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Weite, Stille, Klarheit: Der Jahreswechsel aus einer etwas anderen Perspektive

Blog-Eintrag   •   Jan 05, 2016 18:00 CET

Kalt und still war es in den Nächten in der Wüste, wo ich in diesem Jahr meinen Jahreswechsel verbrachte. Der Blick in den abendlichen Sternenhimmel lies mich an meine vorherigen Jahreswechsel denken, die ich in der Regel mit Knallern und Raketen feierte.

In der Wüste Marokkos bIieb der Himmel klar und frei von Feuerwerksrauch und ich hielt Ausschau nach den Sternschnuppen, die an diesem besonderen Ort vergleichsweise zahlreich zu sehen sind.

Zurück in Marrakesch und vor der Computer-Tastatur huscht mir ein erfülltes Lächeln über das Gesicht, wenn ich an diese Stille und Weite in der Wüste zurückdenke, sich der Himmel so nah anfühlt, die Sternenbilder so klar zu sehen sind und der Blick von Reflektionen künstlichen Lichts unverstellt ist.

Dieses klare Bild und die Kühle der Nacht beschert jedes mal aufs Neue totale Klarheit und relativiert so vieles: Die Wüste ist Tag wie Nacht ein Ort unendlicher Weite; Lärm und Hektik gibt es hier nicht.

Die Stille und Weite laden allein durch ihre Purheit zu innerer Einkehr ein, der Gedanke eines klingelnden Telefons oder das Signal einer eingehenden Nachricht scheint nahezu absurd in diesem Szenario. Doch für die meisten ist eine hohe Taktung von solchen Geräuschen der Alltag: Täglich prasseln unzählige Informationen auf uns ein, wir müssen einiges an Zeit und Energie aufwenden, um dieses beachtliche Datenvolumen zu verarbeiten, abzulegen oder zu löschen. Bei unseren liebgewonnen ständigen Begleitern - unseren Rechnern, Tablets und Smartphones - müssen wir in regelmäßigen Abständen die Festplatte defragmentieren, ein Update machen oder einfach mal eine signifikante Menge an Daten löschen, damit das System auch weiter reibungslos, schnell und sicher läuft.

Wenn wir es gut mit uns selbst meinen, ist es ratsam, auch unserem Gehirn ab und an eine Input-Pause zu gönnen, uns der Datenlawine zu entziehen und eine Digital Detox-Kur zu machen. Damit unser Gehirn in Ruhe defragmentieren und aufräumen kann, muss es zunächst eine Bestandsaufnahme dessen machen, was vorhanden ist – und wie bei der guten alten Inventur wird der normale Betrieb ausgesetzt: Nichts neues rein, erst einmal durchzählen, alles, was nicht mehr gebraucht wird, aussortieren.

Die wenigsten allerdings schaffen es, einfach mal die digitalen Türen abzuschließen, sondern nehmen eher noch ein Datenpäckchen an und stapeln es erst einmal auf einen Daten-Turm mit der Aufschrift „Später sortieren“. Wir dürfen das behaupten, weil wir selbst so handeln und es inzwischen die fast übliche Verhaltensweise ist. Wir wollen nicht moral-aposteln, oder digitale Türen abschließen, wir wollen Dich ganz herzlich einladen, einmal herauszutreten, Dich zu re-justieren und dann aufgeräumt zurückzukehren. Die bewusste Entscheidung zu treffen, Dir ab und zu mal eine kleine Pause von diesem Alltag zu gönnen: Komm mit uns in die bezaubernd schöne Wüste Marokkos, genieße für ein paar Tage die Weite und Stille der Sahara und schenke Dir selbst das Gefühl, mal wieder 1001 Zeit für Dich zu haben - ob auf einer Wüstentour oder einem Wüsten Yoga Retreat. Du wirst mehr denn je der Herr im Haus sein.

Und wenn der Kalender jetzt sagt, passt gerade nicht: Weiterklicken, weiterwischen und im Zweifel einen Platz schaffen für den Eintrag „1001 Zeit für mich“. Wir sind da und freuen uns auf Dich – wann immer es bei Dir passt: http://nosade.com/de/termine-buchung/.

© Katrin Witt für NOSADE 2016

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