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Felix Burda Stiftung: Es geht nicht um eine Brand, es geht um das Thema

Blog-Eintrag   •   Jun 20, 2017 09:15 CEST

Carsten Frederik Buchert (Felix Burda Stiftung) und Sylvia Eberl (Geschäftsführerin Mynewsdesk Deutschland) bei der Übergabe des Awards "Newsroom of the Year"

Carsten Frederik Buchert ist Director Marketing & Communications bei der Stiftung, die sich vor über 15 Jahren dem Kampf gegen den Darmkrebs verpflichtet hat: Die Felix Burda Stiftung. Mit kreativen und innovativen Ideen wie dem größten begehbaren Darmkrebsmodell, aufrüttelnden Spots wie „ Der Kinderchor“ oder dem ersten Health Chatbot auf Facebook verbreitet die Initiative ihre Botschaft. Mynewsdesk hat die Stiftung dafür mit dem "Newsroom of the Year Award 2016" ausgezeichnet. Carsten Buchert steht Rede und Antwort:

Herr Buchert, Sie wurden mit dem diesjährigen Newsroom of the Year Award ausgezeichnet. Was ist Ihr Schlüssel zum Erfolg?
Entertainment! Denn schließlich engagieren wir uns für die Darmkrebs-Prävention. Das heißt, wir wenden uns an gesunde Menschen. Denn diese Gesunden wollen wir vor Darmkrebs bewahren. Über die Darmkrebsvorsorge und alles drum herum, darf auch gerne mal herzlich gelacht werden. Ich denke, dass man diesen unterhaltsamen, leichten Umgang mit einem eigentlich schweren Thema auch auf unserem Newsroom sehen kann.

Was ist Ihre Empfehlung für einen Erfolgs-Booster im Bereich digitale PR?
Nun gut, wir sind ja nicht BMW oder Louis Vuitton, die wie viele andere Brands stets ihr Markenhandbuch bemühen müssen, um bloß nicht von ihrer CI-Linie abzuweichen. Uns geht’s ja auch nicht vorrangig um die „Brand“ Felix Burda Stiftung, sondern um die Aufklärung der Bevölkerung und die Motivation zur Darmkrebsvorsorge. Bei uns steht also keine Marke, sondern das Thema im Vordergrund. Deswegen sind wir in vielen Dingen freier – können einfach mal machen, testen, spielen. Das bedeutet auch die Abkehr von einer 360 Grad Kommunikation. Deswegen lautet meine Empfehlung auch, ganz einfach mal mutig zu irritieren! Das Füllhorn an Texttonalitäten, Bildsprachen, Themenblickwinkeln und Erzählformen hat ja quasi keinen Boden. Und der Leser von digitaler PR – vorrangig der Redakteur – ist ja auch nur Mensch und will nicht gelangweilt werden. Also: Überrasche mich!

Welche digitalen PR-Kampagnen, welcher Unternehmen/ Marken, finden Sie inspirierend?
Sehr frech und gewitzt, sowie sicherlich irre effizient, war eine Kampagne unserer befreundeten Organisation „Stop Darmkanker“ aus Belgien. Die haben Schauspieler Brad Pitt zu seinem 50. Geburtstag ein Testkit auf okkultes Blut im Stuhl geschickt und daraus eine wunderbare digitale Kampagne inklusive Thunderclap gebastelt. Chapeau! Dieses Video erläutert Doing und Erfolg der Kampagne „Dear Brad Pitt".

Sie sind in Social Media sehr aktiv! Warum ist Ihnen das wichtig und welcher Kanal ist für Sie am wichtigsten?
Social Media erfüllt für uns als Stiftung zwei Kriterien: 1. Eigenmarketing: Wir waren zum Beispiel die erste deutsche Stiftung auf Snapchat und haben als erste Stiftung in Deutschland einen Chatbot auf facebook eingesetzt. Damit wollen wir nicht nur testen was Sinn macht, sondern auch Innovationsführerschaft beweisen und innerhalb der deutschen Health Community als kreativer Kommunikator wahrgenommen werden. 2. Kostenlose Reichweite: Ähnlich wie mit verschiedenen Angelhaken, versuchen wir auf unterschiedlichen Kanälen und Medien – egal ob Social, klassisch oder below-the-line – Menschen zu erreichen, die sich sonst nicht zwingend von selbst über die Darmkrebsvorsorge informiert hätten. Wenn das auch noch kostenlos zu schaffen ist, ist dies für eine gemeinnützige Stiftung natürlich besonders charmant.

Welches Feature schätzen Sie am Newsroom besonders? Warum mögen Sie es?
Ich finde das Story-Widget eine wunderbare Alternative zum integrierten Newsroom. So kann ich Aktualität auch an den Stellen unserer Website demonstrieren, an denen ein vollwertiger Newsroom nichts zu suchen hätte. Wir haben das Story-Widget zum Beispiel hier eingesetzt: https://www.felix-burda-stiftung.de/ueber-uns

Welches Erfolgserlebnis haben/hatten Sie durch die Mynewsdesk Newsroom-Nutzung?
Tja, also zum einen haben wir den „Newsroom of the Year Award“ gewonnen – das ist natürlich ein bombiger Erfolg! Aber im Ernst: Ich bin immer wieder überrascht, wie sehr doch Blogbeiträge dazu führen, in den Medien Erwähnung zu finden.

Verschaffen Sie sich selbst ein Bild: Zum Newsroom der Felix Burda Stiftung

Herzlichen Dank, Herr Buchert, für das Interview!

Noch mehr Fragen beantwortet Herr Buchert vor der Kamera:

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