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Zwei neue Professoren am Studiengang Biosystemtechnik/Bioinformatik

News   •   Jul 08, 2019 10:10 CEST

Bildinhalt: Prof. Dr. Henrik Biering und Prof. Dr. Kai Schulze-Forster bei ihrer Ernennung zum Honorarprofessor (Foto: Christine Krüger)

Die TH Wildau hat am 26. Juni 2019 zwei neue Honorarprofessoren ernannt. Prof. Dr. Henrik Biering und Prof. Dr. Kai Schulze-Forster lehren zukünftig im Studiengang Biosystemtechnik/Bioinformatik am Fachbereich Ingenieur- und Naturwissenschaften. Während der Schwerpunkt von Prof. Dr. Henrik Biering im Fach Molekulare Medizin liegt, ist Prof. Dr. Kai Schulze-Forster in der pharmazeutischen Biotechnologie tätig.

In unserer Reihe „Fünf Fragen an…“ stellen sie sich vor.

Wo liegen Ihre Schwerpunkte bzw. Interessen was Lehre und Forschung betrifft?

Prof. Dr. Henrik Biering: Die Arbeit mit Studierenden ist für mich ein großes Bedürfnis, und so war es für mich selbstverständlich, dass ich ab 2014 auch eine Dozententätigkeit an der Technischen Hochschule Wildau im Fach Molekularbiologie übernommen habe. Mein besonderes Interesse gilt der Gesundheitsforschung. Zwei wichtige Pfeiler der Gesundheitsforschung sind die biomedizinische und krankheitsorientierte Grundlagenforschung auf der Ebene von Zellen und Geweben sowie die Überprüfung der Wirksamkeit neuer Behandlungen bei ausgewählten Patientinnen und Patienten. Für beide Ansätze bietet die Technische Hochschule Wildau durch die Verknüpfung von Naturwissenschaft und Technik beste Voraussetzungen.

Prof. Dr. Kai Schulze-Forster: Meine bisherigen Lehrschwerpunkte liegen im Bereich desQualitäts- und Projektmanagement. Besonders interessiere ich mich für personalisierte Medizin und die dafür notwendigen Biomarker. Ich möchte versuchen, mehr pharmazeutische Inhalte in den Studiengang Biosystemtechnik/Bioinformatik einfließen zu lassen.

Warum haben Sie sich für eine Professur an der TH Wildau entschieden?

Prof. Dr. Henrik Biering: Nach meiner mehrjährigen Tätigkeit in der Charité war es mein Wunsch, in die ambulante Patientenversorgung zu wechseln. Allerdings wollte ich mit Ausscheiden aus der Charité nicht Forschung und Lehre aufgeben. Aus diesem Grunde habe ich nach einem Bindeglied zwischen Hochschultätigkeit und meiner Arztpraxis, zwischen Forschung und Anwendung und gleichzeitiger Lehrtätigkeit gesucht. In dem forschungsorientierten Hybridstudiengang Biosystemtechnik/Bioinformatik habe ich mit Frau Prof. Dr. Pospisil und Herrn Prof. Dr. Frohme seit 2012 kompetente Partner gefunden.

Prof. Dr. Kai Schulze-Forster: Als Mitinhaber eines Biotechunternehmens in der Region war ich bereits an der Etablierung des Studienganges Biosystemtechnik/Bioinformatik beteiligt. Da war es dann nur noch ein kleiner Schritt zum Lehrbeauftragten und nun zum Professor.

Was sind aus Ihrer Sicht die besonderen Herausforderungen, denen Sie sich mit Beginn der Professur stellen werden?

Prof. Dr. Henrik Biering: Zukünftig wird die personalisierte Medizin verstärkt Einzug in Behandlungskonzepte finden, wodurch Patientinnen und Patienten schneller die für sie geeignete Therapie erhalten und zugleich das Gesundheitswesen effizienter wird. Durch die interdisziplinäre Vereinigung von Naturwissenschaft, Informatik und Technik bietet die Technische Hochschule Wildau die besten Voraussetzungen, um auch in Zukunft auf diesem Gebiet fachlich zu arbeiten.

Prof. Dr. Kai Schulze-Forster: Für mich ist die größte Herausforderung, die richtige Balance zwischen „fördern“ und „fordern“ zu finden sowie diesen in Deutschland einzigartigen Studiengang bekannter zu machen.

Was darf auf Ihrem Schreibtisch auf keinen Fall fehlen?

Prof. Dr. Henrik Biering: Leider meine Lesebrille.

Prof. Dr. Kai Schulze-Forster: Schokolade und Tee.

Platz für ein persönliches Statement/Credo:

Prof. Dr. Henrik Biering: Lehr- und Forschungstätigkeit sind auch mit einem Beruf außerhalb der Hochschullandschaft kombinierbar, wenn man einen entsprechenden Partner gefunden hat.

Prof. Dr. Kai Schulze-Forster: Es ist jeden Tag Jagdtag, aber nicht jeden Tag Fangtag!

Kurzvitae:

Prof. Dr. Henrik Biering ist seit 2012 an der Technischen Hochschule Wildau tätig und seit Juni 2019 Honorarprofessor für Molekulare Medizin an der TH Wildau. Er studierte Humanmedizin an der Berliner Humboldt Universität mit anschließender Facharztausbildung an der Charité zum Internisten mit Schwerpunkt Endokrinologie. Seit 2015 ist er niedergelassener Endokrinologe und Partner in der Praxis Kaisereiche.

Prof. Dr. Kai Schulze-Forster ist seit 2009 als Lehrbeauftragter an der Technischen Hochschule Wildau tätig. Er studierte Pharmazie an der FU Berlin mit Promotion am Robert-Koch-Institut Berlin. Anschließend war er als Postdoc in der Arbeitsgruppe Biochemie am Pharmazeutischen Institut der FU Berlin tätig, bevor er in die diagnostische Industrie wechselte und das Biotechunternehmen CellTrend GmbH mitgründete.

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