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Bezirksapostel Storck: Starke Gemeinden haben Anziehungskraft

Pressemitteilung   •   Feb 26, 2014 14:46 CET

Dortmund. Die Neuapostolische Kirche Nordrhein-Westfalen hat einen neuen Kirchenpräsidenten: Bezirksapostel Rainer Storck (56) übernahm am Sonntag, 23. Februar 2014, die Leitung der Gebietskirche von seinem Vorgänger, Bezirksapostel Armin Brinkmann. Bei einem Empfang vor Vertretern anderer Kirchen stellte er zwei Tage später sein Programm vor. Dabei gab er ein klares Bekenntnis zur ökumenischen Zusammenarbeit mit anderen Kirchen.

In seiner Amtszeit will der neue Bezirksapostel Rainer Storck drei Schwerpunkte setzen. Zunächst will er die Eigenständigkeit und Stärke der Gemeinden weiter fördern. Ziel müsse es sein, dass jeder einen Platz in der Gemeinde findet, wo er sich wohlfühlt und einen Seelsorger als Ansprechpartner hat.

Zudem müssten die Gemeinden weiter attraktiv für junge Menschen sein: „Kinder und Jugendliche suchen nach Werten und Vorbildern. Warum sollen sie diese nicht in der Gemeinde finden?“ Das Evangelium Jesu Christi schränke nicht ein, es bringe Glück, bereichere das Leben und gebe Entscheidungshilfen.

Das Fazit von Bezirksapostel Rainer Storck: „Eine starke Gemeinde hat Anziehungskraft.“

Herausforderungen der Zukunft

Als zweiten Schwerpunkt seiner Amtszeit will Bezirksapostel Rainer Storck die Herausforderungen der Zukunft angehen. Darunter fasst er die Entwicklungen, die in der demografischen Entwicklung begründet liegen. Weniger Mitglieder, das führe zu Gemeindezusammenlegungen. Angesichts der sinkenden Einnahmen der Kirche gelte es, nicht nur einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen, sondern auch für die Zukunft etwas zurückzulegen. Denn Kirche könne ihre Arbeit nur tun, wenn sie auch die Mittel dazu habe.

Profil als Chance

Auf das Verhältnis zu den christlichen Kirchen und Gemeinschaften will Bezirksapostel Rainer Storck den dritten Schwerpunkt legen. Die Neuapostolische Kirche habe 2012 mit dem veröffentlichten Katechismus ihr eigenes Profil geschärft. Er sehe darin eine Chance, mit den anderen Kirchen den Weg der Ökumene weiter zu gehen, gemeinsam zu arbeiten, voneinander zu lernen und Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten. Es gelte, gemeinsam „die christlichen Werte zu wahren und zu verteidigen“.

„Der Weg lohnt sich“

Am Empfang nahmen Vertreter anderer Kirchen und der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) aus Nordrhein-Westfalen und Dortmund teil, dem Sitz der Neuapostolischen Kirche. Der Vorsitzende der ACK NRW, Dr. Burkhard Neumann, würdigte die Entwicklung, die die Neuapostolische Kirche in den letzten Jahren in Bezug auf die Öffnung vollzogen habe. Der Weg lohne sich. „Durch Begegnung und den ökumenischen Austausch wird der eigene Glaube nicht gefährdet, sondern bereichert.“

Auch Pfarrer Ludger Hojenski, stellvertretender Stadtdechant der Katholischen Kirche Dortmund, ermutigte die Vertreter der Neuapostolischen Kirche, diesen Weg weiter zu gehen und immer den Mut zu Gesprächen zu haben.

Gottesdienst zum Wechsel

Den Wechsel in der Leitung der Neuapostolischen Kirche Nordrhein-Westfalen nahm am 23. Februar 2014 der internationale Kirchenleiter, Stammapostel Jean-Luc Schneider, in einem Gottesdienst in der Dortmunder Westfalenhalle vor. Dabei würdigte er die Lebensleistung von Bezirksapostel Brinkmann, der „ein wahrer Seelsorger“ gewesen sei und aus der Liebe zu Gott sein Leben in den Dienst des Herrn gestellt habe. „Du hast auch in der globalen Kirche durch dein Wirken und dein Helfen viel Segen bewirkt.“

Dem neuen Bezirksapostel Rainer Storck wünschte der Stammapostel viel Liebe und Verständnis für alle Anvertrauten und Mitarbeiter sowie den nötigen Überblick. „Bei allem was passiert bleibt es entscheidend, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, auf Jesus Christus, sein Evangelium und die Wiederkunft des Herrn.

Den Gottesdienst erlebten mehr als 1.950 Gläubige vor Ort in der Westfalenhalle 3A in Dortmund. Via Satellit waren mehr als 30.000 Teilnehmer in den Gemeinden in Nordrhein-Westfalen sowie in den betreuten Gebietskirchen Europas und Afrikas angeschlossen.

Die Neuapostolische Kirche Nordrhein-Westfalen

Zum Verantwortungsbereich des Kirchenpräsidenten der Neuapostolischen Kirche Nordrhein-Westfalen zählen mehr als 410.000 neuapostolische Christen in mehr als 20 Ländern und Landesteilen, davon allein 83.600 Gläubige in 367 Gemeinden im Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Die Neuapostolische Kirche ist eine international verbreitete christliche Glaubensgemeinschaft. Sie bietet eine ansprechende, zeitgerechte Seelsorge für ihre Mitglieder auf der Grundlage des Evangeliums Jesu Christi. Weltweit bekennen sich mehr als zehn Millionen Menschen zum neuapostolischen Glauben.

In Deutschland gehören der Neuapostolischen Kirche mehr als 350.000 Mitglieder an, die sich auf 2.000 Gemeinden verteilen.

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