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Bildung der Zukunft: Mit 70 Jahren Erfahrung beschreitet Louisenlund neue Wege in der Bildung

Blog-Eintrag   •   Jun 25, 2019 13:46 CEST

Am vergangenen Wochenende feierte die Stiftung ihr 70-jähriges Jubiläum – mit einem großen Sommerfest am 22. Juni und einem Bildungssymposium zum Thema „Bildung der Zukunft“ am 21. Juni. Rund 700 Schüler, Altschüler, Eltern, Freunde und Förderer kamen am Samstag in Louisenlund zusammen, erlebten Louisenlund bei Spiel und Spaß hautnah und feierten bei einem Festakt am Abend gebührend das 70-jährige Bestehen. Das Bildungssymposium am Freitag hingegen stand ganz im Zeichen der Zukunft und des Aufbruchs.

Aufbruch – Bildung der Zukunft

Louisenlund macht sich nach sieben Jahrzehnten Bestehen auf den Weg, die Bildung in Deutschland zu revolutionieren und beschreitet dafür neue Wege. Die Herausforderungen der digitalen Revolution, des Klimawandels und eines demokratischen Miteinanders überfordern aktuelle Bildungssysteme. Memorieren, repetieren und standardisieren reichen nicht mehr. Es braucht Schulen, die das Lernen in den Fokus stellen, die Neugier, Kompetenzen und soziale Intelligenz fördern. Es geht um eine andere Art von Schule, in der bewährte Konzepte mit eigenen Erfahrungen kombiniert werden.

Mit einem Bildungssymposium zum Thema „Bildung der Zukunft“ startete der Stiftungsgeburtstag. Moderiert von Dr. Josef Joffe, Herausgeber der ZEIT waren neben Prof. em. Dr. Dr. Dr. Wassilios E. Fthenakis, Ehrenpräsident des Didacta Verbandes und Professor für Entwicklungspsychologie an der Freien Universität Bozen, Prof. Dr. Gabriele Oettingen, Professorin der Psychologie an der New York University, Dr. Kerstin Tschekan, Schulleiterin des Gymnasiums Louisenlund sowie Adrienne Fischer, Managing Director an der XU Exponential University of Applied Sciences i.Gr. in Potsdam als Gäste auf dem Podium vertreten. Die Keynotes und die anschließende Diskussion behandelten aktuelle Bildungsthemen und waren von der Frage getrieben, wie die Bildung der Zukunft in Deutschland konkret aussehen kann. Dabei spielten die neuartigen pädagogischen Konzepte und Ideen der Stiftung Louisenlund eine wesentliche Rolle in der Debatte. Dr. Kerstin Tschekan sprach davon, dass „Louisenlund ein Ort zielgerichteter pädagogischer Konzepte sein wird und darüber hinaus ein Erfahrungslabor für heute noch seltene, aber höchst wirkungsvolle Organisationsformen schulischen Unterrichts.“

Ein neues Lernzentrum und Wohngebäude in Louisenlund werden die notwendige Transformation des schulischen Unterrichts und der Pädagogik ermöglichen. Erstmals präsentierte Dr. Peter Rösner, Leiter der Stiftung Louisenlund ein Modell der geplanten Neubauten der Öffentlichkeit. „Damit eine wegweisende Architektur des Lernens und Lebens entstehen kann, haben wir unsere Erfahrungen aus 70 Jahren Pädagogik durch wissenschaftlich fundierte, kompetenzorientierte Lernstrategien ergänzt und aktualisiert. Die neuen Lern- und Lebensräume ermöglichen inhaltlich und organisatorisch durchdachte Nutzungskonzepte für agiles, zukunftsoffenes schulisches Handeln“, erklärte Rösner. Individuelles Lernen mit Kompetenzorientierung und Tiefenstruktur können dort in aufeinander abgestimmten Lernsituationen umgesetzt werden. Althergebrachte Klassenstrukturen werden dabei aufgebrochen.


Louisenlunder Sommerfest mit feierlichem Festakt

Louisenlund wie es lebt und lacht, lautete das Motto am zweiten Tag des Stiftungsjubiläums. Bei Spiel und Spaß konnten Gäste tagsüber hautnah erleben, was das Lernen, Leisten und Leben in Louisenlund ausmacht – unter anderem bei besonderen Experimenten im Fach Chemie und Physik, bei Kuttersegeln, Hockey, Tennis, Feuerwehr und THW und bei Führungen durch den Park. Bei traumhaftem Sonnenschein endete mit einer Dank-Andacht auf dem Schlossvorplatz das Nachmittagsprogramm und läutete das feierliche Sommerfest im Festzelt ein. Der Stiftungsvorstand begrüßte die Gäste gebührend und eröffneten den abendlichen Festakt. Bei gutem Essen und milden Temperaturen wurde in Erinnerungen an über 70 Jahre Louisenlund geschwelgt, über den Aufbruch Louisenlunds gestaunt, gelacht und getanzt bis in die frühen Morgenstunden.

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