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GRASSI Museum für Angewandte Kunst Leipzig: Kunst im Kontext der Reformation und greifbare Baukunst

Pressemitteilung   •   Nov 24, 2016 12:09 CET

Die Installation "Zeitparcours" in der Ausstellung "Gedanken Raum geben" im GRASSI Museum für Angewandte Kunst Leipzig

Am 31. Oktober 2017 jährt sich der Thesenanschlag Luthers zum 500. Mal. Nach dem Beginn der Reformation folgte eine Bewegung, welche die Menschen nicht nur in Deutschland, sondern auch in ganz Europa nachhaltig beeinflusste. Vor diesem Hintergrund gibt es ab dem 24. November 2016 im GRASSI Museum für Angewandte Kunst Leipzig gleich zwei neue Ausstellungen zum Thema Reformation zu sehen. Bis zum 1. Januar 2018 lädt das Museum dazu ein, Objekte, die in der ständigen Ausstellung "Antike bis Historismus" präsentiert werden, im historischen Kontext der Reformation neu zu "entdecken". Unter dem Namen "Gottes Werk und Wort vor Augen" werden herausragende Exponate, die einen Bezug zur Reformation oder dem Zeitalter der Konfessionalisierung aufweisen, in neuem Rahmen gezeigt. Dazu gehören unter anderem Skulpturen, Medaillen, Werke der Goldschmiedekunst und keramische Arbeiten.

In der zweiten Ausstellung "Gedanken Raum geben" werden Installationen von zehn zeitgenössischen Künstlern zum Thema Besinnung, Rückzug und Meditation gezeigt. Ausgangspunkt für die Erschaffung der Räume, die sowohl real, fiktiv als auch beides sein können, war ein Zitat Martin Luthers: "[...] gute Gedanken kommen, so soll man die anderen Bitten fahren lassen und diesen Gedanken Raum geben und ihnen in Stille zuhören [...]" Dieses stammt aus einem Brief des Reformators an den Barbier Meister Peter, in dem er seine Gedanken und Gefühle hinsichtlich des Gesprächs mit Gott und seiner Lebensführung formuliert. Die sehr individuellen Installationen bieten über optische Erfahrungen, akustische Reize oder haptische Wahrnehmungen einen sinnlichen Zugang zum Thema. Bis zum 28. Mai 2017 können Interessierte die Ausstellung besuchen.

Zusätzlich eröffnet an diesem Tag die Ausstellung "Begreifbare Baukunst", bei der die Bedeutung von Türgriffen in der Architektur thematisiert wird. Dabei wird am Beispiel des kleinen, unscheinbaren Gebrauchsgegenstandes Kulturgeschichte verständlich gemacht. Präsentiert werden in insgesamt 30 Stelen Türgriffe, die für bestimmte Gebäude entworfen wurden. So werden neben Arbeiten von Karl Friedrich Schinkel (Schloss Charlottenhof/Potsdam) und Otto Wagner (Postsparkasse/Wien) auch Exponate des Bauhaus-Gründers Walter Gropius (Bauhausgebäude/Dessau) ausgestellt. Bis zum 14. Mai 2017 ist die Ausstellung geöffnet.

Alle Ausstellungen können für 8 Euro dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr besucht werden. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist der Eintritt kostenlos.

Weitere Informationen: www.grassimuseum.de

Redaktion: Laura Gruner

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