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TH Wildau, BioTeZ und UP-Transfer starten Forschungsprojekt für therapiebegleitende Parkinson-Diagnostik

Pressemitteilung   •   Mai 12, 2016 08:15 CEST

Prof. Dr. Fred Lisdat, Direktor des Instituts für Angewandte Biowissenschaften der TH Wildau.

Die Technische Hochschule Wildau, die BioTeZ Berlin-Buch GmbH und UP-Transfer GmbH der Universität Potsdam starten ein gemeinsames Forschungsprojekt zur Entwicklung eines die Parkinson-Therapie begleitenden Diagnostikverfahrens. Dabei geht es um ein so genanntes „Therapeutisches Drug Monitoring“ mit dem Ziel, Nebenwirkungen der Therapie zu reduzieren und die Effektivität der Wirkstoffe durch Optimierung der Dosierung zu steigern.


Das Projekt ist im Rahmen des Diagnostik-Netzwerkes Berlin-Brandenburg e.V. (DiagnostikNet BB) entwickelt worden (Arbeitskreis Companion Diagnostics) und wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) aus dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) gefördert. Das TH-Projekt steht unter Leitung von Prof. Dr. Fred Lisdat, Direktor des Instituts für Angewandte Biowissenschaften der TH Wildau.


In den kommenden zwei Jahren wird intensiv am Nachweis von Enzymen geforscht, die in den Abbau des Botenstoffes Dopamin involviert sind. Sie sind damit wichtige Targets für Medikamente in der Therapie der Parkinson Erkrankung. In weiteren Schritten soll die Interaktion der Enzyme mit verschiedenen hemmenden Medikamenten genauer untersucht werden.

Prof. Lisdat: „Das ist ein Projekt mit vielen grundlegenden Fragestellungen, aber im Erfolgsfall eben auch mit einem klarem Nutzen für Patienten. Hier können wir uns mit unserer Expertise in analytische Systemen, elektrochemischen Prozessen und biochemischen Bindungsuntersuchungen gut einbringen.“


„Wir freuen uns, dieses wichtige Projekt zur Verbesserung der Parkinson-Therapien durch eine individuelle Optimierung der Wirkstoffdosis beginnen zu können“, so BioTeZ-Geschäftsführer Uwe Ahnert. „Bei der Identifikation der geeigneten Wirkstoffkonzentration im Patienten besteht großer Nachholbedarf.“ Viel zu oft komme es vor, dass ein Patient keine therapeutisch sinnvolle Wirkstoffkonzentration erreicht oder der Wirkstoffspiegel zu hoch ist. „Solche ungewollten Fehldosierungen wollen wir mit intelligenter Diagnostik verhindern.“

Die Technische Hochschule Wildau ist mit mehr als 4.000 Studierenden die größte (Fach)Hochschule des Landes Brandenburg. Ihr attraktives Studienangebot umfasst 24 Vollzeit-, zwei duale und fünf berufsbegleitende Studiengänge in naturwissenschaftlichen, ingenieurtechnischen, betriebswirtschaftlichen, juristischen und Managementdisziplinen.

Die Hochschule belegt in der angewandten Forschung seit Jahren bundesweit einen Spitzenplatz und besitzt einen anerkannten Ruf als Kompetenzzentrum für wichtige Wissenschaftsdisziplinen. Dazu zählen klassische Gebiete wie Maschinenbau, Automatisierungstechnik und Physikalische Technik ebenso wie die neuen Bereiche Biowissenschaften und Life Sciences, Logistik und Angewandte Informatik/Telematik sowie Luftfahrttechnik und Regenerative Energietechnik.

Neben einer hochmoderne Lehr- und Forschungsinfrastruktur verfügt die TH Wildau über einen architektonisch wie städtebaulich herausragenden Campus.

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