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Die Gewinner der Elsevier Foundation Green and Sustainable Chemistry Challenge 2018 stehen fest

Pressemitteilung   •   Mai 17, 2018 10:02 CEST

2018 Elsevier Foundation Green and Sustainable Chemistry Challenge Gewinner, Dr. Rajbhandari und Dr. Admiano (rechts). © Luz Inés Baños Quintana

Im Rahmen ihrer Projekte stellen die Gewinner aus Guave-Blättern und Fischknochen Konservierungs- und Düngemittel her


Berlin, 17. Mai 2018 – Zwei neue chemische Lösungen, die Guave-Blätter verwenden, um dem Verderb von Nahrungsmitteln entgegenzuwirken und Fischknochen in phosphatreichen Dünger zu verwandeln, haben die diesjährige Green and Sustainable Chemistry Challenge der Elsevier Foundation gewonnen. Den ersten Platz der diesjährigen Preisausschreibung belegte Prajwal Rajbhandari, Präsident des Forschungsinstituts für Biowissenschaften und Biotechnologie in Nepal. Der zweite Platz ging an Dr. Alessio Adamiano.

Die Green and Sustainable Chemistry Challenge ist eine Kooperation zwischen der Elsevier Foundation und Elseviers Chemiezeitschriften. Die fünf diesjährigen Finalteilnehmer stellten ihre Projekte während der Green and Sustainable Chemistry Conference in Berlin vor, nachdem sie im Voraus bereits von einer Expertenjury aus über 500 Einreichungen ausgewählt wurden.

„Wir sind stolz darauf, zwei Projekte mit unmittelbarer Relevanz für Gemeinden in Entwicklungsländern auszuzeichnen“, sagte Prof. Dr. Klaus Kümmerer, Vorsitzender der wissenschaftlichen Jury.

Dr. Rajbhandari erhielt für sein Projekt „Guava leaves as natural preservatives for farmers of Nepal“ den mit 50.000 Euro dotierten ersten Preis. Aufgrund des Mangels an lebensfähigen, nicht toxischen Konservierungsstoffen oder Kühlkettentechnologien verdirbt jedes Jahr ein Drittel der nepalesischen Produkte, die auf den Markt kommen. Das Projekt von Dr. Rajbhandari setzt auf die antioxidativen und antimikrobiellen Eigenschaften von Guave-Blättern, um ein wasserbasiertes, sprühbares natürliches Konservierungsmittel herzustellen. “Die Challenge zu gewinnen ist mehr als ich mir erträumt habe. Nun kann ich das Projekt ausbauen und gemeinsam mit lokalen Teams daran arbeiten, es zum Erfolg zu führen,” sagte Prajwal Rajbhandari.

„Die Verwendung von Guave-Blättern als natürliches Konservierungsmittel ersetzt giftige Chemikalien und kann auf lokaler Ebene unter Einbeziehung der lokalen Bevölkerung problemlos umgesetzt werden. Auf diese Weise ist ein sicherer Transport der Früchte auf den lokalen Markt möglich, ohne dass Rückstände entstehen, die für den Verbraucher und die Landwirte gefährlich sind“, ergänzte Dr. Kümmerer.

Die diesjährige Challenge knüpft an die Erfolge der vergangenen Jahre an. Bisherige Gewinner haben beispielsweise aus dem Restabfall einheimischer Pflanzen umweltfreundliche Insektizide gewonnen und konnten somit die Bekämpfung von Krankheiten vorantreiben, die durch Mücken übertragen werden. Andere wiederum kämpfen für die ökologische Sanierung von Böden, die durch Rohölunfälle in Nigeria verwüstet wurden.

„Die fünf besten Vorschläge auf der diesjährigen Green and Sustainable Chemistry Conference waren sehr unterschiedlich und jedes dieser Projekte hätte ein Gewinner sein können“, sagte Rob van Daalen, Senior Publisher of Chemistry Journals bei Elsevier. „Beide Gewinnerprojekte sind wichtig und lösen wichtige Probleme. Außerdem nutzen sie lokale Ressourcen und lokales Wissen, um die Situation in ihren Gemeinden zu verbessern.“

Der mit 25.000 Euro dotierte zweite Preis ging an Dr. Alessio Adamiano, einen Forscher des Italian National Research Council am Institut für Wissenschaft und Technologie für keramische Werkstoffe in Faenza, Italien. Sein Projekt „Phos-FATE: Empowering fishing communities for climate change“ zeigt, wie Phosphor auf einfache und skalierbare Weise recycelt werden kann, indem Fischknochen in Produkte wie Düngemittel umgewandelt werden. Dr. Adamiano und sein Team werden mit Partnern im Senegal und in Spanien zusammenarbeiten, um dieses einzigartige Projekt der Kreislaufwirtschaft zu erproben. "Mein Team wird alles dafür tun, diese wunderbare Gelegenheit bestmöglich zu nutzen", sagte Dr. Adamiano.

