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Interdisziplinäres Forschungsprojekt für ein sicheres Gefühl im öffentlichen Personenverkehr

Pressemitteilung   •   Jul 26, 2016 11:15 CEST

© Fotolia / Sergiy Serdyuk

Angesichts aktueller terroristischer Bedrohungen und krimineller Akte hat die von den Kunden empfundene Sicherheit besonders große Auswirkungen auf die Attraktivität des öffentlichen Personenverkehrs (ÖPV) und damit auf die wirtschaftliche Existenzgrundlage der beteiligten Unternehmen. Die Erhöhung von Sicherheit im privaten und öffentlichen Raum ist aber bekanntlich mit einem hohen Kostenaufwand verbunden. Es besteht daher erheblicher Bedarf nach einer Lösung, welche den Akteuren – Bahnen, Busunternehmen, Fahrdiensten – die Analyse und ggf. Umgestaltung ihrer Sicherheitsmaßnahmen derart ermöglicht, dass ein Höchstmaß an Sicherheit mit einer gleichzeitig hohen Effizienz dieser Maßnahmen einhergeht.


Im Juli 2016 startete das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte interdisziplinäre Forschungsprojekt „Wirtschaftlichkeit von Sicherheitsmaßnahmen im öffentlichen Personenverkehr (WiSima)“. Das Ziel des Projekts ist die Entwicklung von Vorschlägen, wie mit wirtschaftlich tragbaren Maßnahmen eine Verbesserung des Sicherheitsempfindens der Fahrgäste erreicht werden kann.


Das Forschungsvorhaben wird durch die Arbeitsgruppe "Interdisziplinäre Sicherheitsforschung" der Freien Universität Berlin koordiniert. Forschungspartner sind die Technische Hochschule Wildau, die Universität Bremen und das Fraunhofer-Institut FOKUS. Praxispartner sind die Deutsche Bahn, die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), die Potsdamer Verkehrsbetriebe (ViP) und die Tegernsee-Bahn.


Auf Seiten der TH Wildau bringt die Forschungsgruppe „Sichere Objektidentität“ unter Leitung vom Prof. Dr. Frank Gillert ihre Expertise ein. Das Team analysiert in einem Teilprojekt praktische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen der empfundenen Sicherheit und entwickelt daraus ein entsprechendes Kennzahlenmodell, mit dem konkrete Sicherheitsmaßnahmen mit einem idealen Kosten-Nutzen-Verhältnis identifiziert werden können. Daraus soll ein ganzheitliches Werkzeug entstehen, das in der Praxis erprobt und schließlich bei den verschiedenen Akteuren implementiert werden kann.


Zum Hintergrund:
In Deutschland sind im öffentlichen Personenverkehr jährlich rund zehn Milliarden Fahrgäste unterwegs. Die Reisenden erwarten dabei in den Fahrzeugen, Stationen und Bahnhöfen ein hohes Sicherheitsniveau, das von den Betreibern durch entsprechende Maßnahmen gewährleistet werden muss. Viele dieser Maßnahmen erfordern vergleichsweise hohe Investitionen, welche die betriebswirtschaftlichen Kennziffern stark belasten und damit stets Abwägungen zwischen "Wirtschaftlichkeit" und "Sicherheit" erfordern.

Fachlicher Ansprechpartner:
Jan Seitz, M. Eng.
FG Sichere Objektidentität
Tel. +49 3375 508-715
jan.seitz@th-wildau.de

Die Technische Hochschule Wildau ist mit mehr als 4.000 Studierenden die größte (Fach)Hochschule des Landes Brandenburg. Ihr attraktives Studienangebot umfasst 24 Vollzeit-, zwei duale und fünf berufsbegleitende Studiengänge in naturwissenschaftlichen, ingenieurtechnischen, betriebswirtschaftlichen, juristischen und Managementdisziplinen.

Die Hochschule belegt in der angewandten Forschung seit Jahren bundesweit einen Spitzenplatz und besitzt einen anerkannten Ruf als Kompetenzzentrum für wichtige Wissenschaftsdisziplinen. Dazu zählen klassische Gebiete wie Maschinenbau, Automatisierungstechnik und Physikalische Technik ebenso wie die neuen Bereiche Biowissenschaften und Life Sciences, Logistik und Angewandte Informatik/Telematik sowie Luftfahrttechnik und Regenerative Energietechnik.

Neben einer hochmoderne Lehr- und Forschungsinfrastruktur verfügt die TH Wildau über einen architektonisch wie städtebaulich herausragenden Campus.

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