-Fully sein. Das heißt, mit einem Federweg von etwa 130-150 mm (abhängig von Laufradgröße und Geschmack), ein Gewicht, das je nach Größe unter 13 kg liegt, und eine Geometrie, die zwar sportlich, aber nicht zu rennlastig ausfällt.

Enduro

Das Enduro Bike-Segment boomt in den letzten Jahren. Das hängt unter anderem auch damit zusammen, dass die Enduro-Rennserien immer populärer geworden sind. So punktet auch das Bikeparadies Latsch mit seiner legendären Trail Trophy.

Kurze und knackige Passagen hinauf und satte Strecken hinab. Und so geht es hinauf und wieder hinab. Die Abwechslung von Treten im Anstieg und den schnellen Abfahrten ist ganz schön anstrengend. Doch inzwischen gibt es die passende Ausrüstung, darunter kleinere Rucksäcke, oftmals mit Rückenprotektor ausgestattet, Enduro-Helme, welche tiefer in den Nacken gezogen sind und teilweise sogar zum Voll-Visier-Helm umgerüstet werden können, harte oder softe Protektoren und Knieschoner.

Im Vergleich zu den All-Mountain Bikes sind die Enduro-Maschinen mit noch mehr Federweg ausgestattet. Los geht es bei 150 und geht hinauf bis etwa 180 mm. Das Gewicht ist dementsprechend höher, teilweise sogar bis zu 15-16 kg. Die Sitzhaltung ist aufrechter, denn die absenkbare Federgabel erlaubt bergauf eine gute Sitzposition. Eine 1 x 11-Schaltung ist mehr oder weniger Standard, das heißt, eine Kettenblatt vorne und somit auch nur noch eine rechtshändige Schaltung. Das bietet zahlreiche Vorteile, limitiert aber in extrem steilen Passagen.

Freeride

Abfahrtorientiert! Das sind Freerider! Das Bergauf ist nicht deren Sache und wird so gut wie möglich vermieden, dafür wird das Bergab umso mehr gefeiert!

Mit dem Lift, der Seilbahn oder dem Shuttle hinauf, gemütlich die Protektoren anlegen und dann geht’s hinunter! Selbstverständlich gerne auf anspruchsvollen, technischen Trails, mit Sprüngen und Anliegern. Und das oft mehrmals, um anschließend unten im Tal in die Sonne setzen und ein isotonisches Getränk zu sich nehmen.

An das Hinauf wird bei diesem Bike nicht mehr so sehr gedacht. Daher stehen ein sehr guter Federweg (160-200 mm) und eine hohe Stabilität im Vordergrund. Zu den reinrassigen Downhill-Bikes sind diese Bikes meist noch agiler in Sachen Handling.

Und wer jetzt Lust auf einen Freeride oder Enduro Biken bekommen hat, dann einfach bei Martin Pirhofer im Jagdhof einen Bikeurlaub verbringen!

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