„Phosphat ist lebensnotwendig, vor allem in der Nahrungsmittelproduktion und für Pflanzen", so Dr. Kümmerer. „Der stetige Abbau von Phosphat und dessen sinkende Qualität als natürliche Ressource ist ein Thema, das alle Länder betrifft. Phos-FATE wird nicht nur die Abhängigkeit für Entwicklungsländer von einem teuren Import verringern, sondern auch einen lokalen Wert, Arbeitsplätze und letztendlich eine höhere Qualität von Phosphat für Nutzpflanzen schaffen."

„Projekte wie diese widmen sich den wichtigsten Zielen der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung im Bereich der Ernährungssicherheit. Die Green and Sustainable Chemistry Challenge trägt somit dazu bei, eine stärkere, grüne und nachhaltige Chemie-Gemeinschaft aufzubauen und den Wissenstransfer rund um den Globus zu fördern“, sagte Ylann Schemm, Direktorin der Elsevier Foundation.

Weitere Informationen zur Green Chemistry Challenge finden Sie auf Elsevier Connect, auf der Website der Elsevier Foundation oder im Gespräch über Social Media: @ELSchemistry und #GREENCHEM2018.

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Hinweise für die Redaktion:

Seit über 60 Jahren ist Elsevier ein führender Herausgeber von Chemiezeitschriften und -büchern. Wir veröffentlichen hochangesehene Titel, darunter renommierte Gesellschaftszeitschriften, Buchreihen und eine Reihe von Nachschlagewerken. Die Green and Sustainable Chemistry Challenge zusammen mit der dazugehörige Konferenz werden von unserer Chemie-Abteilung betreut und unterstützt. Damit verbundene Zeitschriften sind: Current Opinion in Green and Sustainable Chemistry, Sustainable Chemistry and Pharmacy sowie Materials Today Sustainability(erst kürzlich eingeführt).

Dr. Kümmerer ist Direktor des Instituts für Nachhaltige Chemie an der Leuphana Universität Lüneburg und wissenschaftlicher Leiter des ISC3, The International Sustainable Chemistry Collaborative. Außerdem ist er Vorsitzender der Green and Sustainable Chemistry Conference und Chefredakteur der Elsevier-Zeitschriften Current Opinion in Green and Sustainable Chemistry und Sustainable Chemistry and Pharmacy.

Über die Elsevier Foundation

Die Elsevier Foundation vergibt Stipendien an Wissenszentren weltweit, wobei der nachhaltige Schwerpunkt auf Innovationen in den Bereichen Gesundheitsinformation, Diversität in MINT-Fächern, Forschung in Entwicklungsländern und Technologie für Entwicklung liegt. Seit 2006 hat die Elsevier Foundation mehr als 100 Zuschüsse in Millionenhöhe an gemeinnützige Organisationen vergeben, die in diesen Bereichen tätig sind. Durch das Spendenmatching unterstützt die Stiftung auch die Bemühungen der Elsevier-Mitarbeiter, eine positive Rolle in ihren lokalen und globalen Gemeinschaften zu spielen. Die Elsevier Foundation ist ein gemeinnütziges Unternehmen 501(c)(3), finanziert von Elsevier, einem globalen Information Analytics Unternehmen. www.elsevierfoundation.org

Elsevier ist eine weltweit führende information analytics Organisation, die Institutionen und Fachkräften dabei hilft, Wissenschaft weiterzuentwickeln, Gesundheitsversorgung voranzutreiben und Leistung zum Wohl der Menschheit zu verbessern. Elsevier stellt digitale Angebote und Werkzeuge im Bereich strategisches Forschungsmanagement, R&D Leistung, klinische Entscheidungshilfen und Fachausbildung – einschließlich ScienceDirect, Scopus, SciVal, ClinicalKey und Sherpath – bereit. Außerdem veröffentlicht Elsevier mehr als 2.500 digitale Journale, wie zum Beispiel The Lancet und Cell sowie mehr als 35.000 Buchtitel, zu denen auch bekannte Nachschlagewerke wie Gray’sAnatomy gehören. Das Unternehmen ist Teil der RELX Group, einem weltweit führenden Anbieter von Informationslösungen und Analytik für Fachkräfte und Geschäftskunden verschiedener Branchen. https://www.elsevier.com/.

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